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Leichtathletik-Star: Der viermalige Olympiasieger Mo Farah lebt unter falscher Identität

Veröffentlicht 12. Juli 2022, 09:27 Uhr

Der viermalige Langstrecken-Olympiasieger Mo Farah, 39, lebt seit 30 Jahren unter falscher Identität. Jetzt löscht er es in seiner Dokumentation.

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Der Brite Mo Farah hieß ursprünglich Hussein Abdi Kahin.

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Er wurde im Alter von neun Jahren unter falscher Identität nach Großbritannien gebracht.

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Der viermalige Olympiasieger muss den Verlust seiner Staatsangehörigkeit nicht befürchten.

Marc Schumacher/Frische Focus

Der britische Langstreckenläufer Mohamed Farah enthüllte erstmals in einer BBC-Dokumentation, dass er unter falschem Namen lebe. „Die Wahrheit ist, ich bin nicht der, für den Sie mich halten“, sagte der viermalige Leichtathletik-Olympiasieger von London 2012 und Rio 2016 (5.000 m bzw. 10.000 m) in Auszügen vor der Premiere der Show mit dem Titel „ Der wahre Mo Farah”.

Der 39-Jährige aus Somalia sagte, er sei als Hussein Abdi Kahin in einer Region geboren worden, die inzwischen als Somaliland weitgehend unabhängig geworden ist. Im Gegensatz zu dem, was er zuvor gesagt hat, sagte Farah, seine Eltern hätten nie in Großbritannien gelebt. Stattdessen starb sein Vater im Bürgerkrieg und er wurde von seiner Mutter getrennt. Im Alter von neun Jahren reiste er schließlich nach Großbritannien. „Ich wurde unter dem Namen eines anderen Kindes als Mohamed Farah illegal nach Großbritannien gebracht“, sagte der Spitzensportler.

„Ich könnte niemals ich selbst sein“

Er sei unter dem Namen eines anderen Kindes als Mohammed Farah illegal nach Großbritannien gebracht worden, erklärte Farah. In England zerriss die Frau seine Papiere: “Da wusste ich, dass ich in Schwierigkeiten war.”

Farah sagte, die Tatsache, dass er jetzt an die Öffentlichkeit geht, sei von seinen eigenen Kindern inspiriert worden. „Familie bedeutet mir alles und als Eltern bringt man seinen Kindern bei, ehrlich zu sein. Aber ich hatte immer das Gefühl, dieses Geheimnis zu haben, niemals ich selbst sein zu können und zu sagen, was wirklich passiert ist.” Jetzt sei es ihm wichtig, die Wahrheit sagen zu können, fuhr Farah fort.

Vom Schicksal des echten Mohamed Farah weiß der Sportler nichts. Ich hoffe, es geht mir gut, fügte er hinzu. Ein Anwalt warnt Farah in der Dokumentation davor, dass er durch die Enthüllung seine britische Staatsbürgerschaft verlieren könnte. Doch laut britischer Nachrichtenagentur PA hat das Innenministerium in London bereits angedeutet, dass er nichts zu befürchten habe.

(dpa/dma)