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Milliardär: Aufregung um Hotelprojekt in Lech

Politik

Ein Hotelprojekt in Lech am Arlberg sorgt für Aufregung. Der deutsche Milliardär Mark Summer will in Oberlech ein Hotel bauen. Die Our Village-Liste findet ein Investorenmodell. In Lech gibt es für solche allerdings einen Baustopp.

26.06.2022 12.11

Heute online, 12.11

Mark Samver ist ein deutscher Investor. Reich wurde er unter anderem durch den Internet-Versandhändler Zalando. Sein Vermögen wird vom Wirtschaftsmagazin Forbes auf rund 1,2 Milliarden Dollar geschätzt. Mittlerweile ist der Internetunternehmer offenbar von der Weltbühne ins kleine Lech in Vorarlberg gezogen.

Genauer gesagt nach Oberlech. Dort soll ein kleines Luxushotel entstehen. Die Berghaus MRO GmbH & Co KG mit Sitz in Dornbirn hat bereits eine Bau- und Gewerbegenehmigung beantragt. Laut Firmenbuch ist der eigentliche Eigentümer Mark Samver. Kommende Woche findet eine Anhörung im Bezirksamt Bludenz statt.

Kritik: Im Bauausschuss nicht berücksichtigt

Die Gemeinde Lech hatte im vergangenen Jahr beschlossen, den Bau von Investorenmodellen für zwei Jahre einzufrieren. Dies geschieht, um zu verhindern, dass Investoren Gebäude kaufen, die dann selten genutzt werden und die meiste Zeit leer stehen. Gemeinderat Stefan Muksel von der Nashe-Selo-Liste sieht in dem Hotelprojekt des Internet-Milliardärs jedoch ein Investorenmodell.

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Er kritisierte: „Trotz Bauverbot ist das Projekt vom Bauausschuss nicht geprüft worden. Wir können auch nicht verstehen, warum die Bezirksregierung an diesem Projekt arbeitet, während alle anderen Projekte, auch kommunale, erst durch einen Bauausschuss müssen.“

Die Entscheidung liegt bei der Bezirksregierung

Bludenz-Bezirkshauptmann Harald Dreyer entgegnete, die Bezirkshauptmannschaft könne im Bauausschuss nicht über Angelegenheiten entscheiden. Eine mündliche Anhörung ist ein normaler Schritt, da erst alle Informationen zusammengetragen werden müssen, um zu entscheiden, ob es sich um ein Investorenmodell handelt oder nicht.

Rechtsanwalt Adolf Konchin, der den Projektbetreiber vertritt, ergänzt: „Es bestand keine Verpflichtung des Auftragnehmers, das Projekt dem Bauausschuss vorzustellen. Zuständige Behörde ist die Bezirkshauptmannschaft Bludenz, nicht die Gemeinde Lech. Ob das Bauverbot in Kraft tritt, ist eine rechtliche Beurteilung durch die zuständige Behörde, dh. BH Bludenz.“ Conchin stellt auch klar, dass es sich dabei sicher nicht um ein Anlagemodell handelt. Er betont auch, dass die Unterlagen der Gemeinde seit mehr als zwei Wochen vorliegen.