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Vier Bundesländer drängen darauf, dass Lauterbach das Isolationsgebot fallen lässt

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Vier Bundesländer drängen darauf, dass Lauterbach das Isolationsgebot fallen lässt

Stand: 10:12 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Bisher hat er sich an die Isolationspflicht gehalten: Gesundheitsminister Karl Lauterbach

Quelle: pa/AA/Abdulhamid Hosbas

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Die Gesundheitsminister von Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Schleswig-Holstein wollen ein Ende der strengen Isolationspflicht für Corona-Infizierte. In einem Brief an Karl Lauterbach verweisen sie auf die gelockerten Regeln in Österreich.

Der Druck auf die Bundesregierung wächst, die obligatorischen Quarantänen für mit dem Coronavirus infizierte Personen zu beenden. Die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Schleswig-Holstein forderten Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Dienstag in einem gemeinsamen Schreiben auf, dafür zu sorgen, dass das Robert-Koch-Institut (RKI) die Regeln jetzt schnell ändert. Der Brief ist bei der Deutschen Presse-Agentur erhältlich.

Die baden-württembergische Gesundheitsministerin Mane Luha (Grüne) sagte: „Wir müssen schrittweise in einen Behandlungsmodus der Corona-Infektion wie bei jeder anderen Infektionskrankheit einsteigen, bei dem gilt: Wenn Sie krank sind, bleiben Sie zu Hause.“ Man darf sich auf mehr freuen Eigenverantwortung definieren und den Menschen keine fünftägige Isolationspflicht mehr vorschreiben.

Die vier Länder rechnen damit, dass Lauterbach spätestens am 10. Oktober handelt. Sie erwähnen in Ihrem Schreiben Österreich, wo die Trennungspflicht seit dem 1. August durch die sogenannte „Verkehrsbeschränkung“ ersetzt wird. Dort müssen Infizierte an den meisten Orten zehn Tage lang eine FFP2-Maske tragen, dürfen aber keine Pflegeheime und Kliniken besuchen. Aber Sie können zu Ihrem Arbeitsplatz gehen. „Das Ende der Isolationspflicht hat in Österreich nicht zu einem entsprechenden Anstieg der gemeldeten Fälle geführt“, schreiben die vier Gesundheitsminister in ihrem Schreiben.

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Sie behaupten, dass ein großer Teil der Bevölkerung in Deutschland entweder durch Impfungen oder durch Infektionen immunisiert sei. Auch Kliniken können mit Corona umgehen. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holeczek (CSU) sagte, er habe die Bundesregierung schon vor Monaten zum Handeln aufgefordert. „Jetzt muss Lauterbach endlich handeln.“ Der CSU-Politiker befürchtet ebenso wie sein hessischer Amtskollege Kai Klose (Grüne), dass es sonst zu Problemen mit sogenannter kritischer Infrastruktur kommen könnte, wenn etwa medizinisches Personal und die Polizisten ausfallen.

Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken (CDU) sagte, man müsse lernen, dass sich das Coronavirus ähnlich wie das Grippevirus ausbreite. „Die Anpassung der Isolationsregeln ist ein Schritt auf dem Weg zurück zur Normalität.“ Derzeit müssen sich Corona-Erkrankte in Deutschland nach einem positiven Testergebnis auch ohne Symptome für mindestens fünf Tage in Selbstisolation begeben, weil sie ansteckend sein können.

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