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Das Stromrabattgesetz ändert sich – noe.ORF.at

Mit der Gesetzesänderung sollen 200.000 Menschen mehr als bisher eine Strompreisermäßigung beantragen können, rechnet der ÖVP-Vorsitzende Klaus Schneeberger vor. Den ganzen Sommer über wurde an speziellen Konstellationen und schwierigen Fällen gearbeitet. Wer nach dem bisherigen Stichtag 1. Juli 2022 in Niederösterreich einen Haushalt gegründet hat oder gründet, soll nun auch Anspruch auf eine Ermäßigung auf den Strompreis haben. Auch die Haushaltsgröße soll erweitert werden: um pflegebedürftige Neugeborene und 24-Stunden-Betreuung aufnehmen zu können.

Auch die ÖVP beantragt Laufzeit für das kürzlich vorgestellte Kinderbetreuungspaket, über das in der Oktobersitzung entschieden werden soll. Diese Betreuungsoffensive sei ein zusätzliches Entlastungspaket für Familien und schaffe ein wohnortnahes Angebot, betont Vereinsvorsitzender Schneiberger.

Die SPÖ fordert weiterhin eine kostenlose Nachmittagsbetreuung

In der SPÖ sieht man sich etabliert. Bereits im Jänner wurde ein Kinderprogramm vorgestellt, das in vielen Details dem ÖVP-Paket entsprach. Je schlechter die Umfragen ausfallen, desto eher nimmt die ÖVP Vorschläge anderer Parteien an, so Vize-Vorsitzender Christian Samwald.

Es sei gut, wenn es jetzt passiere, aber ein wesentlicher Teil fehle, sagt Samwald. Auf jeden Fall sollte die Nachmittagsbetreuung kostenlos sein, um Familien wirklich zu entlasten. Er verstehe auch nicht die Haltung der ÖVP, die den “Blau-Gelben Betreuungsbonus” weiter verzögere, sagt Samwald. Das sind 50 Euro pro Kind und Monat, was Familien weiter entlasten würde, sagt Samwald. Das Paket werde beschlossen, aber die Verhandlungen zu diesen Themen würden fortgesetzt, sei es in dieser oder der nächsten Periode, sagte Samwald.

FPÖ will staatliches Kindergeld

Auch die FPÖ kritisierte das Kinderbetreuungspaket der ÖVP, und Klubobmann Udo Landbauer sprach von Wahlkampflärm. Ziel des Modells sei es, so Landbauer, Kinder so schnell wie möglich von ihren Familien zu trennen. Die Liberalen schlagen ihrerseits ein eigenes Modell vor: das sogenannte staatliche Kindergeld für Eltern, die das Kind bis zum 4. Lebensjahr selbst betreuen wollen. Knapp 1.000 Euro im Monat summieren sich auf etwa 300 bis 350 Millionen Euro im Jahr, sagt Landbauer.

Auch die FPÖ nannte ihre aktuelle Stunde. Er fordert ein Ende der EU-Sanktionen gegen Russland. Damit werde die Ursache der aktuellen Preisexplosion bekämpft, sagt Landbauer. So viele Pakete, die Steuerzahler ohnehin selbst finanzieren, können sich auf Dauer nicht summieren.

NEOS glauben nicht an Machbarkeit

NEOS begrüßt das Kinderbetreuungspaket der ÖVP, weil es auch dessen Anforderungen erfüllt sieht, wie Landessprecherin Indra Kolini betont. Zu begrüßen ist die Aufhebung der Lücke zwischen dem Ende der Karenz nach zwei Jahren und dem Eintritt in den Kindergarten, die derzeit zweieinhalb Jahre beträgt. Aber sie haben laut Collini Zweifel an der Machbarkeit; Personal und Infrastruktur fehlen. In den meisten Gemeinden im Wald- und Mostviertel gibt es gar keine Kinderkrippen, es ist unrealistisch, dass das bis nächstes Jahr funktioniert. Auch den Wahlkampf ortet sie in den Versprechungen der ÖVP.

Collini kritisierte auch den Rabatt beim Strompreis. Verbunden mit der Strompreisbremse des Bundes würde dies in vielen Fällen zu einer Überfinanzierung führen. Geld, das weiterhin Schulden anhäufen und künftige Generationen belasten werde, sagte Colini.

Die Grünen wollten einen deutlichen Ausbau der Photovoltaik

Die Grünen sehen das Kinderbetreuungspaket als – im wahrsten Sinne des Wortes – „Wahlkampf-Gag“. Der Erziehermangel in den Kindergärten sei bereits jetzt eklatant und werde nicht in kurzer Zeit überwunden, so der Abgeordnete Georg Ecker.

Grünen-Chefin Helga Krismer hat die FPÖ wegen ihrer Forderung nach einem Ende der Sanktionen kritisiert, sie befinde sich im Krieg mit Russland, auch wenn man es hier nicht spürt. Und das muss beibehalten werden, sagt Chrismer.

Außerdem stellt sie zwei Anträge zum Ausbau der Photovoltaik. Einerseits möchte sie, dass die Energieagentur des Landes Photovoltaikmodule in großen Mengen kauft, um günstigere Preise und eine größere Versorgungssicherheit zu erhalten. Zum anderen fordert sie innerhalb von sieben Jahren eine Solarausschreibung für alle Neubauten und Flachdachsanierungen.