3. Juni 2022 um 18:42 Uhr
Wieder viel Ärger am Airport Düsseldorf
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„Warteschlangen bis zum Ende des Flughafens“
Am Freitag hat es erneut lange Warteschlangen am Flughafen in Düsseldorf gegeben.
Foto: RP/Özay Tarim
Düsseldorf Zum Start ins Pfingstwochenende mussten Reisende am Flughafen Düsseldorf wieder viel Geduld mitbringen. Sowohl am Freitagmorgen als auch am Nachmittag bildeten sich extrem lange Warteschlangen an den Kontrollstellen. Wie Studenten jetzt helfen sollen.
Am Düsseldorfer Flughafen hat es zum Start ins Pfingstwochenende am Freitag wieder lange Warteschlangen vor den Luftsicherheitskontrollen gegeben. „Es ist leider das eingetreten, was wir befürchtet und vor dem wir gewarnt haben“, sagte Verdi-Sekretär Özay Tarim, der sich seit Jahren für die Interessen der Mitarbeiter an den Kontrollstellen einsetzt. „Die Warteschlangen waren extrem. Sie gingen bis zum Ende des Flughafens. Alle Gates waren betroffen“, so Tarim.
Zum Teil hätten die Passagiere mehr als eine Stunde an den Kontrollstellen warten müssen. „Das ist ein absolutes Desaster. Normal sind so fünf bis zehn Minuten“, so der Gewerkschaftler. Sowohl am Freitagmorgen als auch am Nachmittag bildeten sich demnach extrem lange Warteschlangen an den Kontrollstellen.
Seit Wochen kommt es nun schon regelmäßig zu massiven Problemen an den Luftsicherheitskontrollen des Düsseldorfer Flughafens. Fluggäste müssen sich Experten zufolge an den Airports Düsseldorf und Köln/Bonn auch in den nächsten Wochen weiter auf lange Wartezeiten vor den Sicherheitskontrollen einstellen. Der Flughafen und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sehen den Grund dafür in der Personalmisere beim zuständigen privaten Sicherheitsunternehmen. Bis zu 100 Kontrollkräfte pro Schicht würden teilweise fehlen, kritisieren sie. Nach Einschätzung der Deutschen Bundespolizeigewerkschaft wird sich die ohnehin schon angespannte Lage bis zum Ferienstart in vier Wochen weiter zuspitzen.
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Chaos am Düsseldorfer Flughafen
Foto: privat
Auch am Freitag sollen wieder massiv Kräfte an den Kontrollen gefehlt haben. „Es sind wieder rund 100 Leute gewesen, die fehlten“, so Tarim. „Ich habe den Eindruck, dass alle Beteiligten das so laufen lassen und nicht wirklich was dagegen tun“, kritisierte er. „Wir weisen seit Monaten auf die Misere hin, aber nichts passiert.“
Nach Informationen unserer Redaktion will der Flughafen studentische Hilfskräfte einsetzen, um die Situation an den Sicherheitskontrollen zumindest ein wenig zu entschärfen. Das zusätzliche Personal soll dem Vernehmen nach die Fluggäste mit Hinweisen auf die Sicherheitskontrollen vorbereiten. „Sie sollen ihnen Hinweise geben, wie sie sich verhalten sollen, damit sie schneller durchkommen“, hieß es aus Kreisen des Flughafens. „Das löst aber natürlich nicht das Personalproblem an den Kontrollstellen“, so Tarim.
(csh)
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