Veröffentlicht am 28. Juni 2022, 21:35 Uhr
Laut einem SRF-Bericht sind zwei Verantwortliche des Synchronschwimmens zurückgetreten. Die Vorwürfe sind grausam.
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Schwere Trainingsmethoden oberhalb der Schmerzgrenze sollen ein Problem für Schweizer Synchronschwimmer sein.
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Es muss eine Atmosphäre der Angst im Verein herrschen.
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Der Schweizer Schwimmverband hat ein Problem.
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Anbrüllen, Beleidigungen, Drohungen, obszöne Bemerkungen, Essverbote und Trainingsmethoden über der Schmerzgrenze. Im Schweizer Synchronschwimmen herrscht angeblich eine Atmosphäre der Angst. Synchronschwimmer Joel Peschle sagt: „Ich habe das Gefühl, du bist kein Mann auf dieser Welt.“ SRF berichtete am Montag in zwei Sendungen von den Beschwerden.
Peschle nennt ein Beispiel für körperliche Überlastung: „Man wird einfach ins Garn gedrückt. Du weinst viel, weil du so große Schmerzen hast.“ Sie fügte hinzu: „Wir brauchen jemanden, der beim Dehnen hilft, weil das Ideal, das wir brauchen, nicht alleine erreicht werden kann. Aber es gibt eine Maßnahme. Und es gibt Menschen, die zu ihm stehen.“ und die Kinder weinen und können nicht atmen, weil ihre Rücken so stark ziehen.
Ein SRF Investigativ vorliegendes internes Dokument spricht von «Chaos» und «unhaltbaren Zuständen». Im Mittelpunkt der Kritik stehen die beiden Direktoren des Synchronschwimmens, Marcus Toni und Patricia Farney. Sie weisen Kritik am SRF zurück. Sie sagen: „Die geistige und körperliche Gesundheit unserer Athleten hat für uns oberste Priorität. Die Angriffe werden nicht geduldet.“ Die beiden zogen sich jedoch geschlossen zurück.
Vetternwirtschaft ist ein starker Kritikpunkt
Auch Vetternwirtschaft in der Jury wurde heftig kritisiert. Eltern oder Erzieher müssen oft in der Jury sitzen und dann ihre eigenen Schützlinge viel besser einschätzen. Peschl, 23, sagte: „Ein Richter hat uns gerade gesagt: ‚Es tut mir leid, Sie waren offensichtlich besser. Aber ich musste andere beurteilen. Und da habe ich als Schwimmer meine Welt nicht mehr verstanden.”
Peshl ist nicht der einzige Athlet, der sich mit Beschwerden auseinandersetzt. Auch Ladina Lipuner kritisierte die Zustände. Schon Wochen vor der WM gab es große Fragen zur Planung des Großereignisses. “Es ist nicht genau bekannt, wann das nächste Trainingslager stattfinden wird. Man muss sich spontan auf etwas einstellen können, einfach mitmachen.“
Dem Schwimmverband sind alle Vorwürfe bekannt. Sie werden in einem internen Dokument festgelegt. Der Co-Vorsitzende des Schwimmverbandes, Ewan Cameron, sagt: “Es tut mir leid, ich verstehe so etwas einfach nicht.” Der Schwimmverband beginnt unter anderem mit Coaching. Cameron sagt, der Verband habe wenig Einfluss auf einzelne Klubs. Mit den Rücktritten der Co-Sportdirektoren ist der Weg zur Neuordnung des Sports bereits frei.
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