Denn was für die Neuzugänge gilt, gilt auch für Ousmane Dembele und Sergi Roberto, deren Verträge verlängert wurden. Obwohl Barca einen Teil seiner Silberwaren verkaufte, erfüllte Barca immer noch nicht die Financial-Fairplay-Regeln der Liga für die Verpflichtung neuer Spieler. Zu diesem Zweck wird es notwendig sein, die Schulden zu reduzieren oder die Höhe der Löhne zu reduzieren.
Doch am Freitagnachmittag gab es wieder gute Nachrichten: Der Klub kündigte an, 25 Prozent seiner Barca-Studios für 100 Millionen Euro an Orpheus Media zu verkaufen. Wie das Fachmagazin Mundo Deportivo berichtet, ist die Vereinsführung besorgt über die Verzögerung. Der geplante Verkauf der Produktionsfirma an ein anderes Unternehmen scheiterte offenbar an rechtlichen und administrativen Problemen.
Der FC Barcelona gibt den Verkauf von 24,5 % der Barça Studios für 100 Millionen Euro an Orpheus Media bekannt. Dieser Verkauf wird dazu dienen, das Wachstum der Digital-, NFT- und Web3-Strategie von Club zu beschleunigen.
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– FC Barcelona (@FCBarcelona) 12. August 2022
Riskantes Spiel von Laporta und Co.
Der 26-malige spanische Meister, der seinen Weltstar Lionel Messi vor ziemlich genau einem Jahr ablösefrei an Paris Saint-Germain verlor, hatte bereits Einnahmen durch Verkäufe außerhalb des Transfermarktes erzielt. Rund 24,5 % der Merchandising-Anteile wurden verkauft, ebenso 25 % der Fernsehrechte für 25 Jahre für 517 Millionen Euro.
Präsident Laporta versucht offenbar, mit solchen gezielten Einnahmen den Schuldenberg von 1,35 Milliarden Euro schnell abzubauen, um mit Neuanschaffungen von 153 Millionen Euro und den erwarteten Erfolgen Einnahmen zu erwirtschaften – ein riskantes Spiel, wie man nun an den fehlenden Genehmigungen dafür sieht Spieler.
APA/AFP/Pau Barrena Barcelona-Präsident Laporta spielt ein riskantes Spiel
Vor allem, wenn die aktuelle Transferzeit nur 20 Millionen Euro einbrachte und die sportlichen Erfolge zuletzt eher mäßig waren. In der Liga war man unter David Alaba noch Zweiter hinter Meister Real Madrid, in der Champions League schied man aber erstmals seit 21 Jahren in der Gruppenphase aus und nach dem Einzug in die Europa League im Viertelfinale gegen den späteren Sieger Eintracht Frankfurt.
Im Frühjahr ging es unter Trainer Xavi allerdings schon nach oben, nun will man noch einen Gang höher schalten. Es wird erwartet, dass Torhüter Lewandowski das Team zu neuen Torerfolgen führt, aber die Polen haben sich mit Rafinha von Leeds United zusammengetan. Mittelfeldspieler Kesi kommt vom AC Mailand, während Kunde von Sevilla und der ehemalige Chelsea-Spieler Christensen die Abwehrreihe verstärken sollen.
Das Beispiel von de Jong
Andere Spieler sind dagegen nur bedingt erwünscht: Denn was gerade beim FC Barcelona passiert, lässt sich am besten am Beispiel von Frenkie de Jong veranschaulichen. Im Fall des Spielers der holländischen Mannschaft liefern sich beide Seiten einen schlammigen Kampf. Barca ist mit seiner Leistung nicht zufrieden und will ihn für so viel Geld wie möglich verkaufen oder sein Gehalt kürzen. Beides lehnte der Mittelfeldspieler bisher ab. Fans griffen ihn sogar auf der Straße an.
Der Profi, der gegen den Willen seines Klubs bleiben will, wirft dem Klub „Erpressung“ und „Schmutzkampagne“ vor, berichteten Medien unter Berufung auf de Jongs Umfeld.
APA/AFP/Pau Barrena De Jong ist offenbar bereits Gegenstand einer Menschenmenge auf offener Straße
Die Nervosität ist eindeutig hoch – nicht nur bei Barca. Die Liga befürchtet, dass die Verantwortlichen die notwendigen Anmeldeunterlagen erst am Samstag vorlegen werden. Dann müssen Entscheidungen von großer Bedeutung getroffen werden, ohne genügend Zeit zu haben, sie zu überprüfen, so “Mundo Deportivo”.
Tag der doppelten Frist
Einziger Trost für die Katalanen: Im ersten Ligaspiel am Samstag im Camp Nou (21 Uhr) gegen Madrids Rayo Vallecano könnte es notfalls ohne die Topstars gehen. Sollte die Anmeldung jedoch bis zum Ende des Sommer-Transferfensters, das in Spanien am 1. September endet, nicht abgeschlossen sein, können Lewandowski und Co zumindest bis zum Winter-Transferfenster nicht eingesetzt werden.
Liga, erste Runde
Freitag, 12. August: Osasuna FC Sevilla 21:00 Uhr Samstag, 13. August: Celta Vigo Espanyol Barcelona 17:00 Uhr Real Valladolid Villarreal 19:00 Uhr FC Barcelona Rayo Vallecano 21:00 Uhr Sonntag, 14. August: Cádiz Real Sociedad 17:30 Uhr Valencia Girona 19:30 Uhr Almeria Real Madrid 22.00 Uhr Montag, 15. August: Bilbao Mallorca 5.30 Uhr Getafe Atletico Madrid 19.30 Uhr Betis Sevilla Elche 21.30 Uhr
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