Germany

„Vielseitige“ Konzertreihe in der Wiener MetaStadt

29. Juni 2022

Sven Regener und Element of Crime eröffnen die Konzertreihe. © APA/GEORG HOCHMUTH

In gut einer Woche wird die Wiener MetaStadt als Konzertort wiedereröffnet: Nach der Premiere vor zwei Jahren programmiert Arcadia Live heuer eine achtteilige Reihe, die von Pop über Rock bis Hip-Hop eine ordentliche Bandbreite bieten wird. „Es soll möglichst facettenreich werden“, sagte Organisator Filip Potocki im Gespräch mit der APA. Element of Crime startet am 9. Juli mit Sänger Sven Regener.

Viele der Shows waren – wie könnte es in Corona-Zeiten auch anders sein – eigentlich schon für 2020 geplant und mussten mehrfach verschoben werden. „Wir freuen uns, dass dies jetzt endlich passieren kann“, sagte Potocki über Auftritte von The Kooks (endlich mit Thees Uhlmann und der lokalen My Ugly Clementine am 17. Juli) oder der alternativen Band alt-J (Juli). „Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass die Blockade für unsere Branche so lange anhält. Aber alles änderte sich ständig.“

Für sein Team bedeute das viel Mehrarbeit, sagte der Geschäftsführer von Arcadia Live. „Auf der anderen Seite müssen wir natürlich gegen die Inflation kämpfen, sei es wegen der Inflation oder wegen des Krieges in der Ukraine. Nur sind die Kostenspitzen da, wo vorher definitiv anders kalkuliert wurde.“ Auch in der Branche herrscht Personalmangel, was mitunter zur Absage ganzer Festivals führen kann. “Bei Künstlern ist das nicht anders”, sagt Potocki. „Es fehlt an Bussen, an Personal – und das alles schlägt sich in den Kosten nieder. Die Umstände haben sich einfach geändert.“

Gleichzeitig hat die lange, kronenbedingte Konzertpause für diesen Sommer eine riesige Fülle an Veranstaltungen mit sich gebracht, die nun stattfinden können. Das Angebot für die Fans ist also riesig. Arcadia Live konnte zuletzt mit Wandas großer Tour oder Rammsteins zwei Konzerten in Klagenfurt punkten, setzt aber weiterhin auf eine Balance zwischen diesen und kleineren Events. „Auf Clubshows kann man viel Neues entdecken. Diese Balance ist wichtig für uns und tut uns gut“, sagte Potocki.

Wie Sie die letzten zwei Jahre überstanden haben“, kann man lange darüber reden. Wichtig ist, dass wir es überwunden haben.” Natürlich ist die Pandemie noch nicht vorbei. „Wer weiß, was Herbst und Winter noch bringen. Aber ich habe es aufgegeben, Kaffeesud zu lesen, weil es sich ständig ändert“, sagt Potocki. „Ich bin auf jeden Fall froh, dass unser Team zusammengeblieben ist und die kurzfristige Arbeit geleistet hat. Und jetzt ist es wieder von null auf 100 gegangen, mit anderen Worten: Es ist gerade sehr, sehr turbulent.“

Erfreulicherweise bedeutet dies auch, dass bis zu 8.400 Besucher musikalische Darbietungen in der MetaStadt erwarten können, da die Kapazität durch bauliche Maßnahmen erhöht wurde. “Es sind gute Dinge passiert, die Sie spüren werden”, sagte Potocki über die abgerissene Mauer und die dadurch verschobene Bühne. “Auf der anderen Seite des Heizungskellers befindet sich auch eine schöne Terrasse, die ebenfalls einen Blick auf die Bühne bietet.” Dazu kommen in diesem Jahr Wassertoiletten und ein deutlich erweitertes Angebot an kulinarischen Köstlichkeiten, von österreichischer Küche über Barbecue und sizilianisches Streetfood bis hin zu Verpackungen und Burgern.

So gestärkt kann er sich auf den Rapper Cro (10.7.), der nun eine eher futuristische Maske trägt, ebenso einstellen wie auf seine deutsche Landsfrau Sarah Connor, die am 13.7. für das popaffine Publikum ans Mikrofon greift. Auch der Auftritt von Michael Kiwanuka (11. Juli) dürfte ein Highlight werden, gilt der Mercury 2020 Gewinner doch nicht erst seit seinem dritten Album „Kiwanuka“ als eine der spannendsten Stimmen im modernen Bereich von Indie, Folk und Soul. am nächsten Tag ziehen Skunk Anansie und die ikonische Frontfrau Skin etwas härtere Fäden, die sicherlich nicht nur alte Hits wie „Hedonism“ oder „Charlie Big Potatoe“ zum Besten geben werden. Komplettiert wird das MetaStadt-Programm am 14. Juli von Rapper Sido.

arcadia-live.com; metastadtopenairs.com