Energiekrise in Deutschland
Grünen-Chef Lang schließt den Weiterbetrieb der deutschen Atomkraftwerke aus
Stand: 10:04 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
So sollen die Deutschen künftig entlastet werden
Bei einem nächtlichen Treffen einigte sich die Ampelregierung auf ein neues Paket, um die Menschen angesichts steigender Preise zu unterstützen. Die Kanzlerin betonte: “Deutschland steht zusammen.”
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Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat angesichts der Energiekrise entschieden, dass zwei deutsche Atomkraftwerke in Bereitschaft bleiben sollen. Grünen-Chefin Ricarda Lang steht klar zur Atomkraft.
Grünen-Chefin Ricarda Lang hat trotz der Entscheidung von Wirtschaftsminister Robert Habeck, zwei deutsche Kernkraftwerke im Bereitschaftsbetrieb zu halten, eine weitere Nutzung der Atomkraft in Deutschland ausgeschlossen. „Es wird keine Verlängerung der Lebensdauer geben, keine neuen Brennstäbe. Wir stehen hinter dem Atomausstieg“, sagte Lang der Süddeutschen Zeitung.
Habeks Entscheidung sei „logisch“ gewesen, da in einem Stresstest für die kommenden Monate das Risiko von stündlichen Stromausfällen festgestellt worden sei. „In dieser Situation wäre es falsch, nicht auf Nummer sicher zu gehen und einfach zu hoffen, dass die genannten Szenarien nicht eintreten“, sagte Lang. Allerdings hat sich Deutschland aus gutem Grund für den Ausstieg aus der „risikoreichen Atomkraft“ entschieden. Deshalb, so Lang, „wäre es auch falsch, Atomkraftwerke weiter zu betreiben, wenn es nicht sein muss“.
Grüne Jugend sieht Verbesserungsbedarf
Beim geplanten Hilfspaket sieht die grüne Jugend noch Luft nach oben. Mit den neuen Maßnahmen würden die Lücken im alten Paket geschlossen, sagte die Co-Vorsitzende der Jugendgrünen-Organisation Sara-Lee Heinrich dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Dass trotz der Blockadehaltung der FDP ein so umfassendes Paket durchgesetzt werden konnte, liegt daran, dass der gesellschaftliche Druck groß ist. Aber: „Wenn man genauer hinschaut, erkennt man, dass die Maßnahmen sehr komplex sind. Ab dem 1. Oktober kommt der Gaszuschlag als zusätzliche Belastung hinzu, aber es kann Monate dauern, bis weitere Erleichterungen eintreffen.“ Heinrich forderte: „Jetzt brauchen wir eine echte Rettungsaktion für die Menschen!“
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Nötig seien jetzt strukturelle Maßnahmen, die auch in Zukunft wirken, sonst müsse in wenigen Wochen das nächste Hilfspaket geschnürt werden, sagte Heinrich. Das Entscheidungspapier enthält Ansätze für ein echtes soziales Sicherungsnetz, wie die Beseitigung von Übergewinnen und die Deckelung des Grundstrombedarfs. „Aber die großen Zusatzbelastungen treten beim Erhitzen auf“, sagt Heinrich. „Die Gaspreisobergrenze sollte sich in der Kommission nicht verschlechtern. Wir brauchen ihn diesen Herbst!“
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Deutsche Wirtschaftspolitik
Der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Ottmar Edenhofer, moniert in der Rheinischen Post: „Das Hilfspaket der Bundesregierung bereitet Deutschland nicht ausreichend auf die kommende winterliche Gaspreiskrise vor. Wir mussten schnell Anreize zum Gassparen schaffen und gleichzeitig diejenigen entlasten, die von der Gaspreisentwicklung besonders betroffen sind.
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