Die Idee einer europaweit einzigartigen Gassteuer sorgte für Empörung. Das will der Wirtschaftsminister nun prüfen – und anderen die Schuld geben.
Zum politischen Phänomen Robert Habeck gehört es, dass er offen ausspricht, was ihm widerfährt. „Mir geht es nicht gut, das muss man einfach sagen“, analysierte die grüne Wirtschaftsministerin am Donnerstagabend bei einem Auftritt im westdeutschen Münster die Situation.
Der Kanzler der Herzen, das Kommunikationsgenie, der einfache Politiker – monatelang schien es, als sei der 52-Jährige der Einzige in Deutschland, der verstanden habe, was die Bevölkerung in der schwersten Krise der letzten Jahrzehnte brauchte. Der Vizekanzler ist beliebter als jedes andere Regierungsmitglied, sein schnörkelloser Stil glänzte über die Landesgrenzen hinaus und wurde auch von der österreichischen Politikkritik gelobt. Jetzt muss Robert Habeck zeigen, wie er mit seinem ersten schweren Patzer umgeht.
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