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Der MacBook-Hersteller sollte Prämien zahlen und weniger verdienen

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Auch in China können Unternehmen ihre Mitarbeiter nicht ohne Folgen auf unbestimmte Zeit unter schlechten Bedingungen arbeiten lassen. Im Fall von Quanta Computer wirken sie sich nun bilanziell aus: Der MacBook-Hersteller hat Mitarbeiter eines seiner größten Werke wegen Corona in eine Art Geiselhaft geschickt – was den Umsatz begrüßt hat.

Apple-Kunden haben die Auswirkungen der weitreichenden Lockdowns in China nur indirekt, nämlich in Form längerer Lieferzeiten, zu spüren bekommen. Dies machte sich vor allem bei der Bestellung neuer Macs bemerkbar, mit teilweise monatelangen Lieferzeiten. Grund dafür war, dass viele Fabriken auf dem chinesischen Festland wegen der unbarmherzigen Corona-Politik der chinesischen Behörden wochenlang stillstanden.

Quanta Computer, der wichtigste MacBook-Hersteller, war von den Maßnahmen besonders hart betroffen. Seine wichtigste Fabrik steht in Shanghai, wo lange nicht mehr produziert werden konnte.

Quanta muss hohe Boni zahlen und verdient weniger

Als die Produktion wieder anlaufen konnte, bestanden die Behörden auf absurd strengen Eindämmungsmaßnahmen. Quanta und andere Hersteller reagierten mit sogenannten Closed-Loop-Arbeitsplänen. Im Klartext: Die Mitarbeiter durften das Werk nicht verlassen, sondern mussten in den Schlafquartieren auf dem Gelände übernachten. Teilweise wurde ihnen auch in den Pausen der Zugang zu Toiletten verwehrt.

Die Folge seien gewalttätige Unruhen in den Fabriken von Quanta gewesen, berichtete Apfelpage.de. Um neue Mitarbeiter einzustellen und den Rest zu halten, musste Quanta erhebliche Vorkehrungen treffen, berichtete Bloomberg. Sie flossen in Prämien für verbleibende Mitarbeiter und auch für Neueinstellungen.

Gleichzeitig erhöht der Closed-Loop-Betrieb die Kosten und verringert die Rentabilität. Infolgedessen brachen die Gewinne von Quanta im letzten Quartal um bis zu 50 % ein. Die Lieferzeiten für Macs sind teilweise noch lang, erholen sich aber jetzt merklich.

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