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Von der Layen: Polen bekommt von der EU nur dann Milliarden, wenn die Justiz reformiert wird

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen macht nach der Bewilligung von Milliardenhilfen weiter Druck auf Polen, die umstrittene Justiz zu reformieren.

Polen sei noch nicht am Ende des Weges, sagte von der Layen am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Warschau. Auszahlungen können erst nach Abschluss der Justizreform beginnen.

Bisher gesperrte Gelder


Die Hilfe beträgt rund 23,9 Milliarden Euro an Zuschüssen und weitere 11,5 Milliarden Euro an zinsgünstigen Darlehen. Bisher hat Brüssel Gelder wegen eines Rechtsstreits blockiert. Letzte Woche stimmte das polnische Parlament jedoch dafür, das umstrittene Disziplinarorgan für Richter abzuschaffen. Dieser muss durch einen neuen Körper ersetzt werden.

Die Disziplinarinstanz als Gefahr


Die Kommission bewertete die Disziplinarkammer als Bedrohung für die Unabhängigkeit der Richter. Im Oktober verurteilte der Europäische Gerichtshof Polen zu einer Geldstrafe von 1 Mio. Euro pro Tag, da die Warschauer Regierung die Auflösung der Kammer zunächst ablehnte.