Religion
Das Bistum Graz-Zeckau verzeichnete im vergangenen Jahr zum zweiten Mal in seiner Geschichte ein leichtes Minus. Dies ist das Guthaben, das jetzt verfügbar ist. Sie möchten reagieren und mit dem Sparen beginnen. Nichts ist davon ausgenommen, den Kirchenbeitrag zum Verkauf der Kirche zu erhöhen.
14.08.2022 17:35 Uhr
Ab heute, 17:35 Uhr online
15 Millionen Euro will das Bistum bis 2030 einsparen. Das letzte Defizit in der Bilanz beträgt 800.000 Euro, bei Gesamtkosten von 114 Millionen Euro keine große Summe, aber langfristig ein Problem. Der Kostendruck ist hoch. Denn auch wenn die Zahl der Kirchgänger nach zwei Jahren Corona leicht gestiegen ist und damit auch die Einnahmen aus der Sonntagssammlung, ist man laut Diözese Graz-Zeckau nach eigenen Angaben noch weit vom Vor-Corona-Niveau entfernt. Jetzt wollen Sie jedes Jahr anderthalb Millionen Euro sparen.
Kirchen werden nicht verkauft, können aber geteilt werden
Rund 2.000 Gebäude – Kirchen, Pfarrämter und viele andere – sollen reduziert werden. „Es stellt sich die Frage, ob wir diese Anzahl von Gebäuden langfristig aufrechterhalten können oder ob Bedarf besteht.“ Hier versuchen wir immer, mit der betroffenen Pfarrgemeinde, mit der Bevölkerung eine Lösung zu finden, wenn es eine Situation gibt, in der ein Gebäude in seiner jetzigen Form nicht mehr benötigt wird. Was die Kirchen betrifft, so ist es definitiv kein Problem, die Kirchen zu verkaufen. Aber es gibt die ein oder andere Überlegung, wo es auch aus ökumenischer Sicht wichtig ist, anderen christlichen Religionsgemeinschaften in der Steiermark eine Heimat zu bieten.
Nicht mit Personal nachfüllen
Die Mitarbeiterzahl von rund 1.500 solle nach Möglichkeit reduziert werden, sagt Andreas Ekhart, Wirtschaftsdirektor der Diözese Graz-Zeckau. Dies geschieht laut Ehardt durch natürliche Fluktuation, Pensionierungen und unbesetzte Stellen. Wenn es nicht funktioniert, müssen Sie überlegen, ob Sie die eine oder andere Leistung oder das Angebot reduzieren sollten.
Kirchenbeiträge: Eine Erhöhung ist nicht ausgeschlossen
Sie wollen auch nicht ausschließen, dass es zu einer Erhöhung der Kirchenbeiträge kommen könnte. „Die Kirchenbeiträge sollten immer mindestens so weit steigen, dass die Inflation angemessen kompensiert wird. Hier sind wir generell immer unter der Inflationsrate geblieben. Dies werden wir auch weiterhin versuchen. Aber ohne strukturelle Veränderungen geht es nicht.” Generell ist das aber eine heikle Angelegenheit, denn im Moment sieht man sich mit Gläubigern konfrontiert, die eine Reduzierung des Kirchenbeitrags wollen.
Der Druck zum Sparen dürfte zunehmen. Die Zahl der Gläubigen geht zurück, und in der nächsten Bilanz wird sich die Inflation und damit die diversen Ausgabensteigerungen für die Diözese voll niederschlagen.
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