Veröffentlicht6. September 2022, 17:13 Uhr
Winterthur: Mann geschlagen und angezündet – erste Hinweise bei der Polizei eingegangen
Sicherheitschefin Catherine Comet ist schockiert über die entsetzliche Tat in Winterthur. Der Polizei liegen bereits erste Hinweise zu den mutmaßlichen Tätern vor.
aus
Lyn Sachs
Monira Djurdjević
In Winterthur ist am späten Samstagabend ein Mann von einer Gruppe geschlagen und angezündet worden. Der 31-jährige A.A. war vor Ort und half dem Opfer.
Video: 20 Minuten/ase/jas
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Ein Mann hat am Samstag in Winterthur versehentlich ein Gruppenmitglied in einem Bus angefahren.
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Die Gruppe forderte den 32-Jährigen dann auf, herauszukommen und ihn zu schlagen.
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“Das ist eine schreckliche Tat. Meine Gedanken sind beim Opfer und seiner Familie“, sagte Stadträtin Catherine Cometa.
In Winterthur wurde ein 32-jähriger Mann von einer Gruppe geschlagen und angezündet, nachdem er im Bus versehentlich ein Mitglied der Gruppe angefahren hatte. Das Opfer hat Prellungen und Brandwunden. Stadträtin Catherine Kometa ist schockiert: „Das ist eine schreckliche Tat. Meine Gedanken sind bei dem Opfer und seiner Familie. Ich kann mir keinen solchen Vorfall vorstellen“, sagt der Leiter der Abteilung Sicherheit und Umwelt. Eine weitere Stellungnahme zu dem Fall ist nicht möglich.
Grundsätzlich sagt Comet, dass die Kinderkriminalität in Winterthur wie in der ganzen Schweiz zunimmt. Dies basiert oft auf gebildeten Gruppen. «Organisierte Banden sind in Winterthur nicht bekannt.» Die Stadt will Gewaltprävention weiter vorantreiben und die Früherkennung solcher Gewaltmuster verbessern.
Laut Stadtbus Winterthur sind alle Stadtbusse mit Videokameras ausgestattet. Die Videoaufzeichnung des Vorfalls wurde der Staatsanwaltschaft übergeben. Eine Sprecherin der Kantonspolizei Zürich bestätigte auf Nachfrage, dass bereits einige Informationen eingegangen seien. Nach heutigem Kenntnisstand wird von jungen Erwachsenen ausgegangen. Derzeit sucht die Polizei noch nach den Tätern.
Brennbare Flüssigkeit wird versprüht
Ein 32-jähriger Mann ist am späten Samstagabend in einem Bus in Winterthur versehentlich mit einem Mitglied einer Gruppe zusammengestoßen, teilte die Kantonspolizei Zürich am Montag mit. Anschließend drängte die Gruppe den 32-Jährigen zum Aussteigen an der Haltestelle Vaser und schlug auf ihn ein. Außerdem spritzt einer aus der Gruppe Brandflüssigkeit und zündet sie an. Laut einer Sprecherin erlitt das Opfer leichte Verletzungen.
Die genauen Umstände der Tat sind unklar, die Ermittlungen dauern an. Personen mit Hinweisen zum Vorfall und/oder den Tätern werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 058 648 48 48 an die Kantonspolizei Zürich zu wenden.
Jugendgewalt nimmt im Kanton Zürich weiter zu
Jugendliche im Kanton Zürich sind mehr Gewalt ausgesetzt und wenden sie häufiger an. Das geht aus den Ergebnissen einer am Dienstag vorgestellten Studie hervor. Laut einem Bericht des Koordinierungskreises Jugendgewalt ist der Anstieg besonders deutlich in den Bereichen Raub und Erpressung mit Gewaltandrohung und sexueller Übergriffe. Sexuelle Belästigung hat auch in Schulen zugenommen, ebenso wie Mobbing in sozialen Medien. Detaillierte Analysen der Jugendviktimisierung zeigen zudem, dass sich Gewalt in den öffentlichen Raum verlagert hat. Immer häufiger wird über Gewalttaten von Unbekannten gesprochen. Auch rassistisch oder religiös motivierte Gewalttaten und Konflikte zwischen Gruppen haben zugenommen. Entsprechend berichten Jugendliche von erhöhten Unsicherheitsgefühlen. Die Umfrage wurde mit 4.400 jungen Menschen im Alter von 13 bis 19 Jahren von Mai bis Juli 2021 durchgeführt.
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Am Samstag kam es an der Bushaltestelle Vaser zu einem körperlichen Kampf.
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Ein Mann wurde von einer Gruppe geschlagen und angezündet.
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Dirk Bayer, Leiter des Instituts für Kriminalität und Kriminalprävention an der ZHAW, ist kein solcher Fall bekannt.
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