Bis: 02.06.2022 20:32 Uhr
Die Situation der Hamburger Tafel und anderer Lebensmittelausgabestellen in der Stadt spitzt sich zu. Unter anderem in Lochbrugge und Bergedorf gibt es jetzt einen Einlassstopp für Bedürftige.
In Bergedorf besteht bereits ein Einlassverbot. Nun hat das Kuratorium der Pfarrei St. Auch Petrie und Pauli in Bergedorf sagen, dass sie dort nicht mehr Menschen versorgen können. 120 Bedürftige holen von dort regelmäßig Einkaufstüten ab.
AUDIO: Ausnahmezustand in der Hamburger Tafel (1 Min.)
Lange Warteschlangen und wenige Spenden
Die Situation bei den Tafeln ist nicht nur in Bergedorf angespannt. Laut Hamburger Tafel haben bereits 22 der 29 Ausgabestellen die Annahme eingestellt. Die Warteschlangen sind zu lang, die Spenden knapp und den Freiwilligen die Energie ausgegangen. Ähnlich dramatisch ist die Situation an den 70 Essensausgabestellen der Stadt, die wie Bergedorf von Kirchengemeinden oder sozialen Einrichtungen betrieben werden. Sie werden auch von der Hamburger Tafel beliefert.
Rund 45.000 Menschen erhalten Hilfe von Tafel
Schon vor dem Krieg in der Ukraine waren die Ausgabestellen überfüllt. Seit Kriegsbeginn seien die Lebensmittel- und Geldspenden an die Hamburger Tafel um 40 Prozent zurückgegangen, sagte Vorstandsmitglied Julia Bauer. Sie schätzt, dass rund 45.000 Menschen in Hamburg mit Lebensmitteln von Tafel versorgt werden.
Die Gastronomie sei als Spender komplett ausgeschieden, sagte Susanne Ralph vom Hamburg Journal des Deutschen Sozialverbands im NDR-Fernsehen. „Die meisten Panels können nur von Supermärkten und Discountern oder aus Spenden geliefert werden.
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Dieses Thema im Programm:
DDR 90,3 | NDR 90.3 Aktuell 02.06.2022 | 5.00.
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