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Kontroverse um Maskenpflicht bei Regierungsflug nach Kanada

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Kontroverse um Maskenpflicht bei Regierungsflug nach Kanada

Stand: 07:00 | Lesezeit: 3 Minuten

Keine Maskenpflicht für Flug in Kanada von Scholz und Habeck

Während der Kanada-Reise von Bundeskanzler Olaf Scholz und Vizekanzler Robert Habeck stießen Aufnahmen aus dem Regierungsflugzeug auf Kritik. Habeck und viele Journalisten sind trotz Maskenpflicht auf deutschen Flügen ohne Maske zu sehen.

Auf Flügen von und nach Deutschland besteht eigentlich Maskenpflicht. Doch auf dem Regierungsflug nach Kanada reisten Politiker, Wirtschaftsvertreter und Journalisten ohne Gesichts- und Nasenbedeckung. Kritik regnete sofort. Ein Regierungssprecher weist auf eine Ausnahme hin.

Doppelmoral oder begründete Ausnahme? Bei der Kanada-Reise von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Vizekanzler Robert Habek (Grüne) lösten Aufnahmen aus dem Regierungsflugzeug Kritik aus. Habek und zahlreiche Journalisten sind ohne Maske zu sehen.

Das verstoße laut Bundesregierung nicht gegen die Corona-Regeln im Flugverkehr. Demnach können nur diejenigen, die während des Transports eine FFP2-Maske oder eine medizinische Maske tragen, den Lufttransport nutzen. So steht es in Paragraf 28b des Infektionsschutzgesetzes.

Auf WELT-Nachfrage verwies ein Regierungssprecher auf eine Ausnahme: „Auf Flügen der Luftwaffe besteht keine Maskenpflicht. Alle Reiseteilnehmer müssen vor Reiseantritt einen aktuellen negativen PCR-Test vorlegen. Das gewährleistet ein hohes Schutzniveau.“ Eine Frage nach der Rechtsgrundlage dieser Ausnahme konnte am späten Montagabend zunächst nicht beantwortet werden.

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Am Sonntag befanden sich mehr als 80 Passagiere, darunter 25 Medienvertreter, an Bord eines Airbus A340 der Luftwaffe auf einem Flug von Berlin nach Montreal, Kanada. ARD-Fotos und -Video zeigen Wirtschaftsminister Habek und Journalisten ohne Mund-Nasen-Schutz dicht beieinander. Voraussetzung für die Mitreise ist ein negativer PCR-Test, der zum Zeitpunkt der Abreise nicht älter als 24 Stunden war.

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Kritik von Armin Lachette: „Unsinn, aber gültige Gesetze“

Der frühere CDU-Vorsitzende Armin Laschet schrieb am Montag auf Twitter, Journalisten und Regierungsmitglieder würden „(sinnlose, aber durchsetzbare) Gesetze ignorieren“. Im Oktober 2020, als er damals Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen war, wurde er für ein Foto kritisiert, das ihn ohne Maske im Flugzeug zeigt. Ein Sprecher sagte damals, Lachette habe die Maske nur kurz zum Essen und Trinken gemäß AHA-Regeln und Airline-Vorgaben abgenommen.

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Der stellvertretende Chefredakteur von The Pioneer, Gordon Repinski, schrieb auf Twitter, dass er das Risiko einer Infektion während des Fluges als minimal betrachte, bevor alle Passagiere PCR-Tests unterzogen würden. “Sieht es immer noch blöd aus, wenn solche Fotos öffentlich werden?” Gesamt. Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, wie ein Flickenteppich von Regeln nur Vertrauen zerstört.

Auch die Lufthansa meldete sich in einem Twitter-Thread zu Wort: „Ein negativer PCR-Test befreit nicht vom Tragen einer Maske“, heißt es auf dem Account der Airline, an der sich die Bundesregierung seit der Corona-Pandemie beteiligt. Und der ehemalige Vorsitzende der Berliner AfD-Bundestagsfraktion, Georg Pazderski, kritisierte auf Twitter: „Warum müssen eigentlich alle Passagiere, die von, nach und nach Deutschland fliegen, eine Maske tragen, Marie-Antoinette Habeck aber nicht?“

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Für Flugzeuge – wie auch für Fernzüge – gilt auch nach dem Ende vieler anderer Corona-Regeln weiterhin eine bundesweite Maskenpflicht für Passagiere und Personal. Ausgenommen von dieser Verpflichtung sind Kinder unter sechs Jahren. Sie dürfen die Maske nur beim Essen und Trinken abnehmen.

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