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Streik der Piloten: Der Lufthansa-Streik hat begonnen

Stand: 09.02.2022 07:25

Ab Mitternacht geht der Streik der Lufthansa-Piloten weiter. Mehr als 800 Flüge wurden gestrichen. Fahrgäste sollten in Züge oder am Wochenende umsteigen.

Lufthansa-Piloten traten in einen eintägigen Streik. Die Fahrt begann offiziell eine Minute nach Mitternacht, die ersten planmäßigen Verbindungen in Frankfurt am Main und München wurden in den Morgenstunden gestrichen.

Die Fluggesellschaft hat fast das gesamte Hauptlinienprogramm gestrichen. Etwa 130.000 Passagiere von über 800 Flügen sind betroffen. Am Donnerstag mussten laut Lufthansa einige Flüge gestrichen werden.

Die Passagiere werden gebeten, nicht zu den Flughäfen zu kommen, sondern an einem anderen Tag in Züge oder Flüge umzusteigen. Im Falle einer Stornierung oder erheblichen Verspätung haben Sie Anspruch auf eine Rückerstattung und möglicherweise Entschädigungszahlungen. Wenn in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland das letzte Ferienwochenende beginnt, sind auch viele Familien mit schulpflichtigen Kindern betroffen.

Tochterunternehmen müssen fliegen

Nach Angaben der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit streiken nur die Abflüge der Mutterkonzerne Lufthansa und Lufthansa Cargo von deutschen Flughäfen. Die Töchter Eurowings, Lufthansa Cityline und Eurowings Discover sind von der Einladung nicht betroffen und sollen planmäßig fliegen.

Gleiches gilt für die Auslandstöchter der Lufthansa wie Swiss, Austrian oder Brüssel. Lufthansa-Flüge von Abflugorten außerhalb Deutschlands werden ebenfalls durchgeführt, sofern sich Flugzeuge und Besatzungen bereits im Ausland befinden.

Auch am Wochenende kann es laut Lufthansa vereinzelt zu Ausfällen und Verspätungen kommen. Fluggäste werden gebeten, sich unter www.lufthansa.com zu informieren.

Heiko Neumann, HR, zum Streik der Lufthansa-Piloten

Morning Magazine, 2. September 2022

Die Gewerkschaft fordert ein besseres Angebot

Der Verband Cockpit (VC) sieht die Verhandlungen über höhere Löhne als gescheitert an. „Um Arbeitskämpfe zu vermeiden, muss Lufthansa ein deutlich verbessertes Angebot präsentieren“, sagte VC-Tarifchef Marcel Grohls. Offizieller Grund für die Proteste sind aus Sicht der Gewerkschaften die gescheiterten Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag. Der VC fordert 5,5 % mehr Lohn im laufenden Jahr und einen automatischen Inflationsausgleich ab dem nächsten Jahr.

Selbst eine Sondierungsrunde hinter verschlossenen Türen und ein verbessertes Angebot des Unternehmens in der vergangenen Woche brachten keinen Durchbruch.

Das Unternehmen kritisierte den Streikaufruf der Pilotengewerkschaft. „Wir haben absolut kein Verständnis für den Streikaufruf der VC“, sagte Personalvorstand Michael Nigemann am Donnerstag. „Das Arbeitgeberland hat einen sehr guten und sozial ausgewogenen Vorschlag gemacht – trotz der anhaltenden Folgen der Corona-Krise und der unsicheren Aussichten für die Weltwirtschaft.“

Lufthansa-Streik am Frankfurter Flughafen

Lars Hoffmann, HR, 2.9.2022 7:19 Uhr