Germany

25. Wiener Gemeinderat: Rechnungsabschluss 2021 (12) PID-Presse


Beratung der Unternehmensgruppe zu Klima, Umwelt, Demokratie und Humanressourcen

Wien (OTS / RK) – GR Christian Hursky (SPÖ) sagte eingangs, dass „jede Chance zum Klimaschutz“ genutzt werden müsse. Er hielt einen Vortrag über die Statistik der Beschäftigten in der Stadt, „von denen nur noch 21 % nach altem Dienstrecht beschäftigt waren, also Beamte“. Die Mitarbeiter standen vor einer großen Herausforderung durch die Covid-Krise und haben gute Arbeit geleistet. Auch die geringe Zahl an Krankheitstagen zeugt von „zufriedenen“ Mitarbeitern. Er erwähnte auch die Aufgaben der Kontaktverfolgung und des städtischen Dienstes. Auf die 67.000 Beschäftigten der Stadt könne man „stolz“ sein, auch Hurski bedankte sich bei den zuständigen Referatsleitern.

GR Kilian Stark (Grüne) bedankte sich nochmals bei seinem Vorredner und hob die Arbeit der Business Group Umwelt und der MA20 (Energieplanung) hervor. Beim Klimafahrplan bemängelte Stark das Fehlen konkreter Zahlen. Er erwartet mehr “Transparenz und Konsequenz”. Er schlug vor, beim Austausch der Wasserleitungen weitere Bäume zu pflanzen.

GRin-Meisterin Stephanie Vasold (SPÖ) erwähnte die Themen, die im vergangenen Jahr in den Petitionsausschüssen diskutiert wurden. Sie dankte allen Menschen, “die Petitionen eingereicht und damit geholfen haben, die Stadt zu verbessern”. Sie dankt auch der MA62 (Wahlen und verschiedene Rechtsfragen) für die Bereitstellung der Grundlage für die Petitionen. Auch bei Volksabstimmungen und vielen anderen Prozessen hat die Abteilung hervorragende Arbeit geleistet. Die Arbeit im Petitionsausschuss ist nicht immer einfach. Nicht alle Wünsche können zu 100 Prozent erfüllt werden. Oft müssen Kompromisse gefunden werden, aber das geht meistens gut. Die Petenten geben regelmäßig positive Rückmeldungen zu den Verfahren. Vasold hat eine Petitionsreform angekündigt, die umgesetzt werden soll und Petitionen für Wienerinnen und Wiener noch “einfacher, besser und schneller” machen soll. 2021 sei ein „gutes Jahr für das Petitionswesen“ gewesen und sie dankte allen, die mit ihrem Engagement dazu beigetragen hätten.

GRin-Meisterin Nina Abrahamchik (SPÖ) bedankte sich bei allen Gemeinderätinnen und Gemeinderäten für die gute Gesprächskultur zum „großen Thema Konzernumfeld“. Es gelte, sich „gemeinsam für die Interessen der Wienerinnen und Wiener einzusetzen“. Der Klimafahrplan ist essenziell für die Zukunft der Stadt. Abrahamchik erwähnt in diesem Zusammenhang den Reparaturgutschein, der die Wiener nicht nur finanziell entlastet, sondern auch viele Tonnen CO2 einspart. Sie dankt der MA22 (Umweltschutz) für die gute Arbeit. Ernährungstipps sind ein wichtiges Angebot und unterstützen „gesunde Ernährung in Schule und Kindergarten“. Auch dem Tierrechtsombudsmann geht es sehr gut. Maßnahmen zur Förderung des Weinbaus, der Landwirtschaft und anderer landwirtschaftlicher Betriebe sichern den Fortbestand der Lebensmittelproduktion in Wien. Auch die Marke Wiener Gusto macht alles, was in Wien produziert wird, öffentlich bekannt. Im Hinblick auf die hohen Temperaturen wies sie auf die artgerechte Tierhaltung hin. Die Stadtverwaltung werde „Wien unter die Lupe nehmen und jeden Tag dazu beitragen“, „Wien zur lebenswertesten Stadt der Welt zu machen“.

GRin Dr. Auch Jennifer Kickert (GRÜNE) schloss sich der Dankbarkeit gegenüber ihrer Vorrednerin an. Kickert sagte, die von GR Mantl (ÖVP) geforderten „Stadtbäume“ seien ein „reines PR-Gespräch“. Das Projekt ist noch nicht weit genug, um realisiert zu werden. Viele Städte würden die Stadtbäume testen und dann wieder abbauen, weil keine spürbare Besserung eingetreten sei. Es ist wichtig, Staubpartikel und CO2 zu reduzieren. Technologie könnte helfen, das Klima zu schützen, aber dieses Projekt hat sich noch nicht bewährt, daher wird es den Antrag nicht genehmigen.

offizielles StR Mag. Jürgen Czernohorszky (SPÖ) sagte, 2021 sei „herausfordernd, aber gleichzeitig äußerst produktiv“ gewesen. „Wir haben uns große Ziele gesetzt, an denen wir nun Schritt für Schritt arbeiten.“ Als Personalstadtrat dankte er „allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Stadt Wien, die sich tagtäglich für unsere Ziele einsetzen. Sie leisten einen unersetzlichen Beitrag zur Lebensqualität und zum Klimaschutz in Wien.“ Der Klimafahrplan 2021 gebe „die Weichen und die Vision vor“, um das Ziel der Stadt zu erreichen, bis 2040 klimaneutral zu werden. „Und das ist nicht zu umgehen. Die weltpolitische Lage und die Klimakrise, in der wir uns bereits befinden, zeigen noch einmal deutlich, wie sehr wir die Energiewende brauchen. CO2 sinkt, die Lebensqualität steigt“, sagte Chernohorski. Teil des Klimafahrplans ist ein eigenes Klimamanagement, das vom Leiter der Klimaabteilung als zentrale Stelle geführt wird und die Umsetzung der Ziele des Klimafahrplans koordiniert. Die Klimakrise betrifft mehr wirtschaftlich benachteiligte Menschen und gefährdete Gruppen wie ältere Menschen, Kranke und Kinder; Es sei wichtig, sie vor den Auswirkungen des Klimawandels zu schützen, betonte Chernohorski. Wien muss auch in den kommenden Jahrzehnten die lebenswerteste Stadt der Welt sein – für alle ihre Bewohnerinnen und Bewohner. Klimapolitik muss auch als Gesellschaftspolitik betrieben werden. Wien ist bereits jetzt das Bundesland mit den geringsten CO2-Emissionen pro Einwohner und setzt den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen fort, d.h. Öl und Gas. Dies geschieht mit Energieraumplänen, die die Neuinstallation von Gaskesseln in bestimmten Schutzgebieten verbieten. Stattdessen wolle Wien seine eigene klimafreundliche Energie erzeugen, so Chernohorsky. Schwerpunkte sind Geothermie, Wärmepumpen und Photovoltaik. Die größte Wärmepumpe Mitteleuropas steht bereits in Simmering und versorgt 25.000 Haushalte mit klimafreundlicher Wärme. „Außerdem bauen wir gerade die nächste, noch größere Wärmepumpe in der Nähe des Klärwerks, die ab dem kommenden Jahr 56.000 Haushalte und ab 2027 sogar 112.000 Haushalte mit Wärme aus gereinigtem Abwasser versorgen wird“, sagte Chernohorski. Mit einer Photovoltaik-Offensive kann die akkumulierte Leistung um 70 % gesteigert werden. Tschernokhorski sagte, der Ausstieg aus dem Gas könne nur gelingen, wenn die Kosten der Transformation sozial abgemildert würden. Auch der Wiener Klimarat sah den Bund hier in der Pflicht. Anschließend skizzierte er die Arbeit des Wiener Klimateams, „in dem wir 1.100 Klimaschutz-Ideen der Wienerinnen und Wiener sammeln, die innerhalb von zwei Jahren umgesetzt werden müssen.“ Außerdem startete die Stadt die Klimatour. 2021 investiert Wien rund 23 Mio. € in den Ausbau des Wiener Kanalnetzes; außerdem werden mehr als 3.000 Kilometer Wasserleitungen ausgebaut und die Zahl der Trinkbrunnen in ganz Wien von 900 auf 1.300 erhöht.Bis 2025 will die Stadt 400.000 Quadratmeter neue Grünflächen inklusive Parks und kühlendem Grün bauen Flächen in dicht bebauten Gebieten. Im vergangenen Jahr wurden 40 Parks neu eröffnet oder renoviert. Chernohorsky dankt allen Mitarbeitern seiner Unternehmensgruppe und den angrenzenden Abteilungen für ihre wertvolle Arbeit. „2021 war ein Jahr mit vielen Entscheidungen, die uns in eine gute Zukunft führen werden“, so Chernohorski abschließend.

Die Debatten im Gemeinderat über den Jahresabschluss 2021 wurden um 20.49 Uhr unterbrochen. Debatten über andere Unternehmensgruppen und die Abstimmung folgen morgen. Die Korrespondenz des Bürgermeisteramtes wird morgen, Dienstag, 9 Uhr bekannt gegeben. (Fortsetzung) ato / wei

Fragen und Kontakt:

PID Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien, Chefredaktion für Journalisten, Stadtredaktion 01 4000-81081 dr@ma53.wien.gv.at www.wien.gv.at/presse