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“18 Grad kleines Opfer”: Kommunen fordern Energieeinsparungen

„18 Grad kleines Opfer“ Kommunen fordern Energieeinsparungen

17. Juni 2022, 3:22 Uhr

Wie kann der Gasverbrauch in Deutschland reduziert werden? Eine Möglichkeit sind gesetzliche Änderungen des Heizwärmebedarfs für Vermieter. Aber auch in öffentlichen Einrichtungen gibt es laut Städte- und Gemeindebund Potenzial. Die Temperaturen in Bürogebäuden können sinken.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen, um Energieeinsparungen durch reduzierte russische Gaslieferungen zu ermöglichen. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte der Rheinischen Post, Vermieter seien verpflichtet, für eine Temperatur von 20 bis 24 Grad zu sorgen. „Das muss sich ändern. Auch in einer Wohnung mit 18 oder 19 Grad lässt es sich noch gut leben, und alle müssen dieses relativ kleine Opfer ertragen können“, sagte Landsberg.

Sollte sich die Lage weiter verschlechtern, was nicht ausgeschlossen werden könne, müssten in den Kommunen „konkrete Sparpläne“ entwickelt werden, forderte Landsberg. Insbesondere erwähnte er die Senkung der Temperaturen in den Verwaltungsgebäuden, die Reduzierung der Temperatur in den Schwimmbädern und möglicherweise die vorübergehende Schließung einiger Standorte. Umgekehrt sollte es angegeben werden, wenn es nicht möglich ist, die Temperatur zu senken, beispielsweise in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Landsberg forderte, die Bemühungen regelmäßig an die Bürger zu kommunizieren. „Wir können die Krise nur gemeinsam überwinden, das heißt, die Menschen müssen sich selbst tragen“, so Landsberg weiter.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat wiederholt zum Energiesparen aufgerufen. In den ARD-“Tagesthemen” wies er darauf hin, dass die Gasspeicher derzeit zu 56 Prozent gefüllt seien. Das ist überdurchschnittlich, aber es reicht nicht. “Wir können nicht mit 56 Prozent in den Winter gehen. Die müssen voll sein. Sonst sind wir wirklich offen”, sagte Habek. „Sollten die Speichermengen nicht steigen, dann müssen wir ggf. gesetzlich zusätzliche Rettungsmaßnahmen ergreifen“, sagte der Grünen-Politiker. Auf die Frage, ob dies eine Absenkung der vorgeschriebenen Mindesttemperatur in den Wohnungen bedeuten könne, antwortete der Minister: „Damit haben wir uns noch nicht vertieft auseinandergesetzt.