Englands Frauen feiern mit dem EM-Pokal Bild: keystone
Die Engländerinnen vollenden ihr Sommermärchen und gewinnen ihren ersten großen Titel zu Hause. Im ausverkauften Londoner Wembley-Stadion schlugen sie im EM-Finale Rekordsieger Deutschland mit 2:1 nach Verlängerung.
31.07.2022 21:07 31.07.2022 21:28
Die Engländerinnen gingen zum zweiten Mal in Führung. Nach dem 1:1 in der 79. Minute gingen die Löwinnen in der 110. Minute mit dem ungeliebten Elfmeter in England vor Augen erneut in Führung. Die eingewechselte Chloe Kelly steckte den Ball nach einer Ecke an und ging mit viel Mühe über die Torlinie.
1:0 für England von Toone. Video: SRF
Nach der Niederlage gegen Schweden 1984 und Deutschland 2009 gewannen die englischen Frauen in ihrem dritten EM-Endspiel ihren ersten großen Titel und das erste große Fußballturnier für England seit dem Triumph der Männer bei der Weltmeisterschaft 1966 im eigenen Land. Entsprechend groß war die Begeisterung der Mehrheit der 87.192 Zuschauer im Stadion.
Das langweilige 0:1 für Deutschland
Deutschland wurde für sein starkes Turnier mit nur drei Gegentoren und großem Kampfgeist nicht belohnt. Das Team der ehemaligen Schweizer Trainerin Martina Voss-Tecklenburg meldete sich nach dem ärgerlichen 0:1 in der 62. Minute.
Magul glich für Deutschland aus Video: SRF
Der Treffer war besonders unangenehm, weil die Deutschen in diesem Moment einen anderen Spieler auf dem Platz hatten. Sie waren jedoch von Kiera Walshs langem Pass und Ella Toons kraftvollem Laufen überrascht. Toone beendete den Akt mit einem netten Kompliment.
Deutschlands Reaktion folgte, nachdem England seinen verletzten Spieler ersetzt hatte. Eine lange Druckphase der Deutschen, die ihrem neunten EM-Titel nachjagten, belohnte Bayern Münchens starke Lina Magul in der 79. Minute mit 1:1. Deutschlands Torschützenkönigin Alexandra Popp verpasste das Finale kurzfristig wegen einer Muskelverletzung.
Der Siegtreffer: Kelly schiebt den Ball über die Linie Video: SRF
Während die Engländerinnen ihren ersten großen Titel feierten, fuhr ihr Trainer zum zweiten Europameistertitel in Folge. Die Niederländerin Sarina Wiegman führte ihr Land 2017 vor der eigenen Heimat zum EM-Titel. Jetzt gelang ihm das Gleiche bei den Engländerinnen.
England – Deutschland 2:1 (1:1, 0:0) n.VWembley, London. – 87’192 Zuschauer.Tore: 62. Stimmen Sie 1-0 ab. 79. Magul 1:1. 110. Kelly 2-1. (abu/sda)
Stadien der Frauen-EM 2022 in England
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Stadien der Frauen-EM 2022 in England
Quelle: Keystone / Robert Gement
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Video: Watson
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Martina Voss-Tecklenburg steht mit Deutschland im EM-Finale gegen England. Sie führt dies auch auf Veränderungen zurück, sagen Weggefährten.
Ein bisschen Schweiz ist heute (18 Uhr) im EM-Finale zwischen England und Deutschland. Sechs Jahre lang, von 2012 bis 2018, hat Martina Voss-Tecklenburg den Schweizer Fussball geprägt und als Trainerin die Nationalmannschaft auf ein höheres Niveau geführt. 2015 spielte die Schweiz unter ihrer Führung die erste Weltmeisterschaft, 2017 die erste Europameisterschaft.
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