Die Entscheidung im Hallenstadion: Malgin besiegt Jenoni. Bild: Schlussstein
Die ZSC Lions bestätigten ihren Durchbruch im Playoff-Finale und gingen nach einem 2:1-Sieg gegen Titelverteidiger Zug mit 2:0 in Führung.
20.04.2022, 22:45 Uhr 20.04.2022, 23:06 Uhr
Sechs Minuten vor Schluss leitete der finnische Verteidiger der Zürcher Tommy Kiwisto mit einem Paukenschlag den dramatischen Endspurt ein. 3:03 Minuten vor Schluss begeisterte schließlich der stets torgefährliche Denis Malgin mit einem 2:1-Sieg die meisten der 11.200 Fans im wieder ausverkauften Hallenstadion. Dennis Holenstein hatte die glänzende Vorarbeit geleistet.
Gut gemacht: Holenstein bedient Malgin zum Zürcher Siegtor. Video: SRF
Zum zweiten Mal innerhalb von 48 Stunden behauptete ZSC seine Dominanz in einer umstrittenen Schlussphase. Das Tor war jedoch sichtbar, denn Zürich hatte seine beste Phase in den letzten zehn Minuten.
Damit steht der Abwehrmeister und leichte Favorit Zug endlich mit dem Rücken zur Wand. Ein Heimsieg ist am Samstag fast Pflicht. Die ZSC Lions brauchen nur noch zwei weitere Erfolge, um ihre letzte Saison im Hallenstadion mit dem zehnten Meistertitel zu krönen.
Fans und Torschütze feiern: ZSC-Torschütze Andrigeto Foto: Keystone
Die Druckphase in Zug selbst ist gestoppt
Nach einem ausgeglichenen Startdrittel kam das Spiel erst in der Mitte richtig in Fahrt. Die Zucker kamen extrem zielstrebig aus der ersten Pause und sorgten fast im Minutentakt für Situationen. Das logische 1:0, als Yannick Zender vorbildlich von Christian Joos und Sven Stenteller befreit wurde, war ein sehr magerer Lohn für die fast zehnminütige Druckphase.
Zehnder bringt EVZ an die Spitze Video: SRF
Dieser endete mit einem unnötigen Foul von Claudio Cadonaus. Im anschliessenden druckvollen Spiel glich Sven Andrigeto von Zürich PostFinance mit einem wuchtigen Volltreffer aus. Infolgedessen gilt auch für das Spiel wieder: ausgeglichen.
Andrigeto gleicht für ZSC aus Video: SRF
Außergewöhnlich Jakub Kovar
Ab der zweiten Pause ging Zürich etwas zielstrebiger hervor. Allerdings hatten beide Mannschaften die Chance auf einen glücklichen Schuss. Malgin und Marcus Krueger für Zürich, aber auch Fabrice Herzog auf der anderen Seite, vor dem Dreh von Kiwisto. Jakub Kovar bewies bei einem Tor für die Löwen einmal mehr seine überragende Klasse und Form und hat das Duell gegen seinen Bruder, den Torschützen des EVZ Jan Kovar, bisher definitiv für sich entschieden.
Die letzte Serie ohne Torhüter in Zug war anders als am Ostermontag in Zürich nicht erfolgreich. Das vermeintliche 3:1 von Simon Bodenmann wurde 19 Sekunden vor Schluss wegen Abseits – und nach einer diesmal gelungenen Foul des Trainers durch Zug-Trainer Dan Tannes – nicht kassiert, doch Zugs Team brachte den Puck im Anschluss nicht ans ZSC-Tor.
Zug muss effektiver werden, sonst kann es zu einer kurzen Finalserie kommen. Bild: Schlussstein
ZSC Lions – Zug 2:1 (0:0, 1:1, 1:0) 11200 Zuschauer (ausverkauft). – SR Hebeisen/Lemelin (CAN), Obwegeser/Fuchs Tore: 23. Zehnder (Senteler, Djoos) 0:1. 30. Andrigeto (Noreo, Malgin/Powerplay-Tor) 1:1. 57 Malgin (Denis Holenstein, Andrigeto) 2-1. Strafen: 2 mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 3 mal 2 Minuten gegen Zug. Torschützenkönig PostFinance: Andrighetto; Jan Kovar.ZSC Lions: Jakub Kovar; Noro, Martin; Phil Baltisberger, Göring; Weber, Kiwisto; Trutman; Denis Holenstein, Malgin, Andrigeto; Azevedo, Krüger, Bodenmann; Pedreti, Sigrist, Diem; Ashliman, Sheppy, Chris Baltisberger; Sopa.Zug: Genoni; Hanson, Stadler; Kadonau, Joos; Schlumpf, Kreis; Groß; Müller, Lander, Bachofner; Simion, Jan Kovar, Hoffmann; Zander, Senteller, Herzog; Suri, Loyenberger, Alenspach; DeNisco. Bemerkungen: ZSC Lions ohne Morant (verletzt), Quenneville und Roe (beide weitere Ausländer). Trainiere ab 58:35 ohne Torhüter. (ram / sda)
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Quelle: reddit / reddit
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