„Wir können das, müssen wir aber nicht“, sagte Abwerzger. Die ÖVP kämpfe jedenfalls nicht wie die anderen Oppositionsparteien um eine Regierungsbeteiligung: “Ich kämpfe nicht für die hässlichste Braut Österreichs, die Tiroler ÖVP.” Plater sei „der berühmteste Flüchtling Tirols“, er laufe vor der Verantwortung davon und bringe Partei und Land an die Wand. Sein designierter Nachfolger, Anton Mattel, ist schlichtweg Platters’ „politischer Zwilling“.
Der legendäre, ehemalige ÖVP-Landeshauptmann Eduard Wallnöfer wird sich “im Grabe umdrehen” über das Land der Tiroler ÖVP. Valnöfer würde Mattel als “Zukunftshoffnung der Sozialisten” verlassen. Platter sei „Batman bereit für den Ruhestand“, Mattel „der graue Robin“, spottete der FPÖ-Vorsitzende.
Eine schwierigere Transitleitung wird benötigt
Die FPÖ stellt den Abwerzger als Hüter der Tiroler Interessen dar. Sie plädieren für eine restriktive Einwanderungspolitik, kämpfen als einzelnes Land gegen kriminelle Ausländer oder benennen das Problem und plädieren für eine strengere Transitlinie. So kann sich Abwerzger eine weitere Blockade der Inntal- und Brennerautobahn vorstellen, wenn der Transit weiter zunimmt.
Fahnenschwenkend – und nachdem eine Blaskapellen-Delegation die Tiroler Landeshymne „Zu Mantua in Banden“ und die Landeshymne vorgetragen hatte – ließen Bundesparteiobmann Herbert Kickl, Abwerzger und weitere Bonzen der Tiroler FPÖ den gut gefüllten Saal mit noch mehr aufhorchen moderne Klangwelt.
Platter galt nicht als Freund der FPÖ
Auch Parteiführer wie Generalsekretär Michael Schnedlitz, die Salzburger FPÖ-Vorsitzende Marlene Swazek und der Wiener FPÖ-Vorsitzende Dominik Knapp waren in Schwatz anwesend.
Der 46-Jährige aus Abwerzger erhielt bei seiner letzten Wahl vor drei Jahren 98,7 Prozent der Delegiertenstimmen. Ein ähnlich hohes Ergebnis wird diesmal in Schwatz erwartet.
Abwerzger solle nicht mehr zum Spitzenkandidaten der Wahl gewählt werden, die obersten Parteibehörden hätten dies bereits vor einigen Wochen „durchgezogen“.
Die Tiroler FPÖ gewann 15,53 Prozent (bisher 6,19 Prozent) und fünf Sitze bei der Landtagswahl 2018. Bei der Regierungsbeteiligung blieb sie allerdings bisher auf der Strecke, der scheidende Landeshauptmann Günter Platter (ÖVP) nicht gerade ein Freund der Arbeit mit der FPÖ.
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