Coronavirus
Die CoV-Pandemie ist für viele vorbei, aber einige Experten bezweifeln, dass der Sommer so ruhig wird wie die letzten zwei Jahre. Zwei neue Varianten des Coronavirus – BA4 und BA5 – sind unterwegs und in einigen Ländern wie Portugal bereits angekommen. Dort sorgen sie bereits für eine steigende Zahl von Infektionen.
06.06.2022 19.28
Heute online, 19:28
Portugal erwartete bereits einen ruhigen Sommer, doch nun wird das Land von einer neuen Welle von CoV-Infektionen überrollt. Die Zahl der Infizierten hat sich seit Anfang Mai fast verdreifacht. Aktuell liegt die Sieben-Tages-Frequenz bei knapp 1800. Auch in Vorarlberg könnte ein neuartiges Virus bald die Infektionen erhöhen, sagt Robert Spiegel, CoV-Beauftragter der Ärztekammer. Da es fast keine Tests mehr gibt, gibt es keine Überprüfung des Infektionsverlaufs. Es sei möglich, dass es zu einer großen Zahl von Dunkelinfektionen komme und wir deshalb von der Sommerwelle überrascht würden, sagt der Spiegel.
Neue Version noch ansteckender
Es wird behauptet, dass die neue Version noch ansteckender ist als die bereits im Umlauf befindliche. Es gibt keine genauen Zahlen – aber einige Experten sprechen von einer 1:18-Reproduktionszahl. Das bedeutet, dass eine Person durchschnittlich 18 andere ansteckt. Allerdings sinkt mit dem Aufkommen der neuen Version bereits die Maskenpflicht. Der Spiegel empfiehlt weiterhin, in geschlossenen Räumen, Alten- und Pflegeheimen entweder die Maske zu tragen oder Abstand zu halten. Der wichtigste Punkt, so der Experte, dringend einen dritten Impfstoff herzustellen, sei die einzige Möglichkeit, sich auf schwierige Verläufe und kommende Wellen vorzubereiten.
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Eine vierte Impfung wird empfohlen
Die Nationale Impfkommission empfiehlt für bestimmte Personengruppen eine vierte CoV-Impfung. Menschen mit Vorerkrankungen und ältere Menschen sollten seiner Meinung nach frühestens vier und mindestens sechs Monate nach dem dritten Biss eine Auffrischimpfung erhalten, sagt Gesundheitsministerin Martina Rüscher (ÖVP). Allen anderen, die sich impfen lassen wollen, bleibe eine vierte Impfung nicht verwehrt, auch wenn sie jünger und gesünder seien, sagt Rüscher.
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