Grünes Licht für das Anti-Inflationspaket der Regierung. Jeder Österreicher erhält bereits mehrere Geldprämien, die sich auf viele tausend Euro belaufen können.
Inflation ist endlos! Laut einer Schnellschätzung der Statistik Austria werden es im Juni voraussichtlich 8,7 % sein. Damit ist es wieder deutlich schlechter als im Mai (7,7) und höher als im September 1975. Immer mehr Haushalte im Land werden immer ärmer, und auch die Mittelschicht bekommt den massiven Preisanstieg zu spüren.
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Dem begegnet die Regierung mit einem milliardenschweren Anti-Inflationspaket, das die Bürger mit Einmalzahlungen sofort entlasten und langfristig auch Einsparungen bringen soll. Der Bundesrat hat dafür endlich grünes Licht gegeben.
Dieses Paket hat für jeden etwas, egal ob Sie in Armut leben oder zu den Reichsten gehören. Die ersten Schritte werden im Sommer unternommen:
Zum einen gibt es 300 Euro für besonders betroffene Gruppen (Mindestrentner, Bezieher von Ausbildungsförderung etc.). Hier sollte die Zahlung bereits im August oder September erfolgen. Auch im August gibt es zusätzlich einmalig 180 Euro Familienbeihilfe. Auch die Erhöhung des Familienbonus Plus auf 2.000 Euro wird in den Sommer verschoben.
Breite Erleichterung im Herbst
Im Oktober kommt das große Stück: Den 500€ „SuperBonus“ – 250€ Klimabonus und 250€ Inflationsbonus – gibt es für alle (!) Erwachsenen. Für Kinder gibt es eine Hälfte. Die 250 Euro aus dem Anti-Inflations-Bonus sollen bei Gutverdienern wie Grünen-Chefin Sigrid Maurer versteuert werden, nicht aber bei denen aus dem Klimabonus.
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Zum Jahresende soll es zudem eine Unterstützung für Landwirte geben, die den Landwirten durchschnittlich 1.000 Euro einbringen soll.
Strukturelle Veränderungen im Jahr 2023
Strukturelle Veränderungen wie der Wegfall der kalten Progression und die Inwertsetzung von Sozialleistungen sollen ab Anfang nächsten Jahres die Inflation dämpfen und die Kaufkraft nachhaltig steigern.
Darüber hinaus gibt es folgende Maßnahmen: Ab der Vorausschätzung 2022 wird die Erhöhung des Kinderzuschlags (550 Euro) für Alleinstehende oder Eltern mit geringem Einkommen im Jahr 2023 gezahlt.
Der erhöhte Abzugsbetrag für 2022 (500 €) wird im Rahmen der Veranlagung ebenfalls im nächsten Jahr abgerechnet. Für Auszubildende gibt es einen Digi-Check – bis zu dreimal 500 Euro pro Jahr – verlängert bis 2024.
Hinzu kommen Entlastungen für die Wirtschaft in Form von steuerfreien und steuerfreien Arbeitnehmer-SV-Prämien in Höhe von 3.000 Euro, Strompreisausgleich und einer direkten Förderung für energieintensive Unternehmen.
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Wer bekommt wie viel
Die Regierung rechnet dies in drei Beispielen mit einer jungen Familie, einem Rentnerehepaar und einer alleinerziehenden Mutter durch.
Beispiel 1: Vollzeit verheiratetes Paar mit zwei Kindern. Allein 2022 sollen Sie mehrere tausend Euro mehr im Portemonnaie haben, bis 2026 wird sich Ihre Ersparnis fast verdreifachen. Die Soforthilfe beträgt 2.865 Euro, dazu kommen die Einsparungen aus der Strukturreform in Höhe von weiteren 5.255 Euro. Gesamtleistung: 8120 Euro.
Beispiel 2: Im zweiten Beispiel geht es um ein Rentnerpaar aus Philach. 1.726 Euro soll er aus der Soforthilfe erhalten, weitere 2.382 Euro (jeweils 1.191 Euro) kommen aus der entfernten Erkältung. Gesamt: 4.108 Euro.
Beispiel 3: Das dritte Beispiel dreht sich um „Lena“, eine alleinerziehende Mutter mit einem vierjährigen Kind aus Wien und einem Nebenjob. Für 2022 rechnet die Regierung mit einer Sofortentlastung von 1.682 Euro. Bis 2026 sollen weitere 1.177 Euro im Portemonnaie verbleiben. Gesamtleistung: 2859 Euro.
Wien steht über allem
Für rund eine Million Wiener gibt es Extrageld. Oberbürgermeister Michael Ludwig zahlte 650.000 Haushalten jeweils 200 Euro direkt auf ihr Konto ein, für besonders Betroffene sind bis zu 1.000 Euro vorgesehen. Rund 130 Millionen Euro hat die Stadt Wien seit 22.
RCP-Zeit des Nav-Kontos 07.03.2022, 07:01| Akt: 03.07.2022, 07:03 Uhr
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