FDP-Finale Finale in Nordrhein-Westfalen Disruptoren nennen Lindner „Kriegsstifter“
14.05.2022, 19:51
Am Tag vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen haben mehrere Dutzend Menschen gegen das offizielle Finale des FDP-Wahlkampfs in Düsseldorf verstoßen. Sie nennen Parteichef Lindner einen “Kriegstreiber” und einen “Lügner”. Um sich dagegen zu wehren, muss er seine Stimme sehr erheben.
FDP-Chef Christian Lindner verteidigte unter lautstarken Protesten in Düsseldorf die militärische und finanzielle Unterstützung Deutschlands für die Ukraine. Lindner reagierte auf mehrere Dutzend Ausschreitungen von “Schatzmeistern” und “Lügnern” des Bundesfinanzministers: “Wenn Sie glauben, Sie können mich aufregen, liegen Sie falsch.”
Doch im offiziellen Finale des Wahlkampfs seiner Partei musste er seine Stimme erheben. Die besondere Situation nach dem russischen Angriffskrieg habe zu einer Zäsur geführt und Deutschland neue Schulden auferlegt, betonte Lindner. Ein Sonderfonds von 100 Milliarden Euro sei nötig, „um die 16-jährige Vernachlässigung der Bundeswehr zu stoppen“.
“Man muss kämpfen können, damit man nicht kämpfen muss”, rief der Bundesfinanzminister einen Tag vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. „Damit ist nicht die Militarisierung der deutschen Außenpolitik gemeint. Deutschland steht auf der Seite der Ukraine, die auch europäische Freiheitswerte verteidigt. An die kleine Gruppe von Tätern gewandt, rief Lindner unter lautem Applaus aus dem Publikum: “Tapfere Ukrainer verteidigen sogar die Freiheit derer, die sie niedertrampeln.”
Die FDP bildet derzeit im bevölkerungsreichsten Bundesland eine Koalition mit der HDZ. Aktuelle Studien belegen, dass die FDP meist bei sieben bis acht Prozent liegt, was für eine Neuauflage der schwarz-gelben Regierung in der Nordwestsee nicht ausreichen wird. Bei der Landtagswahl 2017 gewann die FDP 12,6 Prozent.
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