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Computer – Apple will mit dem neuen M2-Chip konkurrenzfähig bleiben – Sparsam

Cupertino (dpa) – Sieben Jahre nach dem Start der Apple Watch müssen iPhone-Kunden noch immer auf die Einführung einer großen neuen Produktkategorie warten.

Ein offenes Geheimnis im kalifornischen Silicon Valley ist, dass Apple an einem wegweisenden Projekt arbeitet, nämlich an einer eigenen Virtual- und Augmented-Reality-Brille. Allerdings hat Apple-Chef Tim Cook am Pfingstmontag in seiner Keynote auf der WWDC Developer Conference nie die Worte „Virtual Reality“ (VR) oder „Augmented Reality“ (AR) gesagt.

Stattdessen stellten Cook und sein Team zum Auftakt der WWDC eine Reihe von Weiterentwicklungen und Verbesserungen vor, um die ohnehin schon sehr erfolgreichen Produkte von Apple noch ein wenig zu verbessern. Der amerikanische Konzern kündigte auch einen neuen Prozessor für seine neuen Macs an. Apple brachte vor zwei Jahren seinen ersten Computerchip, den M1, auf den Markt und kehrte Intel, seinem damaligen Hauptlieferanten, den Rücken.

Weniger Leistung, mehr Leistung

Die Erfolgsgeschichte des M1 soll mit den neuen Laptop-Generationen Macbook Air und Macbook Pro mit M2-Prozessor fortgesetzt werden. Das M2-Chipsystem soll bei gleicher Leistungsaufnahme mehr Leistung bieten als Apples erster M1-Chip. Unter anderem habe der M2 ein Viertel mehr Transistoren, sagte Apples Chief Technology Officer Johnny Sruji.

Auf dem iPhone bringt das neue Betriebssystem iOS 16 unter anderem mehr Möglichkeiten, den Sperrbildschirm mit sogenannten Widgets für Features wie die Anzeige der Wettervorhersage anzupassen. Smartphones mit dem Betriebssystem Google Android können schon lange Widgets auf dem Sperrbildschirm anzeigen. Apple wird den Entwicklern auch eine Live-Oberfläche zur Verfügung stellen, die beispielsweise die Ankunftszeit der Reise oder den Status des Spiels auf dem Sperrbildschirm in Echtzeit anzeigen kann.

In alternativen SMS-Nachrichten werden die Nachrichten von Apple für eine Weile korrigiert und heruntergeladen. In der Kartenanwendung können künftig Routen mit bis zu 15 Haltestellen geplant werden. Künftig können Anwendungen Bilder aus Apples Straßenansichten „Look Around“ integrieren – was beispielsweise für Immobilienanwendungen nützlich sein wird. Apple Watch überwacht auch Schlafmuster und erinnert Benutzer daran, ihre Medikamente einzunehmen.

Mit der neuen Anwendung „Freeform“ will Apple eine Art digitales Whiteboard anbieten, auf dem mehrere Nutzer nicht nur Texte, sondern auch Zeichnungen, Fotos und Videos teilen und bearbeiten können.

Der Support für ältere Modelle endet früher

Auch Besitzer älterer iPhone-Modelle profitieren von iOS-Neuerungen, denn iOS 16 läuft auf allen Apple-Smartphones ab iPhone 8. Ältere iPhone 6s- und iPhone 7-Modelle können jedoch nicht mehr mit dem neusten Betriebssystem arbeiten, das dies zulässt. Trotz der Kürzung des Software-Supports von sechs auf fünf Jahre schneidet Apple im Vergleich zur Android-Konkurrenz recht gut ab. Smartphones mit dem Google-Betriebssystem sind in der Regel nach drei oder vier Jahren nicht mehr mit dem neusten Android-System erhältlich.

Auf der WWDC versuchte Apple auch, Erfolgsaussichten außerhalb von iPhone und Macintosh aufzuzeigen. Apple steigt stärker in das Finanzgeschäft ein und wird sein Bezahlsystem Apple Pay um ein Ratenzahlungsmodell erweitern. Mit Apple Pay Later können Verbraucher – zunächst nur in den USA – den Kaufpreis in vier gleiche Zahlungen über sechs Wochen aufteilen, ohne Zinsen oder Gebühren für die Verbraucher. Apple erhebt dafür eine Gebühr von teilnehmenden Kredit- und Debitkartenausstellern.

Auch im Automobilbereich hat Apple größere Ambitionen gezeigt. Obwohl das mysteriöse Apple Car hier ebenfalls nicht zu sehen ist, hat das Unternehmen große Pläne für seine CarPlay-Autosoftware. Bisher war er dafür da, iPhone-Inhalte auf den Infotainment-Bildschirm zu übertragen. Die kommende Version soll nun auch Zugriff auf die Funktionen des Autos wie die Klimasteuerung bieten – und auch die gesamte Instrumententafel steuern können, etwa mit der Geschwindigkeitsanzeige.

Ein Schritt weg von der Krone

Die ersten Fahrzeuge, die es einsetzen, sollen Ende nächsten Jahres vorgestellt werden, heißt es in der Mitteilung. Zu den Herstellern, die laut Apple an dem Projekt beteiligt sind, gehören unter anderem Mercedes, Audi und Porsche sowie Ford, Renault, Nissan und Volvo. Google arbeitet seit Jahren daran, Herstellern neben dem Konkurrenten CarPlay Android Auto auch eine Version von Android für Fahrzeugfunktionen anzubieten.

Auch für Apple war der Start der WWDC 2022 zwei Jahre nach Corona ein Schritt in Richtung Normalität. Mehr als 5.000 Entwickler wie 2019 im Silicon Valley zu begrüßen, traute sich der Konzern aber trotzdem nicht. Nur ein paar hundert Entwickler und ein paar Journalisten durften nach Ziehung den Hauptsitz eines futuristischen Unternehmens in Cupertino, Apple Park, besuchen viele. Apple erreichte die Tische, indem es das aufgezeichnete Ereignis im Internet ausstrahlte.

Auf die seit Jahren spekulierte Datenbrille von Apple mussten alle WWDC-Teilnehmer warten, ob in der kalifornischen Sonne oder zu Hause vor dem Bildschirm. Kürzlich wurden Erwartungen durch Medienberichte geschürt, dass der Konzern seinen Vorstandsmitgliedern einen Prototyp eines Headsets vorgestellt hat, das digitale Inhalte und Umgebungsbilder für den Benutzer kombinieren kann. Wer am Pfingstmontag aber genau hingehört und hingeschaut hat, konnte andere Softwarekomponenten erkennen, die Apple bei einem solchen Gerät helfen könnten. Dazu gehören eine verbesserte Sprachsteuerung und Texterkennung nicht nur in Fotos, sondern auch in zukünftigen Videos.

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