Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat das „Olympia-Trauma“ der WM in Finnland überwunden und im Februar in Peking das vorzeitige Ende ihrer Gold-Träume gerächt. 88 Tage nach dem Crash gegen die Slowakei in der ersten Ausscheidungsrunde der Winterspiele besiegte Nationaltrainer Tony Soderholm den Olympia-Dritten in Helsinki mit 2:1 (0:0, 2:1, 0:0) und feierte am Samstag in das zweite Match erster Sieg.
Äußerst bemerkenswerte Matthias Plachta (22.) und Leo Pföderl (27.) erzielten vor 4.387 Zuschauern im verehrten Helsingin Jahali, das am Freitag trotz eines tapferen Kampfes mit 3:5 gegen den amtierenden Meister begann, Tore für den Deutschen Eishockey-Bund (DEB). Rekordweltmeister Kanada. Christian Pospisil (32.) traf für die Slowakei, die im Hinspiel mit 4:2 gegen Frankreich gewann.
Nach einem Unentschieden am Sonntag im dritten Gruppenspiel am Montag (19.20 Uhr/Sport1 und MagentaSport) wartet Deutschland auf die Rückkehr von Deutschland aus Russland, Frankreich, das Sbornaya aufgrund des Angriffskriegs gegen die Ukraine in der Gruppe A ersetzen wird.
„Gegen die Slowakei werden wir besser in den Startlöchern stehen. Wenn wir ein paar Dinge ändern, sind wir auf dem richtigen Weg“, sagte NHL-Youngster Moritz Seider, der nach der Niederlage am Freitag an allen drei deutschen Toren gegen Kanada direkt beteiligt war.
Deutschland vs. Slowakei: Das DEB-Team startet gut
Detroit-Verteidiger Red Wings versprach nicht viel: Deutschland kam gegen die Slowaken, die gewohnt gesund und mit viel Einsatz auf Torhüter Patrick Ribar aufspielten, deutlich besser aus der Kabine als am Vortag. Gute Chancen ließen Daniel Schmoltz (2.) und Samuel Soramis (6.) aus. Auf der anderen Seite war auch Philip Grubauer, der wie zuvor gegen Kanada vor der Tür stand, voll wach und ließ aussichtsreiche Chancen ungenutzt.
Nach der ersten Pause schlug das DEB-Team dann mit Hilfe der Slowakei zu. Ein scharfer Pass von Plakhta in den Schlitz wurde in Richtung Tor abgefälscht – das zweite Turniertor für die Mannheimer. Und Deutschland zog nach: NHL-Youngster Tim Stutzle traf die Latte (26.). Dann war Pföderl nach einem Abpraller zur Stelle und schob ins leere Tor. Dann verpasste Deutschland eine weitere gute Chance.
In der Folge hinderte Grubauer den Weltmeister von 2002 zunächst mit mehreren starken Paraden am Torerfolg, doch dann fand Pospisil einen Weg. Kurz vor der dritten Pause überstand das deutsche Team eine Druckphase der Slowaken und rettete dank eines überragenden Grubauer und etwas Glück in der Kabine die knappe Führung.
Erneut unterstützt von den lautstarken und zahlreich auf den Tribünen verteilten deutschen Fans gab das DEB-Team im Schlussteil in einem extrem umkämpften Match gegen schnelle Slowaken alles und verteidigte sich mit viel Leidenschaft. Ein wohlverdienter Preis war der erste Sieg im Turnier.
Deutschland gegen Slowakei – 2:1 (0:0, 1:2)
Tore
1:0 Matthias Plachta (22.), 2:0 Leo Pföderl (27.), 2:1 Christian Pospisil (32.)
Bestrafen
- Deutschland: Kastner (40.), Müller (41.)
- Slowakei: Deutsch (18.), Gachulinets (32.), Ivan (33.)
Deutschland vs. Slowakei: Eishockey-Weltmeisterschaft Live-Lesung – 2:1
60 Und das war’s, Deutschland hat gewonnen!
60 Diesmal ist das Treffen mit den Slowaken. Noch 24 Sekunden.
60 Jonas Müller bringt der Bande wieder den Puck bei. Es gibt einen weiteren Ansturm, Matthias Plahta muss einiges einstecken.
60 Maximilian Kastner gewann das Match und spielte über die Band. Die Slowakei eroberte den Puck jedoch sofort zurück.
60 Craig Ramsey will die Auszeit nach einem Eispfiff gegen Deutschland retournieren, doch das Signal kommt zu spät. Das DEB-Team kann also trotz Kirsche wechseln!
59 Ganz stark, wie Jonas Müller und Maximilian Kastner der Band die Scheibe kneifen. Nur noch eine Minute!
59 Erst jetzt hat Craig Ramsey seinen Torhüter vom Eis genommen und den sechsten Feldspieler angezogen.
59 Deutschland ist noch sehr kompakt und lässt nichts zu. Zwei Minuten auf die Uhr!
58 Wieder ein Abseitspfiff gegen die Slowakei. Es wird keine Sekunde verschwendet, aber zumindest geht es in der neutralen Zone weiter.
57 Tony Soderholm bittet um eine Auszeit. Es wird darum gehen, wie man sein eigenes Drittel am besten loswird.
57 Korbinian Holzer agiert entschlossener und wirft die Scheibe einfach weit nach vorne. Dann geht Juraj Slafkovski ins Abseits.
56 Moritz Kastner gewann ein sehr wichtiges Spiel vor eigenem Feld, doch Moritz Seider kam nicht an den Puck.
56 Direkt vor der Deutschen Bank kommt es zu einer kleinen Schlägerei. Tim Stutzle ruft dem Slowaken hinter der Band ein paar Feinheiten zu. Wahrscheinlich in Richtung “Wer bist du?”
55 Die Slowakei schaltet wieder um. Drehen Sie sich langsam der Zeit zu.
54 Uff, nach einem Schuss von der blauen Linie konnte Philipp Grubauer einen Abpraller gegen Mario Grmann einfach verhindern. Er konnte damals nicht sehr gut sehen.
53 Auf deutscher Seite gibt es Spieler wie Samuel Soramis und Kai Wisman, die über ihr Potenzial zu spielen scheinen. Für beide ist es die erste Weltmeisterschaft.
52 Tomasz Tatar trifft ein weiteres Einzelstück nicht richtig, Philip Grubauer muss den Schoner einfach aushalten. Die Körpersprache des slowakischen Kapitäns fällt negativ aus, der 31-jährige Spieler der New Jersey Devils schüttelte erneut den Kopf.
51. Aktuell kann sich kein Team einen klaren Vorteil im Spiel erspielen. Das ist aus deutscher Sicht eine gute Nachricht, denn Sie halten Ihren Gegner unter Schach in der neutralen Zone.
49 Jonas Müller schafft mit einer schönen Drehung auf der blauen Linie einen kleinen Raum und köpft nach rechts auf Alexander El zu, der aus leicht spitzem Winkel an Patrick Ribar scheitert.
48 So kam es, dass die deutsche Mannschaft im dritten Durchgang nach acht Minuten ohne Tor blieb. Die Slowakei verzeichnete mindestens drei.
47 Aktuell beschränkt sich das DEB-Team zu sehr auf die Defensivarbeit. Yassin Ehliz spielt einfach tief mit dem Puck.
46 Immerhin kommt Moritz Müller wieder ins Ziel, jagt den Drive aber weit rechts am Kasten vorbei.
45 Die Slowaken bleiben am Drücker, Deutschland kontert weiter mit vollem Körpereinsatz.
44 Auch Kai Wisman blockte, woraufhin Philip Grubauer einen Einzelschuss von Tatar abgab. Die Überlegenheit ist vorbei!
43 Auf dem Weg zur Bande bekommt Loebel aufmunternde Ohrfeigen von seinen Mitspielern. Der gebürtige Straubinger kann den beiden Blöcken kaum folgen.
43 Auch Fabio Wagner wirft den gegnerischen Abschluss ein. Der doppelte Mangel ist vorbei!
42 Zwei extrem starke Blockaden von Stefan Loibl! Einen einzigen Schlag von Tomasz Tatar wehrte er mit vollem Körpereinsatz ab.
41 Die Slowaken dürfen eine halbe Minute mit Doppelvorteil spielen. Jetzt ist Konzentration angesagt!
41 Kleine Strafe (2 Minuten) für Moritz Müller (Deutschland). Nun kassiert aber auch Moritz Müller einen Elfmeter wegen Spielverzögerung! Auf den Schienen liegend vergrub er die Scheibe mit der Hand unter sich.
41 Deutschland muss genau 1:28 Minuten mit einer Person weniger überstehen.
Deutschland vs. Slowakei: Live-Eishockey-Weltmeisterschaft – 2. Drittel
Drittes Fazit: Der DEB ging nach einem starken Mittelfeld mit 2:1 in Führung. Eine tolle Einzelaktion von Matthias Plachta eröffnete den Spielstand, Leo Pföderl folgte kurz darauf mit einer Zwei-gegen-Eins-Möglichkeit. Dann machte die deutsche Mannschaft weiter Druck, kassierte aber sofort mit kurzem Atemzug ein Gegentor. Die Möglichkeit eines Doppelvorteils blieb ungenutzt, Söderholms Schützlinge könnten sogar noch höher führen. Stattdessen wird es wichtig sein, anderthalb Minuten weniger zu überleben.
40 In der Mitte sind noch sechs Sekunden übrig. Es ist wichtig, das Match vor der eigenen Tür zu gewinnen. Und dann war es soweit.
40 Kleine Strafe (2 Minuten) für Maximilian Kastner (Deutschland). Nach langem Überlegen schickten die Richter Kastner in den Strafraum.
40 Slowakische Fans hinter Plexiglas fordern wütend einen Elfmeter gegen Maximilian Kastner. Tatsächlich erstickte Christoph aus München die Bande.
40 Nun aber beginnt für die Slowakei eine Druckphase. Michal Christoph verpasst eine Doppelchance.
39 Man merkt die NHL-Erfahrung: Auch unter Druck hat Moritz Seider noch die Fassung, für Leo Pföderl, der mit ihm auflief, aufzuhören.
38 Die deutsche Mannschaft ließ sich vom Treffer der Slowakei nicht beirren und blieb auf der Höhe der Zeit.
37 Die nächste verpasste Chance! Stefan Loibl zieht aus dem rechten Konfrontationszirkel, den Slowaken gelingt es gerade noch, einen Abpraller zu verhindern.
36 Allerdings bleibt das deutsche Team auch bei einem Unentschieden am Drücker. Mark Michaelis verpasst die nächste Chance.
35 Schade, dass die meisten davon nicht konsequent gespielt werden. Die Slowakei konnte sich mehrmals befreien und hätte fast die Chance gehabt, den schnellen Paul Regenda zu stenographieren.
34 Deutschland kann mehr als eine Minute in fünf in einem Land spielen. Zu Beginn des Doppelspiels können die Slowaken gut verteidigen.
33 Kleine Strafe (2 Minuten) für Michal Ivan (Slowakei). Nach der verpassten Chance bekam Schmoltz einen Klaps auf die Schulter. Michal Ivan war wohl nicht der Übeltäter, umso größer ist die Unzufriedenheit im slowakischen Lager.
33 Die große Chance! Matthias Plahta führt die Scheibe von der rechten Hälfte bis zum zweiten Balken, wo Daniel Schmoltz nur knapp verfehlt! Ein halbes Tor wäre frei.
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