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Viele Mieter haben kürzlich ihre Betriebskostenabrechnung für das vergangene Jahr erhalten, teilweise mit einer saftigen Nachzahlung. Gerade jetzt, wo alles teurer wird, schmerzt der Mehrpreis. Deshalb registriert der Mieterbund Oberösterreich ein Drittel mehr Anfragen.
18.07.2022 13.09
Online ab heute, 13:09 Uhr
Viele Mieter fragen sich, warum es Mehrkosten aus dem Vorjahr gibt, da die Preissteigerungen damals noch nicht so groß waren. Aus diesem Grund hinterfragen viele, ob die Abrechnung durch den Vermieter und die Hausverwaltung korrekt erfolgt.
Der Mieterbund Oberösterreich verzeichnet ein Drittel mehr Anfragen als im Vorjahr: „Umso bemerkenswerter ist es für uns, dass die zu erwartenden Heiznebenkosten in diesen Rechnungen noch nicht enthalten sind. Sie wirken sich erst ab 2023 aus“, sagt Nicole Hager-Wildenrother, Geschäftsführerin des Mieterbundes Oberösterreich. „Wir merken, dass die Leute sehr sensibel auf die allgemeine Kostensteigerung reagieren und deshalb ihre Rechnungen prüfen lassen wollen“, sagt Hager-Wildenrotter.
Pauschalbeträge sind oft gering
Laut Mieterbund werden Betriebskostenpauschalen von Vermietern oft zu niedrig angesetzt, weshalb Nachzahlungen bei der Begleichung der Rechnung anfallen. Auch die Betriebskosten steigen, da immer mehr Gebäudetechnik gewartet werden muss, wie etwa CO2-Warngeräte in Tiefgaragen, Lüftungsanlagen oder Brandmeldeanlagen.
Erwartete Preissteigerungen aus dem Herbst geben Anlass zur Sorge
Laut Hager-Wildenrotter haben die Menschen Bedenken und Ängste, wie sie ihre Energie- und Heizkosten im Herbst und Winter ausgeben werden. „Wir haben Steigerungen von durchschnittlich 200 bis 300 Euro pro Jahr, und das trifft die Menschen jetzt mehr, weil sie wissen, dass Strom- und Heizkosten steigen“, erklärt der Obmann des Mieterbundes Oberösterreich. Auch Zuschläge von 50, 70 oder 100 Euro würden entsprechend weh tun.
Überprüfen Sie im Zweifelsfall die Rechnung
Hager-Wildenrotter weist darauf hin, dass Reparaturen nicht in die Betriebskosten des Vermieters eingerechnet werden können. Wenn die Höhe der sonstigen Ausgaben ungewöhnlich hoch ist, sollten Sie die Rechnung prüfen, rät sie.
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