Amphibien sind sensible Auenbewohner. Ihr Bestand war in der Wachau im Laufe der Jahre und Jahrzehnte stark zurückgegangen. Mittlerweile gibt es etwa 50 neue Seen und Laichgewässer. Kröten oder der Donaukammmolch müssen also wieder bessere Lebens- und Fortpflanzungsbedingungen vorfinden.
Im Zuge der Renaturierung wurden in den letzten Jahren 300.000 Kubikmeter Kies und Erde abgetragen und 5.000 Schwarzpappeln gepflanzt. Laut einer Pressemitteilung der Österreichischen Wasserstraßengesellschaft Viadonau soll die Kunst der Donaurenaturierung die Leinwand bereiten, auf der die wahre Künstlerin – die Natur – wieder aus eigener Kraft entstehen kann.
Zweig mit der Donau verbunden
Im Mittelpunkt des Projekts stand die Wiederanbindung des Schopperstätter Arms an die Donau. Auch hier können sich natürliche Flach- und Steilufer und natürlicher Auwald entwickeln. Die ganzjährige Anbindung des 1,6 km langen Zuflusses und der Bau vielfältiger Uferbauwerke schaffen Lebensräume für Jungfische und Winterquartiere für strömungsliebende Fische wie Barben, Schleien, Meeräschen und Meeräschen.
viadonau / Martin Skopal / Skopal Medien eU Anlässlich der Feierlichkeiten wurden von Experten der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) gezüchtete Sterlets gemeinsam mit Kindern aus der Region in einer Seitenwaffe ausgesetzt, um den Sterlet weiter zu stärken Population.
Solche Projekte würden auch dazu beitragen, der Donau ein Stück ursprüngliche Natur zurückzugeben, sagt Viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler. Das stärkt die Natur und die eigenen Zukunftsperspektiven, denn auch ein besonderes Naherholungsgebiet ist entstanden. Der Abschluss des EU-geförderten Projekts „LIFE+ Auenwildnis Wachau“ kann nun gefeiert werden.
„Wegweiser in die Zukunft“
Klimaschutzministerin Leonore Gevesler (Grüne) ist überzeugt: „Mit dem Erfolg des Projekts, das den konsequenten Entwicklungspfad vorangegangener Umweltprojekte wie LIFE+ Mostviertel Wachau fortsetzt, ist die Donau ein Wegweiser in die Zukunft einer verantwortungsvoll ausgebauten Wasserstraße, die erforderlich ist und auf europäischer Ebene“.
Gleichzeitig sieht Landeshauptmann-Stellvertreter Stefan Pernkopf (ÖVP) darin ein wichtiges Projekt im Kampf gegen den Klimawandel, „gerade heute, da Naturschutz für viele Menschen auch bedeutet, den eigenen Lebensraum und die Lebensqualität zu verbessern.“ Mit Auszeichnung der Naturschutzgebiete Schönbühler Insel und Pritzenau Wachau erhält nun 50 Hektar Wiesenbrache.
Invasive Arten werden abgewehrt
Im Projekt LIFE+ Auenwildnis Wachau geht es um die Entwicklung und den Erhalt einer für die Donau typischen Auenlandschaft. Daher war es notwendig, die invasiven Pflanzenarten zu verdrängen, damit die einheimischen geschützten Arten hier wieder einen Ort finden, an dem sie gedeihen können. Dafür wurden rund 20.000 Esche-Ahorne und Robinien beringt – die Rinde wird so entfernt, dass die Bäume langfristig absterben. Außerdem wurden japanischer Staudenknöterich und gemähte Zitronenmelisse entfernt.
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