Die Zahl der Infektionen schießt europaweit in die Höhe. Um Krankenhäuser nicht zu überlasten, empfiehlt sich die schnelle vierte Naht für ältere Menschen und Risikogruppen. Für die meisten anderen wird es sinnvoll sein, bis zum Herbst zu warten.
Die steigende Zahl der Covid-19-Infektionen schien bisher kein großes Problem zu sein. Heftige Kurse, wie zu Beginn der Juni-Sommerwelle gesagt, sind selten. Aber jetzt steigt die Zahl der Krankenhauseinweisungen in ganz Europa. In Frankreich ist beispielsweise bereits das Niveau vom Dezember letzten Jahres erreicht, und in Italien füllen sich die Krankenhäuser wieder. Österreich verzeichnet bisher nur einen leichten Anstieg. Das Europäische Zentrum für die Prävention und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten (ECDC) forderte die EU-Mitgliedstaaten jedoch am Montag auf, schnell zu handeln. „Wir sehen in mehreren Ländern einen Anstieg der Infektionszahlen und mittlerweile auch einen steigenden Trend bei Krankenhauseinweisungen, insbesondere aufgrund der BA5-Variante“, sagt ECDC-Direktorin Andrea Amon.
Die neueste Entwicklung kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Bekanntlich ist noch kein angepasster Impfstoff verfügbar. Allerdings hat die zuständige EU-Arzneimittelagentur (EMA) erstmals einen Zeitplan bekannt gegeben, aus dem heraus an die neuen Varianten angepasste Impfungen durchgeführt werden können. „Wir arbeiten auf eine mögliche Zulassung angepasster Impfstoffe im September hin“, sagte EMA-Direktor Emer Cook. Zwei Hersteller haben bereits damit begonnen, die notwendigen Daten bereitzustellen: Biontech-Pfizer und Moderna. Sie werden in den kommenden Wochen kontinuierlich Daten zu den klinischen Tests liefern, die dann zeitnah von der EMA geprüft werden, um möglichst schnell eine Zulassung zu erhalten. Mit der Auslieferung des Impfstoffs an die EU-Mitgliedsstaaten ist einige Wochen später zu rechnen. Es ist jedoch nicht klar, ob dies im September oder Oktober sein wird.
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