Die Bundesliga hat einen neuen Torschützenkönig. Aber er will seinen richtigen Nachnamen nicht auf dem Rücken haben.
Am Donnerstag gab der 1. FC Union Berlin seinen königlichen Transfer bekannt. Jordan Sibacheu wechselte für sechs Millionen Euro von Bern zu den «Eisernen». Er soll die Nachfolge von Taiwo Avoniyi (15 Tore) antreten, der zu Nottingham Forest wechselte.
Observant Union-Fans suchten den Amerikaner in den sozialen Medien auf und sahen, dass Sibacheus Twitter-Name „Call me PEFOK“ lautete. «Pefok» steht auch in der US-Nationalmannschaft auf dem Trikot des Stürmers, er trug es auch auf dem Rücken der Young Boys Bern.
Der Grund: Pefok ist der Mädchenname seiner Mutter, die aus Kamerun stammt. Er möchte auch die Kultur seiner Heimat repräsentieren. Union hat noch nicht bekannt gegeben, unter welchem Namen der 26-Jährige in Berlin auftreten wird.
Beispiele Nianzou und Bryan
Jordan Siebatcheu oder Jordan Pefok werden nicht die einzigen Spieler sein, die ihren Namen im Team ändern. Tangi Nianzu vom FC Bayern spielte noch unter dem Namen Tangi Kouassi bei Paris Saint-Germain.
Kevin-Prince Boateng möchte eigentlich nur Prince Boateng heißen. Ich mag meinen kleinen Namen nicht. Gegenüber Hit Radio FFH sagte er 2017: „Es war ein Fehler auf der Geburtsurkunde – das weiß noch niemand. Eigentlich hätte mein Name Kelvin sein sollen. Das wäre natürlich ein Top-Name: Calvin-Prince.“
Brian Ruiz (Costa Rica), 36, verwendet seinen Vornamen auch in internationalen oder Vereinsspielen. Die Familie Ruiz sagt nicht viel über ihn. „Mein Vater hat die Familie verlassen, als ich ein Jahr alt war“, sagte er. „Ich habe den Nachnamen nicht geändert und ihn behalten. Es ist nicht so, dass ich ihn nicht gerne benutze, aber Bryan gefällt mir besser und ich glaube nicht, dass Ruiz mir viel bedeutet.“
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