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Neue Entdeckungen können Autofahrer entlasten – Samstagsgedenken

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Erstellt: 11.06.2022, 08:59

Aus: Dirk Walter, Francisca Conrad, Lucas Schierlinger, Felix Hertz

Trennung

Bei einem Zugunglück nahe Garmisch-Partenkirchen sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Die Ermittlungen zur Ursache dauern an – und zwar gegen Bahnmitarbeiter wegen Totschlags. Am Samstag findet ein Gedenkgottesdienst statt.

  • In Garmisch-Partenkirchen ist es am Freitag (3. Juni) zu einem schweren Zugunglück gekommen. Ein Regionalzug entgleiste, tötete fünf und verletzte Dutzende.
  • Die Ermittlungen zu den Ursachen des Zugunglücks dauern an. Am Dienstag, 7. Juni, wurde bekannt, dass gegen drei Mitarbeiter der Deutschen Bahn wegen des Verdachts des Totschlags ermittelt wird.
  • Am Samstag findet ein Gedenkgottesdienst für die fünf bei dem Zugunglück getöteten Menschen statt.

Update 11. Juni, 8.55 Uhr: Rund eine Woche nach dem tödlichen Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen gibt es einen ökumenischen Gedenkgottesdienst. Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, und der evangelische Landesbischof Christian Kopp gestalteten gemeinsam den Gottesdienst in der Pfarrkirche Maria Himelfart Partenkirchen. Angehörige und Freunde, die die Katastrophe überlebt haben, sowie Rettungs- und Helfer wollen die Opfer ehren.

Zu dem Gottesdienst werden auch Vertreter der Landesbehörden und der Bahn erwartet. Stellvertretend für Ministerpräsident Marcus Söder wird laut Ministerium der bayerische Innenminister Joachim Hermann (CSU) teilnehmen.

Zugunglück bei Garmisch – fünf Menschen starben

Vier Frauen und ein 13-jähriges Kind aus dem Raum Garmisch-Partenkirchen sind am vergangenen Freitag bei einem Zwischenfall ums Leben gekommen. Mehr als 40 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Eine Frau befindet sich zum letzten Mal noch in einem kritischen Zustand.

Während des Gottesdienstes sollten auch Gebete auf Ukrainisch gesprochen werden. Denn unter den Toten sind zwei 30- und 39-jährige Mütter aus der Ukraine, die mit ihren Kindern vor dem Krieg geflohen sind. Neben dem 13-Jährigen starben eine 51-jährige Frau aus Wiesbaden und eine 70-jährige Frau aus dem Landkreis München.

Zug entgleist bei Garmisch-Partenkirchen: Ermittlungen zur Ursache dauern an

Auch eine Woche nach dem Vorfall ist der Unfallort noch immer nicht vollständig aufgedeckt. Die Ermittlungen und Ermittlungen dauern laut Polizei südlich des Tatorts an.

Nördlich des Tatorts hat die Deutsche Bahn jedoch bereits mit den Vorbereitungen zur Bergung der Lokomotive und eines der letzten Waggons begonnen; Dieser Abschnitt wurde von Ermittlern geräumt. Teile des Zuges hielten zuletzt an. Die Gleise müssen repariert werden, bevor sie mit einem Eisenbahnkran geborgen werden können. Allein diese Maßnahmen müssen mehrere Tage dauern, bis Waggon und Lokomotive gerettet sind

Die Polizei der Soko Zug, bestehend aus knapp 50 Mitarbeitenden, arbeitet weiter mit Hochdruck an der Klärung der Ursachen des Vorfalls. Als Zeugen wurden Bahnangestellte und Fahrgäste befragt. Die Ermittler haben bereits mit Dutzenden Passagieren gesprochen. Gegen drei Mitarbeiter der Deutschen Bahn ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung.

Bei der Suche nach der Ursache steht ein technischer Defekt im Vordergrund. Die Fahrgestelle der bereits geborgenen Waggons wurden ebenso sichergestellt wie Schienenteile und andere Gleiskomponenten. Darauf wird besonders geachtet.

Züge auf der Strecke erst wieder nach dem G7-Gipfel?

Wann die Züge wieder auf der Strecke fahren können, ist unklar. Es wurde spekuliert, dass sich dies bis oder nach dem G7-Gipfel Ende Juni hinziehen könnte. Die Bahn betonte jedoch, dass eine Prognose hierfür noch nicht möglich sei. Der G-7-Gipfel unter Vorsitz von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) findet vom 26. bis 28. Juni auf Schloss Ellmau bei Garmisch-Partenkirchen statt.

Update 10. Juni, 12.23 Uhr: Auch eine Woche nach dem tödlichen Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen ist der Unfallort noch nicht vollständig aufgeklärt. Die Ermittlungen und Ermittlungen dauern südlich des Tatorts an. Das teilte Martin Emig, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, am Freitag mit. Wann die Züge wieder auf der Strecke fahren können, ist unklar.

Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen: Tatort noch nicht vollständig aufgeklärt

Nördlich der Unfallstelle hat die Deutsche Bahn bereits mit den Vorbereitungen zur Bergung der Lokomotive und eines der letzten Waggons begonnen. Dieser Bereich wurde von den Ermittlern geräumt. Teile des Zuges hielten zuletzt an. „Damit ein Eisenbahnkran an den Waggon und die Lokomotive herankommt, um sie endgültig anzuheben, wird zunächst der Schienenabschnitt davor repariert“, erklärte ein Bahnsprecher. Allein diese Maßnahmen müssen mehrere Tage dauern, bis Waggon und Lokomotive gerettet sind.

Ein zerstörter Waggon steht nahe der Unfallstelle auf einer Deponie. Bei dem Absturz kamen fünf Menschen ums Leben. © Tobias Hase / dpa

Die Soko Zuger Polizei, bestehend aus knapp 50 Mitarbeitenden, arbeitet weiter mit Hochdruck an der Ursachenklärung. Als Zeugen wurden Bahnangestellte und Fahrgäste befragt. Emig bestätigt, dass bereits mehrere Dutzend Passagiere befragt wurden.

Update 10. Juni, 10.07 Uhr: Rund 15 Bundeswehrsoldaten aus Mittenwald wurden zufällig bei einem Zugunglück zu Rettern. Sie befanden sich in dem zerstörten Zug und kehrten nach Hause zurück. Dann handelten sie blitzschnell – und wurden die Helden von Garmisch-Partenkirchen.

Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen: Gedenkgottesdienst wird im BR ausgestrahlt

Update 10. Juni, 9.55 Uhr: Fünf Menschen starben vor einer Woche bei einem schweren Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen. Am morgigen Samstag findet ein ökumenischer Gedenkgottesdienst zu Ehren der Opfer statt.

Bei einem Zugunglück in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen sind am vergangenen Freitag fünf Menschen ums Leben gekommen. © Tobias Hase / dpa

Der Gottesdienst findet um 17 Uhr in der Pfarrkirche Maria Himmelfart in Partenkirchen statt – und wird vom BR live im Fernsehen und im Internet übertragen, sagte der evangelische Pfarrer Martin Dubberke dem evangelischen Pressedienst. Eingeladen sind Rettungsdienste und Angehörige sowie alle Opfer des Zugunglücks.

Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen: Gedenkfeier für die Opfer am Samstag

An der Feierstunde nehmen namhafte Persönlichkeiten der Kirche teil, darunter der katholische Erzbischof von München Reinhard Marx und der evangelische Landesbischof von München Christian Kopp.

Da unter den Toten zwei ukrainische Frauen sind, die mit ihren Kindern aus ihrer Heimat geflohen sind, werden Teile der Trauerfeier auf Ukrainisch abgehalten. „Jeder Tote ist tragisch, aber hier gibt es eine ganz besondere innere Tragödie“, sagte Pfarrer Dubberke.

Update 9. Juni, 19.19 Uhr: Nach dem Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen hat die Deutsche Bahn mit den Vorbereitungsarbeiten zur Bergung der Lokomotive und eines letzten Wagens vom Unfallort begonnen. Aus Richtung Norden kommend könnten die Gleise nun in Abstimmung mit der Ermittlungsbehörde bearbeitet werden, sagte ein Bahnsprecher am Donnerstagabend. „Damit der Eisenbahnkran die Waggons erreicht und die Lokomotive sie endlich anheben kann, wird zunächst der Schienenabschnitt davor repariert“, sagte der Sprecher.

Allein diese Maßnahmen vor dem Waggon und nach der zu rettenden Lokomotive dürften einige Tage dauern. „Der Zeitpunkt der Arbeiten und Bergung der Gleise hängt auch von weiteren Ermittlungen ab.“ Eine Prognose für die Wiederaufnahme des Zugverkehrs sei daher noch nicht möglich.

Update vom 9. Juni, 12.49 Uhr: Die Ermittlungen am Ort des tödlichen Zugunglücks ziehen sich hin. Auch am Donnerstag konnte mit den Reparaturen nicht begonnen werden: „Die Unfallstelle wurde noch nicht geräumt, da noch Begutachtungen durchgeführt werden“, sagte Polizeisprecher Oberbayern Süd, Stefan Sontag. Die knapp 50 Mitarbeitenden der Soko Zug arbeiten weiter auf Hochtouren. Man müsse warten, “bis irgendwann die Experten sagen: Jetzt haben wir alles überprüft.”

Nach dem Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen: Arbeiten bis zum G7-Gipfel?

Gut möglich, dass die Arbeiten bis zum G7-Gipfel Ende Juni andauern. Die Bahn macht dazu jedoch keine Angaben. „Die DB arbeitet derzeit nicht vor Ort, die Unfallstelle ist noch nicht vollständig geräumt“, sagte ein Bahnsprecher. Lokomotive und Waggon sind noch auf Gleisen. Aus dem Norden kommend müssen sie nach ihrer Freigabe per Bahn wieder aufgebaut werden. Allerdings musste das Gleis repariert werden, damit ein Schienenkran den Einsatzort erreichen konnte. Die Instandsetzung des Gleisabschnitts soll in den nächsten Tagen beginnen.

Bei einem Zugunglück sind am Freitagnachmittag vier Frauen und ein 13-jähriger Junge ums Leben gekommen. Eine weitere Frau befindet sich nach wie vor in einem kritischen Zustand, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Update vom 9. Juni, 11.38 Uhr: Die Ermittlungen der Soko Zug zu den Ursachen des Zugunglücks laufen weiter auf Hochtouren. Als wahrscheinlichste Ursache gilt derzeit die defekte Schiene (siehe Update vom 8. Juni, 17.58 Uhr). Schon das Fahrtenbuch zum Unfallverlauf liefert interessante Informationen – von Mittenwald über Garmisch-Partenkirchen bis zum Münchener Hauptbahnhof. Diese ist bei Bild.de erhältlich.

Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen: Das Fahrtenbuch entlässt den Lokführer

Vor Beginn jeder Fahrt muss der Fahrer das vorgeschriebene Dokument einsehen. Für den vergangenen Freitag, den Tag des Zugunglücks, zeigt dies, dass es zwischen der Unfallstelle bei Garmisch-Partenkirchen und Farhant zu keiner Geschwindigkeitsreduzierung gekommen ist. Dieser Punkt …