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Erstellt: 10.06.2022 Aktualisiert: 10.06.2022 13:17
Von: Michelle Bray
Trennung
Am Mittwoch fuhr ein Mann mit einem Auto in eine Gruppe von Schülern und Lehrern in Berlin. Eine Person wurde getötet und mehrere verletzt. Der Newsticker.
- Nahe Breitscheidplatz in Berlin: Ein 29-Jähriger ist am Mittwoch (8. Juni) mit einem Kleinwagen auf eine Fußgängergruppe zugefahren.
- 29 Menschen wurden verletzt, einige in kritischem Zustand. Ein Lehrer aus Hessen starb.
- Der Täter wurde bereits in eine Psychiatrie eingewiesen und muss wegen Mordes und versuchten Mordes in 17 Fällen angeklagt werden.
- Veränderungen am Breitscheidtplatz: Die Stadt plant nun, Autospuren zu entfernen.
- Diese Nachrichten über den tödlichen Vorfall in Berlin werden ständig aktualisiert.
Update vom 10. Juni, 13.14 Uhr: Vor der Todesfahrt von Ku’dam nach Berlin war der 29-jährige Angeklagte mehrfach psychisch aufgewühlt. Der Sozialpsychiatrische Dienst im Kreis Charlottenburg-Wilmersdorf habe seit 2014 mehrfach eingreifen müssen, sagte Kreisjugendstadtrat Detlef Wagner (CDU) am Freitag. Das letzte Mal war Anfang 2020. Eine konkrete Zahl von Operationen nannte Wagner hinsichtlich der ärztlichen Schweigepflicht nicht.
Laut RBB wurde der Deutsch-Armenier 2020 in eine psychiatrische Klinik verlegt, wo seine Einweisung geprüft werden soll. Was dann geschah, ist unbekannt. „Wir greifen immer zuerst ein“, erklärte Wagner. Nach Anfang 2020 werde es keine Einträge mehr geben. „Der Mann ist – zumindest nach unseren Akten – nicht mehr mit psychischen Problemen aufgetreten“, sagt Wagner.
Berlin: Schweigeminute im Bundesrat für die Opfer der Ausschreitungen
Update 10. Juni, 10.38 Uhr: Der Bundesrat schwieg eine Minute nach dem tödlichen Auto eines psychisch kranken Mannes in Berlin und dem tödlichen Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen. „Wir verurteilen die Gewalttat in Q’udam, wir trauern um die Toten in Berlin und Bayern, wir fühlen mit den Verletzten und den Angehörigen der Opfer“, sagte Bundesratspräsident Bodo Ramelow (Die Linke) am Freitag zuvor eine Bundesratssitzung. Anschließend fand die Plenarsitzung statt.
Der Bundesrat hat zu Ehren der Getöteten und Verletzten der Ausschreitungen vom Breitscheidplatz eine Schweigeminute eingelegt. © Wolfgang Kum / dpa
Berlin: Nach der Todesfahrt – die Stadt plant Veränderungen am Breitscheidtplatz
Update 10. Juni, 9.31 Uhr: Nach dem tödlichen Auto eines psychisch erkrankten Mannes in Berlin muss der Verkehr rund um den Breitscheidplatz verlangsamt und zurückgedrängt werden. Auf beiden Seiten des Gedächtniskirchplatzes sollten Autospuren entfernt werden, um eine direkte und gerade Fahrt zum Breitscheidplatz zu verhindern, sagte Charlottenburg-Wilmersdorfs Bürgermeisterin Kirstin Bauch (Grüne) am Freitag gegenüber RBB Inforadio.
Dafür gibt es Konzepte, die teilweise bekannt sind und nun schnell umgesetzt werden müssen, so dpa.
Berlin: Hintergrundermittlungen laufen – genaue Einordnung noch schwierig
Update 10. Juni, 9.24 Uhr: Nach den Ausschreitungen in Berlin am Mittwoch (8. Juni) wurde der 29-jährige Täter in eine Psychiatrie eingeliefert. Es gibt Anzeichen einer paranoiden Schizophrenie. Ob die Krankheit wirklich die Ursache der Tat ist, sollen laut Buchner weitere Untersuchungen zeigen. Derzeit wird jedoch ein Terrorakt ausgeschlossen, ebenso wie ein Unfall.
Im vorliegenden Fall sei noch vieles unklar, sodass eine genaue Einschätzung schwierig sei, sagte die Kriminalpsychologin Caroline Roshdi der dpa. In solchen Fällen liegt jedoch häufig eine Schizophrenie mit Paranoia vor. Im vorliegenden Fall kann angesichts des besonderen Tatorts auch die „Dynamik der Nachahmung“ berücksichtigt werden. Möglicherweise wollte der Täter ein Schild aufstellen oder auf etwas aufmerksam machen.
Laut einem Experten kommt es in etwa einem Drittel der Fälle zu wahnsinnigen Übergriffen wie dem tödlichen in Berlin durch psychisch kranke Täter. „Psychisch Kranke sind nicht gewalttätiger als die breite Öffentlichkeit, aber wenn solche spektakulären Fälle auftreten, sorgt das natürlich für Aufregung in den Medien“, sagt Isabella Heuser, Direktorin der Psychiatrie und Psychotherapie der Charité Berlin.
Nach der Todesfahrt nach Berlin gibt es am Tatort Blumen für das Opfer. Die genauen Umstände zum Geisteszustand des Fahrers sind noch nicht geklärt. © Annette Riedl / dpa
Berlin: Der Fahrer wurde in eine psychiatrische Klinik eingeliefert – 17-fach wegen versuchten Mordes angeklagt
Update vom 9. Juni, 20.50 Uhr: Wie die Staatsanwaltschaft Berlin am Donnerstagnachmittag auf einer Pressekonferenz mitteilte, wurde der 29-jährige Täter bereits in eine Psychiatrie eingeliefert. „Das Amtsgericht Tiergarten hat soeben die von der Staatsanwaltschaft beantragte Unterbringungsanordnung erlassen“, teilte die Kurznachrichtenplattform Twitter mit.
Dem schwer psychisch erkrankten Deutsch-Armenier drohen nun mehrere Anklagepunkte, darunter ein Mord, 17 Mordversuche an Schwerverletzten und gefährliche Staus. Angeklagt sei er zunächst wegen versuchten Mordes an jedem der 31 Verletzten, in weniger schweren Fällen sei der Tötungsvorsatz jedoch weggefallen, sagte Regierungssprecher Sebastian Buchner der Deutschen Presse-Agentur.
Update vom 9. Juni, 15.23 Uhr: Die Ermittler haben keinen Hinweis auf eine terroristische Herkunft – „aber auch vor diesem Hintergrund ist ein Vorfall auszuschließen“, sagte Sebastian Buchner, ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft.
Die Ermittler begehen eine vorsätzliche Tat. Laut Buchner wurde bestätigt, dass die Ursache der Tat eine psychische Erkrankung war. Bei einer Durchsuchung der Wohnung des 29-jährigen Fahrers wurden Drogen gefunden. Der Angeklagte hat seine Ärzte von der Schweigepflicht entbunden.
Berlin: Ein Autofahrer konkurriert in einer Menschenmenge – die Staatsanwaltschaft will einen Platz in einer psychiatrischen Klinik
Update vom 9. Juni, 14.52 Uhr: Der Generalstaatsanwalt von Berlin ist vor die Presse getreten. Der Verdacht gegen den Fahrer bestätigte sich. Es gibt Hinweise darauf, dass er an einer geistigen Behinderung leidet. Es wurden Drogen gefunden. Es gibt Anzeichen einer paranoiden Schizophrenie. Hinweise auf einen terroristischen Ursprung der Tat gibt es nicht.
Die Berliner Staatsanwaltschaft will den 29-jährigen Schützen vorläufig in einer psychiatrischen Abteilung unterbringen. Es werde eine Unterbringungsanordnung beantragt, sagte Regierungssprecher, Oberstaatsanwalt Sebastian Buchner, am Donnerstag in der Hauptstadt.
Update vom 9. Juni, 14.26 Uhr: Eine Pressekonferenz der Berliner Staatsanwaltschaft zur Todesfahrt nach Ku’dam ist demnächst angesetzt. Anschließend fassen wir die wichtigsten Aussagen an dieser Stelle für Sie zusammen.
Autorennen in Menschengruppe: Berliner fühlt sich an Mord am Breitscheidplatz erinnert
Update vom 9. Juni, 14.01 Uhr: „Es ist wie ein Déjà-vu“, sagte ein 60-jähriger Berliner der Nachrichtenagentur dpa. Ku’dams tödliche Fahrt nach Berlin weckte Erinnerungen an 2016, als ein islamistischer Killer auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz fuhr – er war auch dort, sagte er. “Als ich die Nachricht las und das Kirchendenkmal gezeigt wurde, dachte ich: Nein, schon wieder?”
Markierungen wie gelbe Farbkreise auf dem Bürgersteig zeugen noch heute von den dramatischen Ereignissen. Menschen legten Blumen und Kerzen am Ku’dam in Berlin nieder.
Auto kracht in Berlin in Menschenmenge: Innenminister Faezer reist zum Tatort
Update vom 9. Juni, 13.32 Uhr: Nach Ku’dams Todesfahrt zeigte sich Bundesinnenministerin Nancy Feiser (SPD) beeindruckt von der Lage am Tatort. Gemeinsam mit der Polizeipräsidentin Barbara Slovik besuchte sie das Areal des Breitscheidplatzes und sprach mit Polizisten.
Berlin: Auto in Menschenmenge gekracht – „Ich habe sehr schweren Herzens“
Update vom 9. Juni, 12.30 Uhr: Auf einer Pressekonferenz gaben der hessische Ministerpräsident Boris Rhein, Kultusminister Alexander Lorz, der Landrat des Kreises Waldeck-Frankenberg Jürgen van der Horst und der Bürgermeister von Bad Arolsen Erklärungen ab.
Die Nachricht habe alle „fassungslos“ gemacht, sagte Raine zu Beginn des PCs. „Wir sind natürlich fassungslos, dass es in Berlin eine Gruppe von Studenten gab, die voller Freude nach Berlin gekommen sind.“ Dies sei ihre letzte Reise gewesen, „was die Sache noch tragischer macht“, fuhr er fort. Die betroffene Schule in Kaulbach, die Opfer und Angehörigen sollten vom Land Hessen jede erdenkliche Unterstützung erhalten, versicherte er.
Einen Tag nach dem tödlichen Vorfall in Berlin sprachen der hessische Ministerpräsident Boris Rein und der hessische Kultusminister Alexander Lortz vor der Presse. © Swen Pförtner / dpa
Berlin: Autorennen in einer Menschengruppe – sieben Schüler und ein Lehrer in Berliner Krankenhäusern
„Unsere Gedanken sind bei den Familien der Opfer“, fuhr der Ministerpräsident fort. 17 Studierende sind bereits nach Bad Arolsen zurückgekehrt, sieben Studierende befinden sich noch in verschiedenen Berliner Krankenhäusern. Sie kümmern sich auch um den verletzten Lehrer. Die Gedanken seien auch bei den Angehörigen des verstorbenen Lehrers, der „ein wichtiger Anker der Schulgemeinschaft“ gewesen sei. “Dies ist ein sehr schwieriger Tag für uns, wir haben sehr schwere Herzen”, sagte er. “Das wird noch lange nachwirken.”
„Unser ganzes Mitgefühl gilt allen, die diese Bilder nicht mehr aus dem Kopf gehen werden, mit den Verwundeten und den Angehörigen des verstorbenen Lehrers“, …
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