Germany

G7-Gipfel: Feiser fordert G7-Demonstranten auf, nicht gewalttätig zu sein

Stand: 25.06.2022 03:21 Uhr

Einen Tag vor dem G7-Gipfel wollten 20.000 Menschen in München protestieren. Innenminister Faezer rief Kritiker zu Gewaltlosigkeit auf. Am meisten Sorgen bereiten ihr die Aktivitäten der linksextremen Szene.

Bundesinnenministerin Nancy Pfizer hat im Vorfeld des G7-Gipfels in Bayern Kritiker des Treffens zur Gewaltlosigkeit aufgerufen. „Ich erwarte, dass alle Demonstranten friedlich protestieren, ohne jemanden zu verletzen oder Autos oder Geschäfte zu zerstören“, sagte Faezer dem Nachrichtenportal t-online. Die Debatte zu diesem Thema ist ein Eckpfeiler unserer Demokratie. “Aber ich habe absolut kein Verständnis dafür, dass es bei dem Protest um Gewalt geht.”

„Für alle möglichen Fälle gerüstet“

Faezer zeigte sich zufrieden mit den Vorbereitungen für die Sicherheit des Treffens, bei dem sich die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten morgen auf Schloss Elmau bei Garmisch-Partenkirchen treffen werden. “Es ist wichtig, auf alle möglichen Ereignisse vorbereitet zu sein. Wir sind es auch.”

Allerdings sei sie an diesem Wochenende “sicherlich angespannter als sonst”, sagte Feiser. „Am meisten Sorgen bereiten mir linksextreme Gruppen.

20.000 Demo-Teilnehmer sind registriert

Einen Tag vor der Versammlung wollen heute Tausende Menschen in München protestieren. Ein Bündnis vieler Organisationen rief zu einer großen Kundgebung und Demonstration auf der Theresienwiese in der Münchner Innenstadt auf.

Laut Polizei sind 20.000 Teilnehmer registriert. Kritiker forderten beim G7-Gipfel ein schnelles Ende der Abhängigkeit von Öl, Gas und Kohle infolge des Krieges Russlands gegen die Ukraine. Sie fordern auch einen konsequenten Kampf gegen die Klimakrise und das Artensterben sowie mehr Maßnahmen gegen Hunger, Armut und Ungleichheit. Zu den Sponsoren des Protestbündnisses gehören WWF, Greenpeace, Attac, Campact und Brot für die Welt.

Morgen beginnt der G-7-Gipfel auf Schloss Elmau bei Garmisch-Partenkirchen. Sieben führende Industrienationen wollen drei Tage lang über globale Themen wie den Krieg in der Ukraine, den Klimawandel und die globale Hungersnot diskutieren. Zwei Tage vor dem Treffen der Staats- und Regierungschefs begann die Polizei mit gründlichen Kontrollen der Fahrzeuge. Demonstranten errichteten ein Protestcamp.