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Coronavirus-Blog: Die Situation Mittwoch, 3. August | NDR.de – Nachrichten

Stand: 03.08.2022 21:07

NDR.de informiert Sie in diesem Blog am Mittwoch, 3. August 2022, auch über die Folgen der Coronavirus-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg. Am Donnerstag gibt es einen neuen Blog.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Entwurf des Infektionsschutzgesetzes bleibt bestehen: Maskenpflicht im Flug- und Bahnverkehr bleibt voraussichtlich bestehen
  • Die Bundesregierung ist „zutiefst bestürzt“ über den Tod eines österreichischen Arztes
  • Aktuelle Fallzahlen im Norden: 2.839 in Schleswig-Holstein, 10.041 in Niedersachsen, 712 in Hamburg, 1.331 in Mecklenburg-Vorpommern und 771 im Land Bremen
  • RKI registrierte 87.681 Corona-Neuinfektionen – Morbidität bei 477,9

Tabellen, Grafiken und Karten von Inzidenz, geimpften und anderen Daten

21:07 Uhr

NDR.de wünscht eine gute Nacht!

Wir schließen unseren Corona-Blog für heute und bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit. Wie üblich gibt es morgen früh einen neuen Blog.

6:30 abends

Im Land Bremen wurden 771 neue Corona-Fälle gemeldet

Die Gesundheitsämter in Bremen veröffentlichten die aktuellen Corona-Zahlen: Innerhalb von 24 Stunden wurden 771 Neuinfektionen im Labor bestätigt – 685 in Bremen und 86 in Bremerhaven. Die Sieben-Tage-Inzidenz für die Stadt Bremen liegt aktuell bei 495,0 (Vortag: 475,3), für Bremerhaven bei 509,9 (Vortag: 563,6). Den Angaben zufolge wurden keine weiteren Todesfälle im Zusammenhang mit Erkrankungen durch Covid 19 registriert.

18:21 Uhr

Stralsund: Gericht verhängt Bußgelder NS-Vergleich

Das Landgericht Stralsund hat einen Mann aus Bart (Kreis Vorpommern-Rügen) wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe verurteilt. Der 66-Jährige muss 12,00 Euro zahlen, weil er die Corona-Politik mit dem NS-Regime gleichgesetzt habe, sagte ein Gerichtssprecher heute. Von Ende August bis Anfang Oktober 2021 platzierte der Mann in seinem Garten ein Plakat mit einer Foto-Text-Montage des Eingangs zum Konzentrationslager Auschwitz. Darauf war die Aufschrift „Impfen macht frei“ zu sehen. „Arbeit macht frei“ stand am Eingang des NS-Konzentrationslagers Auschwitz, wo Hunderttausende Menschen getötet wurden. Der Verurteilte soll eine aufrührerische Verbindung von Corona-Impfungen mit der Versammlung hergestellt haben. Zudem seien Schilder verfassungsfeindlicher Organisationen verwendet worden. Der Mann legte im Gerichtssaal Berufung gegen das Urteil ein.

17:41 Uhr

1.331 neue Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern haben die Behörden seit gestern 1.331 Corona-Neuinfektionen registriert. Das sind 133 Fälle weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tages-Rate der Neuinfektionen lag landesweit bei 451,6 (-12,0). Sechs weitere Todesfälle wurden registriert. Die Häufigkeit der Krankenhauseinweisungen betrug 6,1 (+0,4). 24 Infizierte müssen derzeit intensivmedizinisch behandelt werden, drei weniger als gestern. Neun davon werden beatmet.

17:36 Uhr

Weil lobt das Corona-Schutzgesetz

Der niedersächsische Ministerpräsident Stefan Weil begrüßte den Entwurf des Infektionsschutzgesetzes. Auf den ersten Blick sind auch Maßnahmen vorgesehen, auf die Niedersachsen schon lange drängt, darunter eine generelle Maskenpflicht in Innenräumen. „Ich habe mich immer dafür eingesetzt, dass die Bundesländer mit einem großen Instrumentarium auf das entsprechende Infektionsgeschehen reagieren können – da werden die Details entscheidend sein“, sagte der DSVP-Politiker heute. Daher wird die Rechnung genau geprüft.

17:01 Uhr

SH-Kliniken klagen über „existenzielle Not“

Sechs große Kliniken in Schleswig-Holstein schlagen Alarm. „Die Belastungen durch die Covid-19-Pandemie treffen die Kliniken mit voller Wucht“, sagte Roland Wentzke, Geschäftsführer des Städtischen Klinikums Kiel und Vorstandsvorsitzender des 6K-Klinikverbundes. Er spricht von einer existenziellen Notwendigkeit. Die Verschiebung des Betriebs aufgrund der entsprechenden Corona-Situation führt zu erheblichen finanziellen Einbußen und dauerhafter Personalbelastung. „Trotz der klaren Problemlage hat die Bundesregierung weder Hilfsmaßnahmen ergriffen noch Unterstützung angekündigt.“ Zur Klinikgruppe gehören auch das Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster, die Inneren Kliniken in Rendsburg und Eckernförde, das Klinikum Bad Bramstedt, das in Itzehoe und die Kliniken der Westküste in Brunsbüttel und Heide. Die Genossenschaft hat fast 12.000 Mitarbeiter.

Der Geschäftsführer der Westküstenkliniken, Martin Blumke, forderte, den im Juni ausgelaufenen Corona-Zustellzuschlag rückwirkend bis mindestens März 2023 zu verlängern. Die Tariferhöhungen müssten für alle Berufsgruppen refinanziert werden. Auch eine Inflationskompensation ist erforderlich.

VIDEO: Klinikgruppe Schleswig-Holstein in finanziellen Schwierigkeiten (1 Min.)

16:37 Uhr

Lauterbach und Buschmann sind mit der Corona-Einigung zufrieden

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Justizminister Marco Buschmann (FDP) zeigten sich erfreut über die vereinbarte Neufassung des Infektionsschutzgesetzes. Bei der heutigen Vorstellung des Projekts sprach Bushman von einer Kombination aus Maßnahmen zum Schutz der Infrastruktur, zum Schutz besonders gefährdeter Gruppen und „Verhältnismäßigkeit bei der Verletzung von Grundrechten“. Lauterbach sagte mit Blick auf den Herbst: „Wir werden viele Fälle haben“, aber nicht so tödlich wie die Delta-Variante des Coronavirus. Die Schutzmaßnahmen sollen mit einer neuen „Impfkampagne mit neuen Impfstoffen“ verknüpft werden, die ab September verfügbar sein und auch vor Infektionen mit der Omicron-Variante des Coronavirus besser schützen soll. Bushman lobte ausdrücklich, dass die Verhandlungen über das Maßnahmenpaket “kollegial, diskret und ergebnisorientiert” geführt worden seien. Die Ampelparteien würden den Stil der Koalitionsverhandlungen fortsetzen. Die Vereinbarungen wurden daher auch mit den Grünen vereinbart.

14:00 Uhr

Was das neue Infektionsschutzgesetz ab Oktober vorsieht

Die Bundesregierung hat sich auf Corona-Regeln für den Herbst geeinigt. Am 1. Oktober tritt das neue Infektionsschutzgesetz in Kraft. Die Maske bleibt ein zentrales Instrument im Kampf gegen Corona. Wer ein Krankenhaus oder eine medizinische Einrichtung betreten will, muss ab Herbst eine Maske tragen und einen negativen Corona-Test vorlegen. Ausgenommen vom Test sind Personen, die innerhalb der letzten drei Monate geimpft wurden oder eine Genesung nachweisen können. So haben es das Bundesgesundheitsministerium und das Justizministerium definiert. Die Maskenpflicht gilt weiterhin im Flugverkehr und im öffentlichen Fernverkehr.

Die Maskenpflicht im Nahverkehr – in Bussen oder der U-Bahn – ist künftig Sache der Bundesländer. Ebenso können Landesregierungen festlegen, ob im öffentlichen Raum – etwa in Geschäften oder Restaurants – wieder Masken getragen werden müssen. Auch in der Gastronomie können die Bundesländer eine Corona-Testpflicht auferlegen – mit Ausnahme von frisch Geimpften oder Erkrankten. Auch die Maskenpflicht in Schulen soll eine Entscheidung der Bundesländer sein. Schulschließungen oder sonstige Lockdowns soll es nicht mehr geben.

Die Maßnahmen gelten bis zum 7. April 2023. Danach wird das Kabinett die Vorschläge aufgreifen, dann geht es an den Bundestag. Der Bundesrat muss am 16. September zustimmen, damit die neuen Regeln vor dem Auslaufen der aktuellen Massnahmen (23. September) in Kraft treten.

Mehr Informationen

Aktuell gibt es in den Bundes- und Nordländern nur relativ wenige Corona-Beschränkungen. Das soll sich im Herbst ändern. Die Regeln auf einen Blick. Mehr ▼

13:38 Uhr

Die Bundesregierung ist „zutiefst bestürzt“ über den Tod eines österreichischen Arztes

Die Bundesregierung zeigte sich „zutiefst beunruhigt“ über den Suizid der österreichischen Ärztin Lisa-Maria Kellermayr, die von Gegnern der Corona-Maßnahmen bedroht worden war. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und der Bundesregierung sei es ein besonderes Anliegen, gemeinsam mit unseren österreichischen Freunden gegen Hass aufzustehen, sagte ein Regierungssprecher heute in Berlin. Drohungen, Gewalt und Hassreden müssen aufs Schärfste verurteilt werden, insbesondere wenn sie sich gegen medizinisches Personal und Ärzte richten. Deutsche Sicherheitsbehörden haben bei den Ermittlungen mit österreichischen Behörden kooperiert. “Digitaler Hass” im Internet bleibe zu oft ungesühnt, sagte der Sprecher. „Wir werden digitale Gewalt mit allen unseren verfassungsmäßigen Mitteln und der Härte des Rechts bekämpfen.“

13:17 Uhr

Gericht: gerichtliche Kündigung wegen möglicher Corona-Erkrankung

Die Berliner Polizei hat das Recht, eine Person, die im Verdacht steht, sich mit Corona infiziert zu haben, von einer Demonstration auszuschließen. Das entschied heute das Verwaltungsgericht Berlin. Nach Angaben des Gerichts sah sich der Kläger durch seine Verweisung aus der Polizeiwache in seiner Versammlungsfreiheit verletzt. Am 25. September 2021 war er öffentlich bei einem Treffen von Kronen-Leugnern. Nach einem anonymen Hinweis und einer Auswertung von Social-Media-Beiträgen vermutete die Polizei, dass sich der Mann einige Tage zuvor auf einer Party mit dem Coronavirus angesteckt haben könnte. Aus diesem Grund wurde er des Ortes verwiesen.

Der Verweis ist laut Verwaltungsgericht richtig und verhältnismäßig, weil die Gefahr bestehe, die anderen auf dem Platz anzustecken. Wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten wird, kann laut Gericht das Übertragungsrisiko auch im Freien ohne Verwendung von Masken in Kauf genommen werden. Außerdem wäre die Maskenpflicht für den Kläger kein milderer Rechtsbehelf, weil sie das Übertragungsrisiko nicht auf null reduzieren würde.

11:53 Uhr

Deutlich weniger innerdeutsche…