In Kasachstan hat der frühere Präsident Nursultan Nasarbajew gestern die größte Moschee Zentralasiens eröffnet. In dem fast 90 Meter hohen, kuppelförmigen Sakralbau in der Hauptstadt Nur-Sultan können laut kasachischen Staatsmedien 35.000 Menschen, darunter 5.000 Frauen, beten.
Reuters/Turar Kazangapov
Zudem biete die Moschee in ihrem Außenbereich Platz für weitere 200.000 Gläubige, hieß es in der Mitteilung. Damit gehört sie zu den zehn größten Moscheen der Welt.
70 Prozent bekennen sich zum Islam
Die „Hauptmoschee der Republik“ wurde auf Initiative Nasarbajews errichtet. Den Grundstein der Kirche legte er selbst im März 2019, einen Tag bevor er nach 30 Jahren an der Spitze der ehemaligen Sowjetrepublik als Staatsoberhaupt zurücktrat. In Kasachstan bekennen sich etwa 70 Prozent der Bevölkerung zum Islam.
In dem autoritären Land gilt Religion offiziell als Privatsache. Die Führung des Vielvölkerstaates versucht jedoch seit Jahren, eine nationale Identität zu formen, die den Islam einschließt.
Kosten und Zahler sind unbekannt
Für den Bau wurden keine öffentlichen Mittel ausgegeben. Was der Bau der 68.000 Quadratmeter großen Kirche gekostet und wer sie bezahlt hat, ist nicht bekannt. Es wurde auf einer Fläche von zehn Hektar im südlichen Teil der Hauptstadt errichtet.
Die Kuppel der Moschee habe einen Durchmesser von 62 Metern, die Minarette seien 130 Meter hoch, hieß es in der Mitteilung. Die zwölf Meter hohe Eingangstür aus afrikanischem Iroko-Holz ist eine der höchsten Holztüren der Welt.
Im Inneren befinden sich neben den Gebetsräumen unter anderem ein Konferenzraum, ein Koran-Lesezimmer, ein Fernsehstudio und ein Museum. Im Untergeschoss gibt es einen Bankettsaal, eine Lobby und eine Tiefgarage.
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