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Land Steiermark startet Energiesparoffensive – steiermark.ORF.at

Politik

Das Land Steiermark startet eine Energiesparoffensive, um zu zeigen, wie Energieeinsparungen von 10 bis 15 Prozent zu Hause erreicht werden können. Das Budget für die Energieberatung wurde um 60 Prozent erhöht – von 1,3 auf 2,1 Millionen Euro.

19.09.2022 12:39 Uhr

Online ab heute, 12.39 Uhr

Strom-, Gas- und Heizölpreise sind in den vergangenen Monaten explodiert: Klimaprämien oder Strompreisobergrenzen sollen das Schlimmste abmildern. Aber auch alle Steirerinnen und Steirer, vom Kindergartenkind bis zum Rentner, müssten Energie sparen, sagt Landesrätin Ursula Lackner: „Die Steiermark hat im Frühjahr den Steiermark-Bonus gegeben.“ Aber jetzt geht es darum, dass wir die Menschen dazu anregen wollen, das entsprechende Energiesparpotenzial zu heben, das auch in Haushalten und in unseren Gewohnheiten und im Alltag leicht zu heben ist.“

Tipps zum Energiesparen

Es wird ein Heft mit zehn Energiespartipps herausgegeben. Sie sind auch online verfügbar. Anhand aktueller Strompreise wird berechnet, was zur Entkalkung des Warmwasserboilers getan werden kann, wie viel mit neuen Geräten oder mit niedriger Raumtemperatur gespart werden kann.

„Denken Sie nur an die vielen Standby-Geräte, die es gibt. Die Lichter funkeln und leuchten die ganze Nacht und den ganzen Tag. In einigen Fällen ist es nicht zwingend erforderlich. Das ist genau der Punkt. Mit einer Energieberatung finden Sie ganz einfach Potenziale. Wenn es darum geht, zehn Prozent Energie und mehr einzusparen, dann haben wir hier im Land viel erreicht“, sagt Landesrat Johan Seitinger.

Auf wachsende Nachfrage vorbereitet

Jetzt gilt es zu handeln, betont Silvia Matelic von der Styrian Energy Consulting. Was kann ein vierköpfiger Haushalt sparen? „Es geht um mehrere hundert Euro. Ich halte rund 500 Euro im Jahr für gut machbar, wenn man es bewusst angeht, wenn man das Energiesparen als Familienangelegenheit mit einbezieht und heute damit anfängt.“ Die Energieberatung sei auf die wachsende Nachfrage vorbereitet, sagt Matelic. Gegenüber dem Vorjahr wird mit einer Verdopplung der Anfragen gerechnet.