Ein bayerisches Hightech-Unternehmen aus Deutschland liefert Drohnen in die Ukraine
22. April 2022, 19:30 Uhr
Ein bayerisches Unternehmen liefert eine deutsche Aufklärungsdrohne an die Kiewer Streitkräfte. Der ukrainische Konsul in München regelte den Deal. Mehrere Multimillionäre zahlen dafür.
Das bayerische Unternehmen Quantum Systems liefert Überwachungsdrohnen an die ukrainischen Streitkräfte. „Unsere ersten Drohnen sind eigentlich schon in der Ukraine“, sagte Firmenchef Florian Seibel dem Deutschen Redaktionsnetzwerk (RND). Weitere Lieferungen sind für die nächsten Tage geplant. Die Vector-Drohne kostet 180.000 Euro und fliegt bis zu zwei Stunden. „Die ukrainische Armee will deutsche Drohnen einsetzen, um ihr Artilleriefeuer in den kommenden Gefechten zu optimieren“, heißt es in der Erklärung.
Der Chef der Firma Sable sagte gegenüber RND, dass US-Spezialeinheiten kürzlich Vector-Drohnen im Wert von sieben Millionen Euro bestellt hätten und die Bundeswehr in der vergangenen Woche acht Drohnen bestellt habe.
Laut RND liefert die Vector-Drohne hochauflösende Videos in Echtzeit über eine Entfernung von 15 Kilometern. Trotz seiner drei Meter Spannweite lässt er sich werkzeuglos verstellen, senkrecht abheben und dann auf geräuschlosen Gleitflug umstellen. Dementsprechend hat der ukrainische Konsul in München einen Deal entwickelt. Bezahlt wurden die Drohnen von ukrainischen Multimillionären, die von einer Spende an die Streitkräfte ihres Landes sprachen.
Laut der britischen Times verfügen die ukrainischen Streitkräfte hauptsächlich über zwei Arten von Aufklärungsdrohnen: die in der Ukraine entwickelte Leleka-100 und das polnische Fly Eye. Aufgrund der erwarteten russischen Offensive im Donbass hat Kiew kürzlich seine westlichen Verbündeten um die Lieferung von Kampfdrohnen gebeten. Die US-Regierung hat bereits 700 Springmesser, die sogenannte „Kamikaze“-Drohne, geschickt. Gestern hat das Pentagon die Auslieferung eines neuen Drohnentyps mit dem Namen „Phoenix Ghost“ angekündigt.
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