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Google Pixel 6a im Test: Ein günstiges Google-Handy mit Killer-Feature

21.07.2022

Thomas Prner

Google bringt eine neue erschwingliche Version seiner aktuellen Smartphone-Reihe auf den Markt. Wir haben sie getestet.

Das Pixel 6a zeichnet sich nicht durch herausragende Hardware aus, sondern durch seine inneren Werte

Mit dem Pixel 6a bringt Google den nächsten günstigen Ableger seiner Pixel-Smartphone-Reihe auf den Markt. Es ist das erste der a-Serie, das mit dem neuen Pixel 6-Banddesign ausgestattet ist, und es ist auch das kompakteste und natürlich erschwinglichste der 6-Serie.

Das Pixel 6a ist für 459 Euro erhältlich. Ich durfte testen was man für diesen Preis bekommt.

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Aussehen und Verarbeitung

Wie eingangs erwähnt, kommt der 6a mit dem charakteristischen Banddesign der Serie 6. Auch wenn das nicht überall gut ankommt, kann ich mit dem Design leben. Pixel-Handys haben eine eindeutige Kennung und sind auf einen Blick als solche identifizierbar. Der LED-Blitz befindet sich im Band neben den Linsen.

Im Gegensatz zum regulären 6 besteht die Rückseite des 6a aus Kunststoff statt aus Glas. Leider ist es immer noch glänzend und daher ein Fingerabdruckmagnet. Der Rahmen ist jedoch aus mattem Aluminium. Das 6a sieht nicht so elegant aus, ist aber immerhin alltagstauglich.

Der Rahmen um das Display ist für meinen Geschmack etwas groß geraten. Sie beträgt oben und unten ca. 3mm und an den Seiten 2mm.Das hat einerseits den Vorteil, dass man nicht versehentlich den Rand berührt, andererseits sieht das Handy nicht so modern aus wie andere Geräte.

Mit Gehäuseabmessungen von 152,2 x 71,8 x 8,9 mm ist das Pixel 6a deutlich kleiner als das normale Pixel 6 und viel kleiner als das 6 Pro. Dank des (relativ) kleinen Korpus und den abgerundeten Kanten liegt das 6a bemerkenswert gut in der Hand. Es macht Spaß und ist sogar einigermaßen mit nur einer Hand zu bedienen. Eine Tatsache, die man von vielen aktuellen Androiden nicht behaupten kann.

Bei den Anschlüssen ist Google schon bei der A-Serie so minimalistisch wie möglich vorgegangen: Lediglich ein USB-C-Anschluss ist vorhanden, auf einen Kopfhöreranschluss muss man verzichten. Sowie ein microSD-Kartenslot.

©Thomas Prener

Display und Fingerabdrucksensor

Das OLED-Display hat eine Diagonale von 6,1 Zoll bei einer Auflösung von 1080 x 2400 Pixel. Damit ist die Pixeldichte noch höher als beim höheren 6er, der bei gleicher Auflösung bei größerer Diagonale auflöst. Dafür muss man bei 6a auf die höhere 90Hz Bildwiederholfrequenz verzichten.

Wenn man an ein Handy mit 90Hz oder mehr gewöhnt ist, fällt das wirklich auf. Das Scrollen durch die App-Schublade oder das Öffnen von Menüs ist nicht so flüssig, und die Animationen in Android 12 helfen auch nicht viel.

In Sachen Farbleistung, Schwarzwerte und Kontraste macht das 6a eine relativ gute Figur. Standardmäßig sind die Farben natürlicher und weniger rotstichig – was aber nicht unbedingt ein Nachteil sein muss.

Die maximale Helligkeit ist nicht bemerkenswert, reicht aber aus, um das Handy problemlos im Freien zu nutzen.

©Thomas Prener

Die Kamera

Pixel 6a wird mit 2 Kameras geliefert. Ein Objektiv mit normaler Brennweite für ein Mobiltelefon und ein Ultraweitwinkelobjektiv. Die Hauptkamera löst mit 12,2 Megapixel auf, die Ultrawide mit 12.

Im Gegensatz zum regulären Pixel 6 ist es ein deutlicher Schritt zurück von 50 Megapixeln auf dem Papier. In der Praxis fällt dies aber nicht auf, solange man nicht digital zoomt. Pixel 6a-Fotos sind kontrastreich und farbenfroh. Das merkt man übrigens oft erst richtig, wenn man sich die Aufnahmen auf einem anderen Bildschirm als dem des Pixels ansieht. Weil es den Bildern normalerweise nicht gerecht wird.

Auch das Pixel 6a kommt dank des Tensor-Chips mit der bereits vom Pixel 6 bekannten KI-Fotobearbeitungsfunktion. Mit dem „magischen Radiergummi“ können Sie automatisch Personen oder andere Objekte aus Aufnahmen entfernen. Betrachten Sie den Reparaturpinsel in Photoshop. Wie schon beim Pixel 6 macht das Feature Spaß und funktioniert einigermaßen gut, ist aber letztlich meist eine Spielerei. Allerdings übernimmt das 6a nicht alle KI-Features des Pixel 6. Auf ein Feature, mit dem man Fotos einen künstlichen Bewegungseffekt verpassen kann, muss man verzichten.

Die zuvor gemeldeten thermischen Probleme mit der Kamera konnte ich im Alltag selbst an den jüngsten Sommertagen nicht reproduzieren.

Beispielfoto mit Pixel 6a

©Thomas Prener

Beispielfoto mit Pixel 6a

©Thomas Prener

Innenraum, Software und Batterie

Bei der Leistung soll das Pixel 6a gegenüber dem 6er keine Einbußen hinnehmen. Das Gerät kommt mit dem exakt gleichen Tensor-Chip wie das „große“ Modell. Diese bietet genug Leistung, um alle Anwendungen verzögerungsfrei auszuführen

Natürlich wird das Pixel 6a mit Android 12 und der Pixel-Benutzeroberfläche geliefert, die dem Standard-Android sehr ähnlich ist. Bei all den Optimierungen, die andere Hersteller an Android vornehmen, zeigt sich, dass kaum etwas über den Bestand von Google hinausgeht. Das System ist schön, schnell und enthält alle wichtigen Funktionen, die man braucht. Außerdem verspricht Google 3 Jahre große Software-Updates und 5 Jahre Sicherheitsupdates für Pixel-Telefone. Außerdem sind interne Laufwerke natürlich die ersten, die mit den neuesten Versionen ausgeliefert werden.

Das Pixel 6a wird mit einem 4410-mAh-Li-Polymer-Akku geliefert. Die Betriebszeit ist in der Praxis mehr als akzeptabel. Selbst bei starker Beanspruchung hatte ich am Ende des Tages noch 40 Prozent und mehr auf dem Display. Grund für die lange Arbeitszeit ist wohl der stromsparende Tensor-Chip, der schon das Pixel 6 lange arbeiten ließ. Auch der Verzicht auf eine hohe Bildwiederholfrequenz und ein kleineres Display sparen Strom.

Es wird ein Schnellladen mit bis zu 18 W unterstützt, was halb so schnell ist wie bei den anderen Pixeln und im Allgemeinen nicht superschnell. Wenn Sie Ihr Handy nicht in einer halben Stunde vollständig aufladen müssen, ist alles in Ordnung.

©Thomas Prener

Fazit: Das Killer-Feature gewinnt

Ist das Pixel 6a ein perfektes Smartphone? nein

Ist es nur ein Durchschnitt auf vielen Ebenen? Ja

Kann ich für das 479€ teure Gerät trotzdem eine Kaufempfehlung aussprechen? Ja

Auch wenn das Design etwas moderner sein könnte und das Display keine 90Hz unterstützt: Das Pixel 6a ist ein Gerät, das alles mitbringt, was man von einem modernen Smartphone erwartet. Lässt man den Zoom außer Acht, kann die Kamera sogar mit den aktuellen Topmodellen mithalten. Außerdem kann sich die Akkulaufzeit sehen lassen.

Das eigentliche Killerfeature steckt – wie so oft bei Pixel-Phones – woanders: nämlich in der Software, schnellen Updates und dem Versprechen, das Gerät 5 Jahre lang nutzen zu können, inklusive der neusten Sicherheitsupdates.

Dieser Umstand in Kombination mit der unauffälligen, aber soliden Hardware macht das Pixel 6a zu einem idealen Gerät für alle, die derzeit…