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Iss dein Gemüse auch – Trinkgeld kostet Steuerzahler 2 Millionen – Politik

Guter Rat ist oft teuer. Manche Ratschläge sind der Regierung sogar mehr als zwei Millionen Euro wert – zum Beispiel, dass krummes Gemüse nicht weggeworfen werden sollte.

Mit der Klimavolksabstimmung im Juni 2020 wurde die Idee eines Klimarates in Österreich geboren. Seit Mitte Jänner arbeiten 100 zufällig ausgewählte Personen in zehn Arbeitsgruppen daran, mehrere mögliche Maßnahmen zur Erreichung der Klimaneutralität im Jahr 2040 zu erarbeiten der Steuerzahler: zufällig zwei Millionen Euro.

90 km/h Geschwindigkeitsbegrenzung auf Bundesstraßen

Die Truppe entwickelte mehr als 90 Maßnahmen für den Staatstarif. Sie wurden am Montag vorgestellt. Dazu gehören ein Tempolimit von 90 km/h auf Bundesstraßen, eine Citymaut und das Ende der Erstzulassung von Autos mit Verbrennungsmotor ab 2027.

15 Wissenschaftler und ein Moderatorenteam begleiteten den Prozess, dessen Ergebnisse an Klimaschutzministerin Leonor Gevesler (Grüne) und ÖVP-Wirtschaftsminister Martin Kocher übergeben wurden.

Die verschiedenen Maßnahmen werden in einem 100-seitigen Dokument dargestellt. Klimaschädliche Subventionen müssen abgebaut werden. Auch der Klimarat fordert, den CO2-Preis durch die jährliche Erhöhung deutlich zu erhöhen: bis 2025 auf 120 Euro und bis 2030 auf 240 Euro pro Tonne. Weitere Programmpunkte sind die Reduzierung von Dienstwagen und die Einführung zeitlich begrenzter Gratiskarten für den ÖPNV.

Obst- und Gemüse-Antidiskriminierungsgesetz

Bei Lebensmitteln fordern die Mitglieder ein Antidiskriminierungsgesetz für Gemüse und Obst. Konkret wollen sie eine Rückkaufpflicht für das krumme Gemüse einführen. „Aktuell werden viele frische Lebensmittel bereits weggeworfen, bevor sie in den Handel gelangen, weil sie bestimmten Verbraucheranforderungen oder -standards nicht entsprechen sollen. Um dies zu verhindern, sollte der Einzelhandel verpflichtet werden, alle Produkte in verkaufsfähiger Form, Größe und Farbe zur Abholung und zum Verkauf vorrätig zu halten“, heißt es in dem Dokument.

Mehr als zwei Millionen Euro hat der Klimarat bisher gekostet, hieß es in einer Antwort des Klimaministeriums an die FPÖ im März. Ein Großteil davon wird für PR oder „Kommunikationsunterstützung“ ausgegeben.

Nav-Account rote Zeit04.07.2022, 18:30| Akt: 07.04.2022, 19:40 Uhr