Veröffentlicht3. Juli 2022, 18:16 Uhr
Eine Gruppe von Menschen wurde von einem stürzenden Gletscher in den Marmolada-Dolomiten begraben. Mindestens 15 Personen hielten sich zum Zeitpunkt des Vorfalls in der Gegend auf.
aus
Reto Bolmann
Karen Leuthold
Eine gewaltige Schnee-, Eis- und Felslawine hat in den Dolomiten mehrere Menschen begraben.
ZNSAS
In den Marmolada-Dolomiten zwischen Trentino-Südtirol und Venetien ist ein Gletschereinbruch für Wanderer tödlich verlaufen. Retter melden fünf Tote, italienische Medien sprechen bereits von mindestens sechs Opfern und acht Verletzten. Einer der Verletzten sei in ernstem Zustand, berichtet “Corriere della Serra”. Details zu den Opfern, wie etwa ihre Nationalität, wurden nicht veröffentlicht.
Wie Alpinretter auf Facebook schrieben, ging eine Lawine aus Schnee, Eis und Steinen nieder, während mehrere Seilschaften in der Gegend waren. Personen aus mindestens zwei Seilschaften wurden von der Lawine erfasst und mitgerissen. Es wird betont, dass die Zahl der Toten und Verletzten noch vorläufig ist.
Lawinenhunde und Helikopter im Einsatz
Nach Angaben der Retter wurden die Leichen aus den Eismassen entfernt, aber noch nicht ins Tal gebracht. Die Suche nach weiteren Personen geht weiter, wobei Lawinenhunde und fünf Hubschrauber eingesetzt werden. Mindestens 15 Personen hielten sich zum Zeitpunkt des Vorfalls in der Gegend auf.
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Am Marmolada-Gletscher kam es zu einem schweren Bruch.
Facebook/Corpo Nazionale Soccorso Alpino e Speleologico – CNSAS
Eine Lawine aus Schnee, Eis und Steinen erfasste die Mitglieder mehrerer Seilschaften.
Facebook/Montagna MagicaIMAGO/Eibner
Gestern haben die Temperaturen der Marmolada mit etwa zehn Grad an der Spitze einen Rekord erreicht. Dies begünstigte wohl den Abriss. Die Lage ist gefährlich, weil neue Lawinengefahr besteht. Deshalb kommt ein Helikopter mit der sogenannten Daisybell zum Einsatz – ein System, das künstlich und kontrolliert Lawinen auslöst, um neue Vorfälle zu verhindern.
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