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Miba: Nachhaltige Technik steigert Umsatz

LAAKIRCHEN. Der oberösterreichische Technologiekonzern Miba ist im vergangenen Geschäftsjahr 2021/22 (1. Februar 2021 – 31. Jänner 2022) erneut stark gewachsen. Der Jahresumsatz stieg um 80 Millionen Euro oder 9 Prozent auf 971 Millionen Euro und erreichte damit wieder das Niveau vor der Pandemie. Wachstumstreiber sind vor allem Technologien für mehr Energieeffizienz – von Windenergie über E-Mobilität bis hin zu effizienten Antrieben für Bau- und Landmaschinen.

Alle Geschäftsbereiche sind gewachsen, am stärksten ist mit rund 30 Prozent die Reibbelagsabteilung, die mit 220 Millionen Euro knapp 25 Prozent zum Gesamtumsatz der Miba beiträgt. Die Leistungselektronik-Gruppe der Miba ist um rund ein Viertel auf knapp 70 Millionen Euro Jahresumsatz gewachsen. Auch die Geschäftsbereiche Agglomeration und Gleitlager der Miba konnten ihr Geschäft gegenüber dem Vorjahr ausbauen. „Wachstumsmotor des abgelaufenen Geschäftsjahres war unser klares Bekenntnis, mit Miba Technologien zu mehr Energieeffizienz beizutragen als wichtige Grundlage für Nachhaltigkeit und Klimaschutz“, sagte CEO F. Peter Mitterbauer. „Aktuell stammen 11 Prozent unseres Umsatzes aus Produkten zur Erzeugung und Übertragung sauberer Energie – stark getrieben durch unser Wachstum mit Windenergie, Wasserkraft und effizienten Netztechnologien. So bietet die Miba beispielsweise ein breites Produktportfolio für Windkraftanlagen und hat im vergangenen Jahr eine beispiellose Marktnachfrage erlebt. Gleiches gilt für unser Geschäft mit Komponenten für energieeffiziente und sparsame Land- und Baumaschinen. Darüber hinaus nutzen wir viele Wachstumschancen im Zusammenhang mit der Elektrifizierung und dem Ausbau – mit unseren Batteriesystemen und Batterietechnologien sowie unserer breiten Produktpalette für Elektrofahrzeugantriebe.“

Bis 2027 will die Miba mit Produkten für mehr Effizienz und Nachhaltigkeit in der gesamten Energie-Wertschöpfungskette um 50 Prozent wachsen

Mit Miba Produkten in den unterschiedlichsten Endanwendungen zu einer höheren Energieeffizienz beizutragen, steht im Mittelpunkt der Wachstumsstrategie Miba 100. Es wurde im Frühjahr 2021 vorgestellt und beschreibt, wie das Unternehmen bis zum 100. Jahrestag seiner Gründung im Jahr 2027 um 50 Prozent wachsen will – auf einen Jahresumsatz von 1,5 Milliarden Euro. Miba CEO F. Peter Mitterbauer beschreibt, wie dieses Ziel erreicht werden soll: „Wir wollen uns entlang der Energie-Wertschöpfungskette in technologisch anspruchsvolle Nischen entwickeln – d.h. mit Endverbraucherprodukten der Miba für unsere Kunden zur nachhaltigen Erzeugung, Übertragung, Speicherung und Nutzung von Energie.“ 500 Mio. Euro will die Miba bis 2027 in diesen Wachstumspfad investieren Clean Planet“, die Mitterbauer vor acht Jahren als Basis für die Aktivitäten der Miba eingeführt hat. Mit der täglichen Arbeit eine Welt leben. Und das bringt große Wachstumschancen.“

85 Mio. € Zukunftsinvestitionen allein im abgelaufenen Geschäftsjahr – mehr als 40 Mio. € in Forschung und Entwicklung unterstreichen die Innovationskraft

Um diese Wachstumschancen zu nutzen, hat die Miba im vergangenen Geschäftsjahr mit 85 Millionen Euro kräftig in die Zukunft des Unternehmens und seiner Mitarbeiter investiert. Mit über 40 Mio. € F&E-Aufwendungen – das entspricht einer F&E-Quote von 4,2 % – hat die Miba wie gewohnt einen starken Fokus auf ihre Innovationskraft gelegt. Das Unternehmen hält mehr als 400 Patente; laut Österreichischem Patentamt kamen allein im vergangenen Jahr 64 neue hinzu. Mehr als 300 Mitarbeiter arbeiten in Forschung und Entwicklung. Auch die Miba hat im abgelaufenen Geschäftsjahr mit mehr als 40 Millionen Euro kräftig in neue Maschinen, Anlagen und Gebäude investiert. Nicht zuletzt setzt das Unternehmen seit jeher stark auf die Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter und hat allein im vergangenen Jahr 1,6 Millionen Euro ausgegeben.

Wachstum mit Elektrifizierungslösungen – bereits 60 Millionen in den Aufbau des E-Mobility-Geschäfts investiert

Die Miba hat früh damit begonnen, ein umfangreiches Elektrifizierungs-Produktportfolio aufzubauen – Komponenten für Elektromotoren und Elektroantriebe, Batteriesysteme und Batteriekomponenten wie Kühltechnik, Leistungselektronik oder Sicherheitssysteme. Viele dieser Produkte befinden sich bereits in der Serienproduktion oder stehen kurz davor. „Große Chancen sehen wir nicht nur in der Automobilindustrie, die nach den aktuellen Herausforderungen in den Lieferketten mittelfristig wieder stark wachsen wird. Auch Kommunal- und Nutzfahrzeuge, Motorräder und Boote oder Gabelstapler in der Produktion werden zunehmend elektrifiziert“, erklärt Mitterbauer. So hat die Miba bereits 60 Millionen Euro in den Aufbau ihres E-Mobility-Geschäfts investiert. So wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr in der Steiermark neue Produktionsanlagen für Leistungswiderstände in Elektrofahrzeugen in Betrieb genommen. In Vorchdorf wird das Team der Miba eMobility in wenigen Wochen an einen neuen Produktions- und Bürostandort umziehen. Und der Batteriespezialist Voltlabor, an dem die Miba beteiligt ist, baut im oberösterreichischen Bad Leonfelden auf einer Fläche von 3.900 Quadratmetern die technologisch führende Batteriefabrik Österreichs.

Eigenkapitalquote steigt auf 50,5 Prozent: Mehr finanzielle Unabhängigkeit schafft Sicherheit und ist Basis für künftige Investitionen

Eine wichtige Grundlage für das Wachstum der Miba ist ihre große finanzielle Unabhängigkeit. „Unsere traditionell hohe Eigenkapitalquote ist im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 50,5 % gestiegen“, sagte F. Peter Mitterbauer. „Das schafft nicht nur große Sicherheit und Stabilität für unsere Kunden und Mitarbeiter. Dies ist die Grundlage dafür, große Mittel aus eigenen Mitteln in die Erschließung neuer, zusätzlicher Märkte und damit in die Zukunft unseres Unternehmens zu investieren.“

Attraktive Karrierechancen für Innovatoren – auf der Suche nach Zukunftsformen

Um die vielen Zukunftschancen zu nutzen, ist es der Miba wichtig, neue, innovative Technologien zu entwickeln, zur Serienreife zu bringen und in enger Zusammenarbeit mit ihren Kunden zu produzieren. „Wir bieten sehr attraktive Karrieremöglichkeiten für Innovatoren und Zukunftsgestalter – Menschen, die ihr Know-how und ihre Ideen mit großem Enthusiasmus präsentieren. Und die leidenschaftlich daran interessiert sind, durch ihre tägliche Arbeit einen wesentlichen Beitrag zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu leisten. „Wir bieten diesen Menschen das, was wir ‚Freedom of Challenge‘ nennen: Eigenverantwortung und Gestaltungsspielraum, um Spitzenleistungen zu erbringen“, sagt Miba-Chef F. Peter Mitterbauer.