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Energie Schweiz: Dank der Gasflasche müssen die Schweizer im Winter nur bis 20 Grad heizen

Veröffentlicht 11. Juli 2022, 18:21 Uhr

Durch den Krieg in der Ukraine wird Gas in Europa knapp. Dies könnte im kommenden Winter Auswirkungen auf die Branche haben. Aber auch für die gesamte Schweizer Bevölkerung.

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Die Schweiz bezieht derzeit die Hälfte ihres Gases aus Russland.

20 Minuten/Michael Scherer

Das sind sieben Prozent des Energiebedarfs der Schweiz.

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Der Zürcher Regierungsrat rät deshalb den Einwohnern, nächsten Winter einen anderen Pullover nach Hause zu bringen und sich weniger warm zu halten.

Urs Jaudas

Auch der Krieg in der Ukraine wirkt sich negativ auf die Energieversorgung aus. Gemäss Energieministerin Sommaruga (SP) und Wirtschaftsminister Guy Parmelin (SVP) ist nicht auszuschliessen, dass auch in der Schweiz im Winter eine Stromknappheit droht. Das Risiko von Stromausfällen sei «real und hoch», sagt der Verband Schweizerischer Energieunternehmen.

Auch der Direktor des Züricher Baus, Martin Neukom, nimmt die Situation sehr ernst. Aufgrund der Krise könnte die Ukraine im nächsten Winter zu wenig Gas und damit zu wenig Strom haben, so der Verwaltungsrat.

Zu Hause einen Pullover mehr, aber ein paar Grad weniger

Was können Sie dagegen tun? Der Zürcher Regierungsrat schlägt vor, dass Privathaushalte als erste Massnahme die Temperaturen in ihren Wohnungen etwas senken. Statt 23 Grad zum Beispiel auf 20 Grad. „Wenn alle Haushalte das umsetzen würden, würde das für die Masse einen Unterschied machen“, sagte Neukom dem SRF „Regionaljournal“ Zürich Schaffhausen.

Reicht diese Massnahme nicht aus, können die Kantone Gasquotengesetze für die Industrie erlassen. Privatpersonen sind laut Neukom nicht betroffen – sie sind geschützt. Branchenverbände finden diese Ungleichbehandlung abstoßend.

Das versteht zumindest der Vorstand. Denn: Wie beim Corona-Lockdown könnten Gasknappheiten dazu führen, dass Industrien praktisch stillgelegt werden müssen. »

Wer in Zukunft nicht wieder in eine ähnliche Situation geraten will, sollte jetzt mit erneuerbaren Energien vorankommen, sagt der Regierungsrat. Konkret bedeutet das: Mehr Zentralheizung und mehr Solar- und Windenergieproduktion.