Gepostet am 24. August 2022, 22:47 Uhr
Übermäßige und unsachgemäße Pflege: Diese 5 Eingriffe beim Frauenarzt sind unnötig
Antibiotika schlucken, sobald Sie Symptome einer Blasenentzündung haben? Dies sollten Sie vermeiden. Aber auch vier weitere gynäkologische Maßnahmen halten Experten für unnötig.
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Es werden immer mehr Behandlungen und Forschungen durchgeführt, die den Patienten mehr schaden als nützen.
Die Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG) spricht fünf Empfehlungen aus.
Unter anderem werden jährliche Pap-Abstriche im Rahmen der regelmäßigen gynäkologischen Untersuchungen nicht mehr empfohlen.
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Es gibt Behandlungen und Tests, die den Patienten keinen Mehrwert bieten.
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In der Gynäkologie und Geburtshilfe gehört beispielsweise der jährliche Pap-Abstrich dazu.
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Frauen sollten auch bestimmte chirurgische Eingriffe vermeiden.
Denn wer unterzieht sich schon gerne unnötigen medizinischen Behandlungen? Dennoch gibt es laut dem gemeinnützigen Verein Smarter Medicine – Wise Choice Switzerland mehrere Behandlungen und Tests, die keinen Mehrwert für Patienten bieten. Im Bereich der Gynäkologie hat die Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe bereits fünf medizinische Massnahmen aufgelistet, die in der Regel unnötig sind – oder sogar schädlich sein können.
Top 1 und 2
Die Autoren der Top-5-Liste raten Frauen bei einer unkomplizierten Blasenentzündung und zufälligen Bakterien im Urin von einer routinemäßigen Antibiotika-Einnahme ab. Es ist seit langem bekannt, dass je mehr Antibiotika eingesetzt werden, desto wahrscheinlicher ist die Entwicklung von Resistenzen. Die Fachgesellschaft mahnt, Antibiotika mit Bedacht einzusetzen, damit ihre Wirksamkeit langfristig erhalten bleibt und bakterielle Infektionen auch in Zukunft zuverlässig behandelt werden können. 50 bis 70 Prozent der unkomplizierten Blasenentzündungen heilen von selbst ab, und nur selten – etwa ein bis drei Prozent – werden sie durch eine unbehandelte Blasenentzündung, eine Niereninfektion, verursacht.
Auf der Liste der zu vermeidenden Behandlungen stehen auch jährliche Pap-Abstriche im Rahmen der regelmäßigen gynäkologischen Untersuchungen. Jüngste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass im Alter zwischen 21 und 70 Jahren ein dreijähriger Abstand zwischen Pap-Abstrichen für Gebärmutterhalskrebs optimal ist. Mögliche Folgen einer übermäßigen Behandlung können psychischer Stress, vaginale Blutungen, Infektionen und sogar ein ungünstiger Schwangerschaftsverlauf sein.
Top 3 bis 5
Ebenfalls auf der Liste stehen Routine-Hormontests bei Wechseljahresbeschwerden sowie ungerechtfertigte Behandlung von Myomen oder Hysterektomie aufgrund von Myomen und chirurgische Entfernung harmloser Ovarialzysten ohne akute Symptome.
Der Verein „Smarter Medicine – Wise Choice Switzerland“ folgt dem Grundsatz, dass eine Behandlung nur angewendet werden sollte, wenn sie tatsächlich zur Gesundheit und zum Wohlbefinden des Patienten beiträgt.
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