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Krieg in der Ukraine – Überblick über die Situation in der Ukraine – Nachrichten

militärische Aktionen

Die ukrainischen Truppen melden nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur Erfolge bei ihrer Gegenoffensive im Ostteil von Charkiw. Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums sollen die freiwilligen Truppen aus Charkow bis an die russische Grenze vorgedrungen sein. Das Verteidigungsministerium veröffentlichte ein Video, das ein Dutzend Soldaten in den Nationalfarben Blau und Gelb an einem Grenzposten zeigt.

Legende: Soldaten an der Grenze zu Russland. Reuters

Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums sagte, auch ukrainische Truppen seien in größerem Umfang drei bis vier Kilometer von der russischen Grenze entfernt vorgedrungen.

Nach Angaben der Behörden wurden in den umstrittenen ostukrainischen Regionen Donezk und Luhansk mindestens 19 Zivilisten getötet.

Ukrainischen Quellen zufolge besitzt Russland auch das Asowsche Stahlwerk in der Hafenstadt Mariupol

Behörden in der westrussischen Region Kursk an der Grenze zur Ukraine haben mehrere Gebäude in Brand gesteckt und beschädigt. „Heute um fünf Uhr morgens wurde das Grenzdorf Alekseevka im Bezirk Glushkovo mit schweren Waffen beschossen“, sagte Gouverneur Roman Starovoit am Dienstag. Demnach wurden drei Häuser, eine Schule und ein Auto beschädigt. Es gab keine Verletzungen. Nach russischen Angaben handelt es sich um einen Angriff aus der Ukraine. Das Feuer wurde von den Grenzschutzbeamten erwidert. Aus der Ukraine gab es zunächst keine Stellungnahme.

Nach dem Ausbruch der russischen Aggression Ende Februar sind in den vergangenen Wochen auch russische Gebiete in Grenznähe mit Phosphorbomben beschossen worden.

Soldaten wurden aus dem Azovstal-Werk evakuiert

Nach wochenlanger Blockade verließen etwa 260 ukrainische Soldaten das Asowsche Stahlwerk in Mariupol. Darunter seien 53 Schwerverletzte, teilte der ukrainische Generalstab am Dienstagabend mit.

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Bildunterschrift: In der Region Charkiw ist es ukrainischen Truppen offenbar gelungen, den russischen Feind abzuwehren. Schlussstein

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Bildunterschrift: Aus Mariupol evakuierte Menschen stehen am 7. Mai 2022 vor einem Bus in der Nähe einer provisorischen Unterkunft im Dorf Bezimene in der Region Donezk. Reuters

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Legende: Symbol des Widerstands: Das Stahlwerk Asowstal im belagerten Mariupol. Ukrainische Kämpfer und Zivilisten versteckten sich dort (7. Mai 2022) Reuters

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Inschrift: Neue Gräber in Bucha bei Kiew (28. April 2022). Reuters

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Legende: Als russische Soldaten aus Bucha bei Kiew abzogen, lagen Leichen auf den Straßen. Anklage wegen Kriegsverbrechen wurde erhoben. Reuters

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Bildunterschrift: Der Ukrainer Nikolai verabschiedet sich am Bahnhof von Lemberg von seiner Tochter und seiner Frau. Die beiden flohen wie Hunderttausende nach Polen (15. April 2022). Schlussstein

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Legende: Zerstörtes Mariupol: Retter beseitigen die Ruine eines Gebäudes (10. April 2022). Reuters

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Bildunterschrift: Asyl: Kinder spielen an einer Metrostation in Kiew. Viele Menschen suchen dort Schutz vor Luftangriffen (02.03.2022). Schlussstein

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Bildunterschrift: Auf diesem vom Pressezentrum des Präsidenten der Ukraine bereitgestellten Foto spricht Wladimir Selenskyj auf seinem Smartphone im Zentrum von Kiew (26. Februar 2022) zur Nation. Schlussstein

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Bildunterschrift: Teil eines Konvois auf der Autobahn T-1011 am östlichen Ende des Flughafens Antonov bei Kiew (Satellitenbild / Ausdruck vom 28. Februar 2022). Maxar Technologies durch Keystone

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Bildunterschrift: 24. Februar 2022: Der russische Präsident Wladimir Putin hält eine Videoansprache, in der er den Beginn der „Militäroperation“ ankündigt. Reuters

Weitere 211 ukrainische Soldaten aus dem Stahlwerk Azovstal wurden ebenfalls in eine von russischen Truppen besetzte Stadt gebracht. Sie seien später bei einem Gefangenenaustausch freigelassen worden, hieß es in der Erklärung. Die Evakuierung anderer Kämpfer aus der Anlage dauert noch an.

Es sollen mehrere hundert Soldaten vor Ort sein. Der geplante Gefangenenaustausch wurde von Russland noch nicht offiziell bestätigt.

Bildunterschrift: Busse mit Angehörigen der ukrainischen Streitkräfte aus dem belagerten Werk Azovstal fahren unter Eskorte des pro-russischen Militärs ab (16. Mai 2022). Reuters

An der Evakuierung der Truppen waren laut Präsident Wladimir Zelensky auch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz und die Vereinten Nationen beteiligt.

Diplomatie

Die G-7 haben Russland aufgefordert, den Krieg in der Ukraine unverzüglich zu beenden, und ihre Entschlossenheit bewiesen, Russland wirtschaftlich und politisch weiter zu isolieren, falls dies nicht der Fall ist. Dies geht aus der Abschlusserklärung des G7-Außenministertreffens in Weißenhaus (D) hervor.

Die Türkei missbilligt die NATO-Ambitionen Schwedens und Finnlands

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Die Türkei blockiert den geplanten Beitritt Finnlands und Schwedens zum NATO-Militärbündnis. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Schweden am Montag vorgeworfen, eine „Kinderstube“ für Terrororganisationen zu sein. Die Terroristen sitzen auch im schwedischen Parlament. Beide Länder werden Personen aufnehmen, die Verbindungen zu Gruppen haben, die die Türkei als terroristisch betrachtet. Erdogan zitierte die Arbeiterpartei Kurdistans der PKK und Unterstützer des Predigers Fethullah Gülen, der seiner Meinung nach hinter dem gescheiterten Militärputsch von 2016 stecke.

Die schwedische Regierung hat am Montag beschlossen, die NATO-Mitgliedschaft zu beantragen. Finnland hat bereits angekündigt, der Allianz beitreten zu wollen. Beide Seiten bewahren seit Jahrzehnten Neutralität. Russlands Angriffskrieg hat die öffentliche Meinung zugunsten einer NATO-Mitgliedschaft gewendet.

Sie fordert auch die westlichen Industrieländer auf, die von Russland blockierten Getreideexporte aus der Ukraine wieder aufzunehmen. Nahrungsmittel werden dringend benötigt, um Hunger zu vermeiden. Die G7-Staaten erklärten zudem, sie würden „die Grenzänderungen, die Russland militärisch durchsetzen will, niemals anerkennen“.

Die Länder wollen die ukrainischen Streitkräfte im Bedarfsfall auch in den kommenden Jahren mit Waffen und anderem Militärgerät versorgen.

Sanktionen und Embargos

Der russische Gastransit durch die Ukraine nimmt mit fortschreitendem Krieg weiter ab. Der Transit von russischem Gas durch das Nachbarland hat in der vergangenen Woche stark abgenommen, weil die Ukraine wegen des Krieges eine Gaspipeline durch das Gebiet Luhansk geschlossen hat. Unterdessen hat Russlands staatlicher Gazprom bestätigt, dass es alle seine Verpflichtungen gegenüber Europa erfüllen wird. Unterdessen laufen EU-Gespräche über die Verhängung eines Ölembargos gegen Russland.

Opfer des Krieges

Armeeangehörige getötet: Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums wurden bisher (Stand: 15. Mai) etwa 27.400 russische Soldaten getötet. Russland hatte zuvor deutlich niedrigere Zahlen gemeldet: Mehr als 1.000 Soldaten wurden getötet. Im Gegensatz dazu wurden bisher 23.000 ukrainische Kämpfer getötet. Zahlen können nicht verifiziert werden.

Zivile Opfer: Nach Angaben des UN-Hochkommissars für Menschenrechte haben Beobachter bestätigt, dass 3.573 Zivilisten getötet wurden (Stand: 12. Mai). 241 Kinder wurden getötet. Am 25. April zählte die Ukraine selbst mindestens 3.818 Tote und mehr als 4.000 …