In den ersten drei Monaten verdiente die Bank 111 Millionen Euro.
Die börsennotierte Bawag halbierte ihren Gewinn im ersten Quartal. Das operative Geschäft sowie rückläufige regulatorische Kosten und geringere Risikokosten unterstützten dies. Der Nettogewinn belief sich auf 111 Millionen Euro, 50 % mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, teilte die Bank am Dienstag mit. Das Ergebnis je Aktie (EPS) beträgt 1,24 Euro. Die Aussichten für das laufende Jahr haben sich bestätigt.
Im ersten Quartal des Jahres flossen 38 Millionen Euro an Regulierungskosten, das ist fast ein Drittel (29 Prozent) weniger als im Vorjahr. Grund für den Rückgang seien Rückflüsse aus Sicherungsfällen im Einlagensicherungssystem, schreibt die Bank. Die Kosten entsprechen etwa 80 Prozent der Kosten für das ganze Jahr. Auch die Kreditrisikokosten sanken um 31 Prozent auf 20 Mio. Euro. Die Non-Performing Loan Ratio (NPL) liegt bei 1,5 Prozent.
Operativ konnte die Bank zusätzliche Gewinne verbuchen. Das unverwässerte operative Ergebnis stieg um 9 Prozent auf 323 Millionen Euro. Aufgrund höherer durchschnittlicher Kundenausleihungen stieg der Zinsüberschuss um 5 Prozent auf 242 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stiegen die durchschnittlichen Kundenausleihungen um 8 Prozent.
Der Provisionsüberschuss stieg um ein Fünftel auf 81 Mio. Euro. Grund für den Anstieg ist nach Angaben der Bank die anhaltende Erholung von der Pandemie und die im Dezember beendete Übernahme der Hello Bank. Die Betriebsaufwendungen gingen jedoch um ein Prozent auf 120 Mio. Euro zurück. Die Cost-to-Income-Ratio (CIR) verbesserte sich um 3,5 Prozentpunkte auf 37 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg um 52 Prozent auf 146 Millionen Euro.
Bankchef Anas Abuzakuk hält an den diesjährigen Zielen fest und rechnet weiterhin mit einem Anstieg der Key-Einnahmen um mehr als 4 Prozent und einem Rückgang der Betriebskosten um etwa 2 Prozent. Beim EBT strebt die Bank ein Ergebnis von über 675 Millionen Euro an. Die Rendite auf das materielle Gesamteigenkapital (RoTCE) wird voraussichtlich ebenfalls über 17 Prozent liegen, verglichen mit 14,2 Prozent zum Ende des ersten Quartals.
Der mit der Veröffentlichung der Jahreszahlen angekündigte geplante Aktienrückkauf in Höhe von 425 Mio. Euro wird angesichts geopolitischer Risiken in zwei Tranchen aufgeteilt. Für die erste Tranche in Höhe von 325 Mio. Euro wurde die behördliche Genehmigung bereits angekündigt, für die zweite wird sie in der zweiten Jahreshälfte erteilt.
(APA)
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