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Protest in München: Neun Festnahmen vor dem G-7-Gipfel

Bis: 25.06.2022 21:37 Uhr

Am Vorabend des G-7-Gipfels sind bei einer Demonstration in München neun Personen unter anderem wegen Verstoßes gegen das Maskenverbot festgenommen worden. Etwa 5.000 Menschen nahmen an dem Protest teil.

Im Zusammenhang mit der Großdemonstration beim G-7-Gipfel in München wurden einem Polizeibericht zufolge neun Personen festgenommen. Die Polizei teilte mit, dass es nach dem Ende der Abschlusskundgebung drei Fälle von gefährlichen Körperverletzungen und Verstößen gegen das Maskentrageverbot bei Versammlungen sowie zwei Fälle von Angriffen auf Polizisten gegeben habe.

Eine weitere Festnahme eines gesuchten Mannes am Ende des Protests löste eine kurze Konfrontation mit Demonstranten aus. Zwei Polizisten wurden den Angaben zufolge leicht verletzt. Auch die Polizei setzte Schlagstöcke ein. Kurz zuvor zündeten Demonstranten mehrere Rauchtöpfe an. In diesem Zusammenhang teilte die Polizei mit, dass derzeit gegen Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt werde.

“Russlands Angriff bestimmt die Tagesordnung für Gespräche zwischen Staats- und Regierungschefs”, Stephanie Stauss, BR, beim G-7-Gipfel

Tagesschau 20:00 Uhr, 25.6.2022

Der Veranstalter ist enttäuscht über den geringen Zulauf

Eine Sprecherin des Protestbündnisses Stop G7 Elmau verurteilte das “gewalttätige Vorgehen der Polizei”. Mehrere Personen wurden von Mitarbeitern verletzt. “Das Vorgehen der Polizei war ungerechtfertigt, aber nicht überraschend.” Zu der Demonstration kamen deutlich weniger Menschen als erwartet. Die Polizei spricht von etwa 4.000 Teilnehmern und die Organisatoren von etwa 6.000 Demonstranten. Die Organisatoren waren enttäuscht über die geringen Zahlen. Nach offiziellen Angaben setzte die Polizei in München bei der Protestkundgebung rund 3000 Einsatzkräfte ein.

Die Teilnehmer forderten die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten auf, die Armut entschlossen zu bekämpfen und als Folge des russischen Krieges gegen die Ukraine ihre Abhängigkeit von Öl, Gas und Kohle zu beenden und stärker gegen den Klimawandel und den globalen Klimawandel vorzugehen Hungerkrise.

Scholz akzeptiert Macron

Das Treffen der sieben größten westlichen Industrienationen findet vom 26. bis 28. Juni zum zweiten Mal auf Schloss Ellmau am Fuße des Wettersteingebirges statt. Bereits 2015 traf sich die G7 im Alpine Luxury Hotel.

Bundeskanzler Olaf Scholz ist bereits auf Schloss Elmau in den bayerischen Alpen eingetroffen, wo er in den nächsten drei Tagen Gastgeber des G-7-Gipfels sein wird. Die Bundeskanzlerin flog mit einer Regierungsmaschine nach München und dann mit dem Hubschrauber nach Ellmau. Auch der französische Präsident Emmanuel Macron und US-Präsident Joe Biden wurden am Samstagabend in Ellmau erwartet.

Der Gipfel der Demokratischen Wirtschaftsmächte begann am Sonntagnachmittag mit Beratungen zur Weltwirtschaftslage, zur Bekämpfung der Klimakrise, zur Infrastrukturinitiative und zur Sicherheitspolitik. Im Mittelpunkt des Treffens stehen der Krieg in der Ukraine und seine Folgen. An dem Gipfel nahmen neben den Staats- und Regierungschefs dieser Länder auch EU-Ratspräsident Charles Michel und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen teil. Scholz hat außerdem fünf Gastländer eingeladen: Indonesien, Indien, Südafrika, Senegal und Argentinien.