Der Juni endet mit einer Hitzewelle, die den heißesten Tag des Jahres nach Osten bringt. Jetzt zeigt die Karte, wo es am schlimmsten sein wird.
Bisher war der Juni 2 Grad wärmer als im langjährigen Mittel von 1991 bis 2020, wobei die größten Abweichungen von +3 Grad von Vorarlberg durch den Turm bis nach Mittelkärnten verzeichnet wurden.
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Abweichungen von 1 bis 1,5 Grad sind im östlichen Tiefland bisher relativ gering, werden aber bis Ende des Monats zunehmen: Derzeit stellt sich über dem Ostatlantik ein deutlich niedriger Pegel ein und wird zu Ausbrüchen warmer, feuchter Luft führen im Alpenraum mindestens bis Ende des Monats. Die Hitze verlagert sich zunehmend in den Südosten des Landes.
Deep Rebecca trägt gemischte Zeit
Ein riesiges Tiefdruckgebiet namens Rebecca setzt sich derzeit über dem Ostatlantik und den Britischen Inseln ab. An der Ostflanke der Senke in Mitteleuropa wird sich vorerst eine südwestliche Hochströmung entwickeln, die schubweise sehr warme Luftmassen bringen wird.
Vor allem im Süden und Osten, also in den bisher relativ verschonten Gebieten, werden die Temperaturen kommende Woche deutlich ansteigen.
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Der Juni endet ungewöhnlich heiß von Italien bis Skandinavien. Im Bild: die Abweichung vom langjährigen Durchschnitt 1981-2010.K. Haustein / uwz.at
Von Vorarlberg bis Oberösterreich hingegen sorgen Regen und starke Gewitter von Montagabend bis Mitte der Woche für niedrigere Temperaturen, wodurch es teilweise zu großen Temperaturunterschieden von West nach Ost kommt.
Osten bis 38 Grad
Am Montag scheint die Sonne breit, der Himmel wird jedoch im Laufe des Tages durch Staub aus der Sahara zunehmend bewölkt. Starkregen und Gewitter ziehen am Abend von Vorarlberg nach Oberösterreich. Ein starker Südostwind weht mit 26 bis 35 Grad von West nach Ost.
Am Dienstag ziehen im nördlichen Teil der Alpen leichte Wolken auf und am frühen Morgen regnet es lokal mit Niederschlägen. Die Sonne scheint oft im Süden und Südosten, lockert aber auch tagsüber leicht auf. Am Nachmittag nimmt die Gewittergefahr ab den Westbergen rapide zu, auch lokale Gewitter können heftig sein. Von Unterkärnten bis ins östliche Unterland bleibt es oft trocken. Dazu kommen 24 bis 33 Grad.
Der Mittwoch bringt viele Wolken nach Westen und Norden und von Anfang an wird es in den Westbergen Donner geben. In der östlichen Hälfte scheint zeitweise die Sonne, aber die Wahrscheinlichkeit für Regen und Gewitter nimmt im Allgemeinen im Laufe des Nachmittags zu. Sonnig und teilweise trocken bleibt es im Fernen Osten und Südosten am längsten. Die Höchstwerte liegen zwischen 22 Grad im Westgebirge und 36 Grad im Seewinkel.
Nach derzeitiger Lage ziehen am Donnerstag vor allem in der Osthälfte zunächst mehrere Wolkenfelder vorbei, es kommt stellenweise zu Gewittern. Tagsüber geht oft die Sonne auf, aber schon bald regnet es wieder und teilweise heftige Gewitter, vor allem in den Bergen und Hügeln. Die Temperaturen erreichen 25 bis 33 Grad.
Hitze am Anfang des Monats
Besonders heiß wird es am Freitag. Die Modelle zeigen am 1. Juli im Osten eine große Hitze mit Höchstwerten zwischen 35 und 38 Grad, sodass der Berichtstag in Wien und im Burgenland nicht nur für Kinder schweißtreibend wird.
Die Hitzepole liegen nach aktuellen Prognosen in Zewinkel (Bulgarien, 38 Grad) und bei Hönau an der Marsch (Niederösterreich, 37 Grad). Im gesamten Osten werden jedoch 36 Grad erwartet:
Hitzeprognose für Freitag, 1. Juli 2022. UBIMET
In den westlichen Bergen bleibt es dagegen deutlich kühler. Am Wochenende zeichnet sich im Osten eine Abkühlung ab.
Tag der Schläfer
Der Tag der Siebenschläfer ist in der Meteorologie ein bekannter Verlusttag, der sich in zahlreichen Regeln des Bauern widerspiegelt. Daher soll das Wetter am 27. Juni den Trend für die nächsten 7 Wochen bestimmen: “Die Zeit am Tag der Schläfrigen kann sieben Wochen bleiben.”
Tatsächlich besteht im Hochsommer eine statistisch nachweisbare Tendenz, die meteorologischen Bedingungen im Alpenraum aufrechtzuerhalten. Für diese meteorologische Singularität ist jedoch nicht nur ein Tag relevant, sondern generell die Zeit um das Monatsende herum.
Eine erneute Anwendung der Regel in diesem Jahr würde einen heißen Sommer im Osten und Südosten, aber einen gewittergefährdeten Sommer in den Nordalpen bedeuten.
Nav-Account rot, rcp Time26.06.2022, 19:25 | Akt: 26.06.2022, 21:30 Uhr
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