Stand: 08.04.2022 14:47
Nach dem tödlichen Zusammenstoß zwischen einer Northwestern Railway und einem Lastwagen an einem Bahnübergang in Rastede (Landkreis Amerland) suchen die Ermittler weiter nach der Unfallursache.
Warum der Lastwagen trotz des entgegenkommenden Zuges die Gleise überquerte, sei derzeit unklar, teilte die Polizei mit. Zum Unfallzeitpunkt waren die automatischen Schranken wegen einer Baustelle an der Kreuzung außer Betrieb. Daher muss der Übergang mit einem Absperrband gesichert werden, das vom Bahnpersonal über der Fahrbahn aufgehängt wird. Ob dies zum Zeitpunkt des Vorfalls der Fall war, ist Teil der Ermittlungen.
Gesicherte Arbeitsverträge
Die Beamten ermitteln in alle Richtungen, hieß es in der Mitteilung. Nach Informationen des NDR in Niedersachsen wurden Dokumente sichergestellt, darunter die Arbeitsverträge der Bahnangestellten, die den Übergang bewachen. Dies ist, um herauszufinden, was die Aufgaben des Personals sind.
Videoclips
5 Minuten
Ein Zug der North Western Railway kollidierte mit voller Geschwindigkeit mit einem Sattelauflieger. Der Lkw-Fahrer starb. 5 Minuten
Die Bahn verweist auf klare Vorgaben für Lokführer
Die Deutsche Bahn verweist auf klare Richtlinien für Autofahrer: Wenn die Schranken nicht funktionieren und das Bahnpersonal den Übergang nicht sichert, sind die Autofahrer verpflichtet, vor dem Übergang anzuhalten, zu hupen und dann den Übergang zu Fuß zu überqueren. Ob der Fahrer der North Western Railway dem nachgekommen ist, ist ebenfalls Teil der Ermittlungen. Außerdem wird untersucht, ob der verstorbene Lkw-Fahrer gesundheitliche Probleme hatte.
Die Passagiere und der Fahrer wurden nicht verletzt
Der Zug der North Western Railway rammte am Mittwoch gegen 11 Uhr mit voller Geschwindigkeit an der Kreuzung den Sattelauflieger. Der 52-jährige Lkw-Fahrer wurde aus dem Fahrzeug geschleudert. Er erlag noch am Tatort seinen schweren Verletzungen. In dem Zug waren den Angaben zufolge etwa 200 Fahrgäste unterwegs. Sie blieben – ebenso wie der Fahrer – körperlich unverletzt, hieß es in der Mitteilung. Etwa 50 Passagiere standen nach dem Vorfall unter Schock, sagte ein Feuerwehrsprecher. Notfallteams kümmerten sich um sie. Ein Priester kümmerte sich um Fahrer und Servicepersonal.
Die Bahnstrecke Rastede-Wilhelmshaven musste vorübergehend gesperrt werden. Seit Mittwochabend ist er wieder frei. Der Übergang werde wieder mit Personal und Absperrband gesichert, hieß es in der Ankündigung.
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Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 04.08.2022 | 15:00
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