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Die Feier der ZSC-Meisterschaft wurde verschoben – der EV Zug gewann sein erstes Finalspiel

Vorentscheid: Dario Simion bejubelt seinen Treffer zur 3:1-Führung für Zug. Bild: Schlussstein

Im vierten Finalspiel der Playoffs gewann Zug schliesslich ein hartes Match. Mit einem 4:1-Sieg im Hallenstadion machte der Titelverteidiger der Feier der ZSC Lions Championship einen Strich durch die Rechnung – für mindestens zwei Tage.

25.04.2022, 22: 1925.04.2022, 22:58

Das Happy End wäre zu schade für die Eishockeygötter. Den zehnten Meistertitel haben die ZSC Lions im letzten Spiel im Hallenstadion am Montag, dem sechsten, nicht gewonnen.

Die Ausgangslage ist weiterhin günstig, Zürich braucht einen Sieg von maximal drei Spielen. Ein 0:3-Rückstand wurde in den Playoff-Finals zwar nie kompensiert, aber die Zuger stinken schon jetzt wie eine Ratte.

Das letzte Drittel gewannen die Innerschweizer schließlich. In den ersten drei Spielen führte die Bilanz zu einem desaströsen 0:6-Tor zugunsten der Zürcher. Acht Minuten vor Schluss erzielte Dario Simion, der sich in diesem Endspiel bisher sehr erfolglos gewehrt hat, nach Zuspiel von Jan Kovar das 3:1.

Das Spiel war entschieden: Dario Simion mit 3:1 für den EV Zug. Video: SRF

Diesmal konnten die ZSC Lions auf wundersame Weise nicht zurückkehren. Das 1:4 ließen sie noch im leeren Netz zu.

Wer das erste Tor schießt, verliert

Die Wichtigkeit des ersten Schlages wird oft betont. In der Serie zwischen den beiden besten Mannschaften der Saison ist jedoch das Gegenteil der Fall. Wer 1:0 führt … verliert das Match. Diesmal also ZSC Lions.

Denis Malgin mit 1:0 für die ZSC Lions. Video: SRF

Es war der allgegenwärtige Torschütze Denis Malgin, der sich in der 5. Minute mit unvergleichlicher Leichtigkeit durch die sonst so stabile Abwehr der Zuger setzte und Torhüter Leonardo Genoni zum 1:0 schlug. Die mit 11.200 Zuschauern ausverkaufte Halle tobt, aber nicht lange. Acht Minuten später glich Drittstürmer Yannick Zender, der auch in diesen Playoffs überzeugen konnte, nach einem der wenigen Zweikämpfe von ZSC-Torhüter Jakub Kovar aus.

Yannick Zehnder ist zum 1:1 da. Video: SRF

Im Mitteldrittel verlor das Spiel etwas an Intensität und Qualität. Im vierten Spiel innerhalb einer Woche begannen die Spieler etwas müde zu werden, auch wenn die beiden Trainer versuchten, die Eiszeit auf möglichst viele Beine zu verteilen. Die 2:1-Führung der Zuger war zwar nicht unverdient, aber ein Zufall. Der schwedische Verteidiger Christian Joos brachte den Ball nach einem energischen Schlag ins Tor, bei dem er vom Kopf von Jakub Kovar durch den Ellbogen von ZSC-Kapitän Patrick Göring hinter die Linie flog.

Die Wende in Zug: Christian Djoos mit 2:1. Video: SRF

Erste Niederlage des ZSC nach neun Siegen

Die ZSC Lions wissen also immer noch, wie man verliert. Nach dem 2:3-Rückstand im Viertelfinale gegen Biel gewann das Team von Trainer Ricardo Groenborg neun Spiele in Folge, fast immer mit einem Tor oder nach Verlängerung. Jetzt müssen sie zum ersten Mal mit dem Scheitern fertig werden.

Vielleicht war dies das letzte ZSC-Spiel im Hallenstadion seit 72 Jahren, vielleicht kommen die Löwen für ein weiteres Spiel zurück. Bild: Schlussstein

Torhüter Kovar konnte auf Anhieb keine Wunder vollbringen. Und dieses Mal war das Genie von Malgin und Andrigeto nicht offensiv genug.

Am Mittwoch bekamen die Löwen ihre zweite Chance auf ihren zehnten Meistertitel, dann allerdings wieder auswärts. Gewinnen sie auch dort nicht, steht am Freitag definitiv das letzte Spiel der Hallenstadion-Bundesliga an. Danach steigt das Finale am 1. Mai in Zug.

ZSC Lions – Zug 1:4 (1:1, 0:1, 0:2) 11.200 Zuschauer (ausverkauft). – SR Lemelin/Hebeisen, Obwegeser/Fuchs. Tore: 5. Malgin (Andrigeto) 1:0. 13. Zender (Sentel, Kreis) 1:1. 25 Djoos 1-2 (Eigentor von Giring). 52. Simion (Jan Kovar, Herzog) 1:3. 59. Hanson 1: 4 (in der leeren Tür). Strafen: 6 mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 3 mal 2 Minuten gegen Zug. Torschütze: Malgin; Jan Kovar.ZSC Lions: Jakub Kovar; Noro, Martin; Phil Baltisberger, Göring; Weber, Kiwisto; Trutman; Denis Holenstein, Malgin, Andrigeto; Azevedo, Krüger, Bodenmann; Diem, Sigrist, Pedret; Chris Baltisberger, Sheppy, Eschliman; Sopa.Zug: Genoni; Hanson, Stadler; Djoos, Brutto; Schlumpf, Kreis; Wuthrich; Simion, Jan Kovar, Woiwode; Klingberg, Müller, Hoffmann; Zander, Senteller, Suri; Allenspach, Loienberger, Bachofner; DeNisko. Bemerkungen: ZSC Lions ohne Morant (verwundet), Quenneville und Roe (beide weitere Ausländer). ZSC Lions von 56:35 bis 58:26 ohne Torhüter. (ram / sda)

Alle Torschützenkönige der Playoffs der Saison 2002/03

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Alle Torschützenkönige der Playoffs der Saison 2002/03

Quelle: Keystone / Urs Flüeler

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